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Aktienrückkauf: Gewinnrücklage dient immer öfter für Rückkaufprogramme

Unternehmen haben durch den wirtschaftlichen Aufschwung immer mehr Geld auf der hohen Kante.

Grundsätzlich besteht eine gesetzliche Rücklagepflicht in Höhe von 10% des gezeichneten Kapitals.

Unternehmen müssen einen Teil ihres Gewinns bzw. des Jahresüberschusses in die Gewinnrücklage einstellen.

Übersteigen die Rücklagen die gesetzliche Mindestgrenze und sind keine Verluste auszugleichen, dürfen die Gewinnrücklagen frei verwendet werden.

Daher dürfen Unternehmen auch einen Teil der Gewinnrücklage für Aktienrückkäufe, zur Kapitalerhöhung oder zur Dividendenausschüttung verwenden.

Aktienrückkauf: Gewinnrücklage macht’s möglich

Angesichts der hohen Gewinne der börsennotierten Firmen, die in den letzten Jahren Rekorddividenden an die Aktionäre ausgeschüttet haben, denken viele Vorstände über weitere Alternativen der Kapitalrückführung an die Aktionäre nach.

Mehr zum Thema: Aktienrückkauf wird immer beliebter

An erster Stelle steht oft der Aktienrückkauf. Die Gewinnrücklage dient dann als Basis hierfür. Vor allem in den USA sind Aktienrückkäufe inzwischen an der Tagesordnung, während sie in Deutschland erst seit 1998 erlaubt sind.


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Große Unternehmen wie IBM, Apple, aber auch deutsche Firmen wie BASF, die Deutsche Börse und die Deutsche Telekom haben bereits Aktienrückkaufprogramme aufgelegt.

Allerdings ist die Auflösung von Gewinnrücklagen an strenge Bedingungen geknüpft.

Wenn die Gewinnrücklagen gemeinsam mit den Kapitalrücklagen noch nicht die erforderliche gesetzliche Mindesthöhe erreichen, dürfen diese nur zur Verlustabdeckung verwendet werden.

Ein Aktienrückkauf mittels Gewinnrücklage ist dann nicht möglich.

Gründe für Aktienrückkaufprogramme

Die Gründe für Aktienrückkäufe sind verschieden: Manche Unternehmen nutzen Aktienrückkäufe, um überschüssige Liquidität abzubauen und weiteres Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.

Da die zurückgekauften Aktien in der Regel vernichtet werden, wird die Anzahl der ausstehenden Aktien reduziert. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Eigenkapitalrendite des Unternehmens aus.

Unternehmen, die eine hohe Eigenfinanzierungsquote aufweisen, können durch Aktienrückkäufe beispielsweise ihre Finanzstruktur optimieren.

Zudem hat der Rückkauf mit anschließender Vernichtung der Papiere auch eine Steigerung des Gewinns pro Aktie zur Folge.

Als einer der Hauptgründe für den Aktienrückkauf gelten jedoch die steuerlichen Vorteile gegenüber einer Dividendenausschüttung. Denn Kapitalerträge werden in vielen Ländern weniger hoch besteuert als Dividenden.

Ferner signalisiert das Unternehmen durch die Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms seine eigene Zuversicht in eine wirtschaftlich positive Zukunft.

Das Management macht dadurch in der Öffentlichkeit deutlich, dass es die Aktien des eigenen Unternehmens für unterbewertet hält.

Mehr zum Thema: Warum ein Aktienrückkauf für Unternehmen sinnvoll sein kann

Aktienrückkauf aus Gewinnrücklage: Vor- und Nachteile für Anleger

Ein Vorteil für Anleger besteht darin, dass Aktienrückkäufe eine kursstützende Funktion haben können.

Außerdem bieten Rückkäufe einen steuerlichen Vorteil für den Anleger: Während Dividendenausschüttungen nämlich direkt versteuert werden müssen, sind Kursgewinne hingegen erst später zu versteuern.

Aktienrückkäufe können aber auch wirkungslos verpuffen, wenn das Unternehmen in der Zukunft schlechte Geschäftszahlen vorlegt.

Die durch den Aktienrückkauf (eventuell) zustandegekommenen Kursgewinne können folglich auch schnell dahinschmelzen, so dass der Anleger de facto keinen unmittelbaren Vorteil von der Maßnahme hat.

25. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands