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Aktienoptionen: Ein attraktives Bonussystem für Mitarbeiter

In Zeiten der umstrittenen Bonuszahlungen für Investmentbanker wurde eine Höchstgrenze für Vergütungen in Form von Gehaltsansprüchen beschlossen. Dies galt zumindest für die Commerzbank, deren größter Eigner der Bund 2009 geworden ist. Hier wurde u.a. auch das Vorstandsgehalt von Herrn Blessing entsprechend gedeckelt.

Wovon jedoch nicht die Rede war, sind die vielen anderen Vergütungsmöglichkeiten, die Unternehmen gerne ausschöpfen, um ihre hochbezahlten Mitarbeiter zu entlohnen. Eine dieser Möglichkeiten besteht in der Vergabe von Aktienoptionen. Sie dient unter anderem dazu, die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu stärken und eine zusätzliche Motivation für den Unternehmenserfolg zu schaffen.

Aktienoptionen einfach erklärt – die Grundlagen

Eine Aktienoption ist ein Wertpapier, welches dem Inhaber erlaubt, Aktien eines Unternehmens zu einem bereits festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Da diese Optionen auch an der Börse handelbar sind und die Kursentwicklung des Papiers von der Entwicklung der zugrunde liegenden Aktie abhängig ist, spricht man auch von einem Derivat (abgeleitetes Wertpapier).


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In der Regel werden als Vergütung sogenannter Call-Optionen, also Aktienoptionen, die zum Kauf eines Wertpapiers berechtigen, an die Mitarbeiter als Boni ausgegeben. In der Presse lassen sich oft Artikel über Top-Manager finden, die bei Ausstieg aus dem Unternehmen oder bei Höchstkursen von ihren Optionen Gebrauch machen. Hierzu gab es um den früheren Porsche-Vorstand Wiedeking heftige Diskussionen.

Wie werden Aktienoptionen gehandelt?

Aktienoptionen werden im Regelfall an der EUREX, einer der größten Terminbörsen, gehandelt, da es sich hierbei um sog. Termingeschäfte handelt. Aber es gibt nicht nur die Möglichkeit der Ausübung und damit dem Bezug der entsprechenden Aktie zum festgelegten Ausübungspreis. Die Aktienoption kann auch selbst veräußert werden, da auch sie einen Kurs hat.

Beispiel: Der Kurs der Stromkraftwerke AG liegt bei 40 €. Die an die Mitarbeiter in diesem Geschäftsjahr ausgegebenen Aktienoptionen haben einen Ausübungspreis von 35 €. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter die Option zu einem bestimmten Zeitpunkt ausüben und dadurch die Aktie zu 35 € kaufen können. Bei sofortigem Verkauf der Aktie wäre das ein Gewinn von 5 € pro Stück.

Sofern das Ausübungsdatum, also der letzte Tag, an dem die Aktienoption ausgeübt oder verkauft werden kann, noch weit in der Zukunft liegt, wird der Preis für diese Option oberhalb 5 € liegen. Es kann ja sein, dass sich der Kurs der Aktie noch weiter positiv entwickelt.

Und dieses Gewinnpotential wird in den Preis der Aktienoption eingerechnet. Am Fälligkeitstag wird der Preis der Option, exakt die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem Ausübungspreis sein. Außer der aktuelle Kurs liegt unter dem Ausübungspreis, dann ist die Option nichts mehr wert.

Warum sind Aktienoptionen als Bonuszahlung so attraktiv?

Für Mitarbeiter bieten die Aktienoptionen einen interessanten Gehaltsbestandteil. Wer ein wenig risikofreudig ist und bereits an der Börse spekuliert hat, der wird sich über solche Optionen freuen. Schließlich lässt sich hierdurch an dem Erfolg des eigenen Unternehmens überproportional verdienen.

Die Menge der zu kaufenden Titel wird allerdings begrenzt und ist meist gehaltsabhängig. Außerdem kann es sein, dass die Aktienoptionen einer Sperrfrist unterliegen und nicht sofort ausgeübt oder verkauft werden dürfen.

Aus unternehmerischer Sicht sind die Aktienoptionen günstiger als direkte Geldzahlungen. Da das Unternehmen im Regelfall noch einen enormen Anteil eigener Aktien hält, muss sozusagen kein Geld in die Hand genommen werden um die Mitarbeiter zu entlohnen. Aktienoptionen sind einfach erklärt und dienen auch Börsenneulingen als attraktiven Lohnbestandteil.

5. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.