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Aktienrückkauf: Stimmrecht der Aktionäre entscheidend

Seit 1998 ist es für ein Unternehmen in Deutschland legal, einen Aktienrückkauf durchzuführen.

Da alle Aktionäre über ein Stimmrecht verfügen, ist dazu jedoch zunächst deren Einverständnis notwendig.

Vorteile durch Aktienrückkauf-Programme

Eine solche Kapitalmaßnahme dient oftmals der Kurspflege, weil ein hohes Transaktionsvolumen positive Auswirkungen auf den Wert der Aktie haben kann.

Außerdem setzt ein Konzern, der einen Aktienrückkauf durchführt, damit in mehrerlei Hinsicht ein Zeichen für seine Investoren:

Erstens zeigt er damit eindeutig an, dass die eigene Aktie offenbar unterbewertet ist.

Durch den Ankauf und das Vernichten eigener Anteilsscheine erhöht sich dann der Wert der verbliebenen Wertpapiere.

Zweitens werden Aktienrückkauf-Programme üblicherweise nur von Firmen durchgeführt, die über überschüssiges und freies Kapital verfügen.


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In diesem Fall dient der Aktienrückkauf also auch der Ausschüttung liquider Mittel, die momentan nirgendwo anders benötigt werden, an die Altaktionäre.

Fest steht: Jeder Investor hört und sieht gerne, dass ein Unternehmen, dessen Aktien er besitzt, überschüssige Mittel erwirtschaftet hat – von der Aufwertung der eigenen Wertpapiere ganz zu schweigen.

Aktienrückkauf: Stimmrecht der Aktionäre wird auf der Hauptversammlung geltend gemacht

Viele Anleger haben also allen Grund, sich über einen geplanten Aktienrückkauf zu freuen, aber mehr noch: Ihre Meinung spielt bei der Umsetzung dieser börsenstrategischen Maßnahme sogar eine entscheidende Rolle.

Dies gehört damit zu den Situationen, in denen der Unterschied zwischen Aktionären mit Stimmrecht und Anlegern ohne Stimmrecht in der Aktionärsversammlung deutlich wird.

Grund hierfür sind die Regelungen, die im § 71 des Aktiengesetzes (AktG) verankert sind. Darin legte der Gesetzgeber 1998 bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen für einen Aktienrückkauf durch Unternehmen fest.

Unter anderem ist ein Aktienrückkauf erlaubt, um einen unmittelbar drohenden wirtschaftlichen Schaden am Betrieb abzuwenden.

In den meisten anderen Fällen muss der Vorstand jedoch einen mehrheitlichen Beschluss der stimmberechtigten Aktionäre auf einer Hauptversammlung einholen.

Ohne diese Zustimmung ist ansonsten kein Aktienrückkauf-Programm möglich.

Alternativ kann sich ein Konzern auf einer Hauptversammlung eine Vollmacht erteilen lassen. Für diese ist ebenfalls eine Abstimmung erforderlich, und sie besitzt wiederum nur Gültigkeit für 5 Jahre.

In dieser Zeit kann der Vorstand dann allerdings jederzeit einen Aktienrückkauf anordnen und besitzt dann quasi im Voraus die Erlaubnis der Investoren.

Aktienrückkauf-Stimmrecht nur mit Stammaktien

Die Entscheidung darüber, ob eine solche Kapitalmaßnahme durchgeführt werden soll oder nicht, liegt laut Gesetzgeber also maßgeblich in den Händen der Aktionäre selbst.

Allerdings besitzt nicht jeder Anteilseigner ein Stimmrecht in der Aktionärsversammlung.

Nur Inhaber von sogenannten Stammaktien verfügen über ein Stimmrecht, wenn solche firmenstrategischen Entscheidungen getroffen werden.

Anleger, die im Besitz von Vorzugsaktien sind, können zwar an der Hauptversammlung teilnehmen, besitzen jedoch kein eigenes Stimmrecht, das sie geltend machen könnten.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.