MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aktienrückkauf: Kurspflege mittels Vernichtung von Aktien

Wozu Aktienkäufe überhaupt durchgeführt werden, ist den meisten Anlegern bekannt.

Durch den Ankauf eigener Anteilsscheine kann ein Unternehmen den Börsenkurs dieser Aktie positiv beeinflussen.

Anders gesagt: Mit einem Aktienrückkauf lässt sich Kurspflege betreiben.

Erwerb eigener Aktien

Diese Maßnahme wird daher oftmals in Krisenzeiten eingesetzt, um das Ruder kurzfristig herumzureißen.

Oder aber man verwendet die erworbenen eigenen Aktien als Akquisitionswährung bei Übernahmegeschäften.

Mehr zum Thema: Aktienrückkäufe werden immer häufiger

Wenn ein Aktienrückkauf auf der Hauptversammlung genehmigt und beschlossen wurde, stehen dem Konzern jedoch auch andere Möglichkeiten offen.

Eine davon ist, die Wertpapiere dauerhaft zu vernichten.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Aktienrückkauf: Kurspflege durch Vernichtung der eigenen Aktien

Auch wenn sich dieses Vorgehen zunächst äußerst drastisch anhört, steckt dahinter doch eine rationale und sinnvolle Strategie.

Durch die Vernichtung angekaufter Aktien sinkt selbstverständlich die Gesamtzahl der emittierten Wertpapiere.

Dies hat Auswirkungen auf einige Kennzahlen, die von Investoren dazu benutzt werden, um den Wert und die Rentabilität eines Unternehmens zu beurteilen.

Ein Beispiel ist das sogenannte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Diese Kennzahl macht eine Aussage darüber, wie lohnend das Investment in einen bestimmten börsennotierten Betrieb ist.

Außerdem gibt das KGV an, wie lange es dauert, bis ein Konzern den Wert seiner Aktie als Gewinn erwirtschaftet hat. Je kleiner das Kurs-Gewinn-Verhältnis, umso günstiger wäre ein Einstieg für den Anleger.

Um das KGV zu berechnen, nimmt man den aktuellen Kurs der Aktie und teilt ihn durch den Gewinn pro Aktie. Da durch die Vernichtung von Aktien die Gesamtanzahl sinkt, ändert sich auch der Gewinn pro Aktie. Diese Angabe steigt dann nämlich.

Aktien-Vernichtung hat Einfluss auf einige Kennzahlen

Wir wollen uns das Ganze nun auch einmal an einem konkreten Beispiel ansehen:

Nehmen wir an, ein Unternehmen hat insgesamt 100.000 Aktien herausgegeben.

Außerdem konnte es einen Jahresumsatz von 1 Million Euro erzielen und 200.000 Euro Dividende auszahlen.

Wenn wir nun den Gewinn pro Aktie ausrechnen, subtrahieren wir zunächst die Dividende vom Jahresgewinn (= 800.000 Euro) und teilen das Ergebnis durch die Aktienanzahl, also 800.000/100.000.

Der Gewinn pro Aktie liegt in dieser Konstellation also bei 8 Euro pro Aktie.

Mehr zum Thema: So berechnen Sie das Kurs-Gewinn-Verhältnis

Wenn nun nach einem Aktienrückkauf die Hälfte der Aktien vernichtet wird, sieht es jedoch anders aus. In diesem Fall teilen wir die 800.000 Euro nur noch durch 50.000 und erhalten einen Gewinn von 16 Euro pro Aktie.

Bei der Berechnung des KGV fließt der Gewinn pro Aktie aber mit ein, denn die Formel lautet: KGV = Aktienkurs / Gewinn pro Aktie.

Wenn wir in unserem Beispiel also von einem momentanen Aktienkurs von 50 Euro ausgehen, ergibt sich daraus ein KGV von rund 6,3 (50 Aktienkurs / 8 Euro pro Aktie) für die Situation vor dem Aktienrückkauf.

Nach der Vernichtung der Hälfte aller Aktien ergibt die Berechnung des KGV jedoch 3,1 (50 Aktienkurs / 16 Euro pro Aktie).

Der Aktienrückkauf und die Reduktion der Gesamtzahl verfügbarer Anteilsscheine hat also das KGV attraktiver gemacht.

19. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.