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Aktienrückkauf: Meldepflicht muss berücksichtigt werden

Das Risikobegrenzungsgesetz von 2008 verlangt die Einhaltung einer Meldepflicht bei größeren Aktienkäufen.

Dieselbe Meldepflicht besteht auch, wenn ein Unternehmen einen Aktienrückkauf durchführt.

Aktieninhaber besitzen Stimmrechte

Von einem Aktienrückkauf-Programm ist dann die Rede, wenn ein Konzern größere Mengen der eigenen Anteilsscheine erwirbt.

Obwohl der Emittent die Aktien ursprünglich selbst auf den Markt gegeben hatte, kann es in verschiedenen Situationen sinnvoll sein,

eigene Aktien zu erwerben und somit aus dem Marktverkehr zu ziehen.

Im Jahre 2008 verabschiedete die Bundesregierung das sogenannte Risikobegrenzungsgesetz.

Es hat zum Ziel, für eine größere Transparenz bei Aktiengeschäften zu sorgen.

Vor allem soll der Emittent einer Aktie über Veränderungen in der Verteilung der Stimmrechte informiert werden.


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Mehr zum Thema: Das Stimmrecht bei Stammaktien

Da jede (Stamm-)Aktie ihrem Inhaber normalerweise zugleich ein Stimmrecht im Hinblick auf firmeninterne Entscheidungen verbrieft, ist der Besitzer vieler Aktien damit gleichzeitig ein einflussreicher Faktor bei Abstimmungen der Aktionärsversammlung.

Aus diesem Grund sind die meisten Konzerne sehr interessiert daran, mindestens 51% aller Anteile selbst zu halten. Andernfalls könnte es passieren, dass wirtschaftsstrategische Entscheidungen nicht mehr in ihrem Sinne getroffen werden.

Denn: Sollte ein einzelner Investor über 50% aller verfügbaren Aktien eines Unternehmens sein Eigen nennen, ist er de facto ein Alleinentscheider, was dieses anbelangt.

Risikobegrenzungsgesetz verlangt Meldepflicht auch bei Aktienrückkauf

Aber auch ohne solche extremen Besitzverhältnisse ist es für den Emittenten immer wichtig, im Auge zu behalten, welche Anleger im Besitz wie vieler Anteile sind. Genau darum wurde das Risikobegrenzungsgesetz erlassen.

Es enthält nämlich unter anderem eine verschärfte Meldepflicht bei Aktiengeschäften.

Nach § 21 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) müssen sowohl Aktienkäufe als auch -verkäufe gemeldet werden, sobald deren Änderung an den Stimmrechten gewisse Schwellen erreicht oder überschreitet.

Mehr zum Thema: Meldepflicht sorgt für mehr Transparenz

Diese Schwellen liegen bei 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75% der gesamten Stimmrechte einer Aktiengesellschaft.

Wichtig ist auch, dass die Stimmrechte aus dem Besitz von Aktien bei der Zählung mit denen aus dem Besitz von Optionen zusammengerechnet werden.

Die Änderung an den Verhältnissen muss gemäß § 21 WpHG innerhalb von 4 Handelstagen an den Emittenten und die Bundesanstalt für Finanzen (BaFin) gemeldet werden.

Zudem muss die Aktiengesellschaft die entsprechenden Änderungen veröffentlichen und im Unternehmensregister speichern.

Aktienrückkauf: Meldepflicht für den Käufer besteht

Im Falle eines Aktienrückkaufs ist der Emittent natürlich identisch mit dem Käufer der Wertpapiere. Dennoch verlangt das Risikobegrenzungsgesetz die Meldung des Aktienrückkaufs an die BaFin sowie eine Veröffentlichung.

Obwohl die Aktienrückkauf-Meldepflicht nur besteht, wenn die oben genannten Grenzen erreicht werden, ist dies bei einer Kapitalmaßnahme meist die Regel.

Immerhin wird das Unternehmen nicht gerade den kleinsten Anteil eigener Aktien halten – nach dem Aktienrückkauf erst recht nicht.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.