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Aktienmarkt-Volatilität läuft der Marktrichtung voraus

Die Volatilität als Timing-Indikator: nichts als ein Mythos?

Viele Marktteilnehmer nutzen die Schwankung des Marktes, also die Volatilität, um darauf basierend ihr Markttiming zu steuern.

Nach der „Mainstream-Interpretation“ sollten auf extrem niedrige Volatilitäten fallende Kurse folgen und auf sehr hohe Volatilitäten steigende Kurse.

Diese These lässt sich allerdings nicht bestätigen.

Bestimmte Niveaus der Volatilität scheinen keine Aussage darüber zuzulassen, ob sich der Markt gerade an einem Top oder in einer Bodenbildung befindet.

Ich möchte Ihnen hier erläutern, wie Sie die Aktienmarkt-Volatilität richtig interpretieren, um Risikophasen am Markt rechtzeitig zu erkennen.

Volatilität als Timing-Indikator: Eine alternative Betrachtung

Doch ich möchte das Thema auch einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten.

Stellen wir einmal die folgenden Thesen auf:

  1. Die Volatilität verläuft in Trends.
  2. Die Trendwechsel der Volatilität laufen den Trendwechseln am Aktienmarkt voraus.

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  4. Steigende Volatilität zieht fallende Aktienkurse nach sich, während fallende Volatilität auf steigende Kurse schließen lässt.

Diese Thesen widersprechen der „Mainstream-Interpretation“.

Denn nach dieser sollte ja eine niedrige Volatilität auf zu große Sorglosigkeit oder Euphorie unter den Anlegern hindeuten – eigentlich ein klares Warnsignal für den antizyklischen Investor.

2007: Steigende Volatilität am Aktienmarkt-Top

Betrachten Sie einmal aufmerksam den folgenden Chart:

Timing_Vola

In Schwarz sehen Sie den Verlauf des S&P 500 von 2004 bis 2014, in blau die Volatilität.

Von 2003 bis Ende 2006 fällt die Volatilität ständig. An welcher Stelle wäre die Volatilität nach der „Mainstream-Interpretation“ niedrig genug gewesen, damit der Markt endlich fallen kann?

Wir hätten hiernach wohl einen Großteil des Bullenmarktes verpasst.

Und dann plötzlich das Jahr 2007:

Achten Sie auf die beiden roten Kreise. Die Volatilität steigt erstmals seit Jahren deutlich an. Dieser neue Trend der Volatilität leitete die Top-Bildung am Aktienmarkt ein.

Nicht also eine zu niedrige Volatilität, sondern eine von niedrigem Niveau aus deutlich steigende Volatilität war das Warnzeichen vor dem Beginn des Bärenmarkts!

2009: Fallende Volatilität läutet Ende des Bärenmarkts ein

Wir sehen im Chart, dass der in 2007 neu eingeleitete Trend der steigenden Volatilität seinen Höhepunkt im Crash-Monat Oktober des Jahres 2008 findet.

Doch der Aktienmarkt sollte seinen Tiefpunkt noch nicht gesehen haben. Anfang März 2009 wurden die Tiefs aus dem Herbst 2008 noch einmal um rund 20% unterschritten.

Nach der „Mainstream-Interpretation“ hätte die Volatilität im März 2009 die Niveaus aus dem Oktober 2008 übertreffen müssen. Aber das Gegenteil war der Fall.

Schauen Sie auf den grünen Doppelpfeil. Die Volatilität ist am Aktienmarkt-Tief im März 2009 bereits deutlich gefallen und hat Entspannung an den Märkten signalisiert – und einen neuen Bullenmarkt von jahrelangem Bestand.

Fazit: Niedrige Volatilität spricht für Fortsetzung des Bullenmarkts

Seien Sie kritisch, wenn Sie das nächste Mal vom Ende Bullenmarktes wegen der angeblich so unglaublich niedrigen Volatilität lesen.

Die Jahre 2003 bis 2007 haben gezeigt, dass die Volatilität von niedrigen Niveaus aus auch noch viel tiefer fallen kann. Eine natürliche Untergrenze existiert schließlich nicht.

Erst wenn die Volatilität sprunghaft ansteigt, während der Aktienmarkt nochmal neue Hochs markiert, ist Vorsicht geboten.

Für Sie als mittel- bis langfristig orientierter Aktienanleger ist das Chance-Risiko-Verhältnis also weiterhin günstig.

17. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.