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Aktienrückkauf: Kapitalherabsetzung als Strategie

Ein Aktienrückkauf durch ein Unternehmen kann prinzipiell verschiedene Gründe haben; je nachdem, welches Ziel damit verfolgt werden soll.

Eine der Möglichkeiten liegt in einer strategischen Kapitalherabsetzung, also einer Verminderung des Eigenkapitals. Wie diese genau abläuft, was dabei zu beachten ist und was die Folgen einer Kapitalherabsetzung sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine besondere Strategie: Aktienrückkauf als Kapitalmaßnahme

Beim Aktienrückkauf erwirbt ein Konzern große Teile der eigenen Aktien, um diese anschließend selbst zu halten. Was mit den Wertpapieren im weiteren Verlauf geschieht, ist der Betriebsleitung bzw. der Aktionärsversammlung überlassen. In jedem Fall hat ein Unternehmen durch den Aktienrückkauf die Möglichkeit einer speziellen Kapitalmaßnahme, die auch als Kapitalherabsetzung bezeichnet wird.


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Dies kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein: Zum einen kann eine Kapitalreduktion dabei helfen, einen Bilanzverlust auszugleichen. Dies wird auch ‚nominelle Kapitalherabsetzung‘ genannt und zumeist von Firmen durchgeführt, die einen angeschlagenen Aktienkurs kurzfristig auffangen wollen.

Zum anderen ermöglicht ein Aktienrückkauf-Programm aber auch die Verteilung überschüssigen Kapitals an die Anteilseigner. Hierbei handelt es sich dann also um die Ausschüttung liquider Mittel an die Aktionäre. Diese Variante wird als „effektive Kapitalherabsetzung“ bezeichnet.

Kapitalherabsetzung durch Aktienrückkauf und die Folgen

Die Folgen einer derartigen Kapitalherabsetzung durch Aktienrückkauf sind zumeist positiver Natur. Durch die Verminderung des Grundkapitals verändern sich außerdem einige wichtige Kennzahlen des Unternehmens. Besonders das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) verbessert sich für gewöhnlich, wenn die zurückgekauften Aktien tatsächlich vollständig aus dem Verkehr gezogen werden.

Auch der Ertrag pro Aktie (EpA) reagiert grundsätzlich positiv auf einen Aktienrückkauf. Ähnlich der Ausschüttung einer Sonderdividende wirkt sich ein Aktienrückkaufprogramm oftmals positiv auf die Aktieninhaber aus.

Immerhin führt ein Unternehmen nur dann eine Kapitalherabsetzung durch, wenn es über überschüssiges Kapital verfügt, sprich: wenn das letzte Geschäftsjahr offensichtlich sehr erfolgreich war.

Außerdem können Aktionäre ihre Aktien ebenfalls an den Konzern verkaufen, wodurch sie direkte Gewinne erwirtschaften. Der Rückfluss an Kapital an die Investoren hat zudem steuerliche Vorteile, denn diese Zahlungen werden steuerlich günstiger behandelt als Dividendenzahlungen.

Die Kapitalherabsetzung unterliegt gesetzlichen Regelungen

Bei einer Kapitalherabsetzung durch Aktienrückkauf ist stets zu beachten, dass der Gesetzgeber einige Vorgaben im § 71 des Aktiengesetzes (AktG) verankert hat. So muss unter anderem die Mehrheit der Aktionäre der Kapitalmaßnahme auf einer Hauptversammlung zustimmen. Erst diese Zustimmung macht den Vorstand dann legal handlungsfähig.

Außerdem begrenzt § 71 AktG die maximale Menge an Grundkapital, das auf diese Weise zurückerworben werden darf. Konkret ist festgelegt, dass ein Unternehmen zu keinem Zeitpunkt mehr als insgesamt 10% seines Grundkapitals in Form eigener Aktien halten darf.

13. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.