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Aktienrückkauf: Auswirkungen richtig abschätzen

Aktienrückkäufe werden immer wieder aus unterschiedlichen Motivationen heraus von großen Unternehmen getätigt. Für die Aktionäre sind Ankündigung und Durchführung eines Aktienrückkaufs sehr interessant. Häufig reagiert der Aktienkurs nämlich durchaus positiv auf ein Aktienrückkaufprogramm.

Man sollte jedoch vorsichtig sein, da ein steigender Aktienkurs nicht garantiert ist. Es ist auch möglich, dass Anleger einen Aktienrückkauf als negatives Signal werten.

Aktienrückkauf: Was dahinter steckt

Aktienrückkäufe waren nicht immer möglich. Erst seit 1998 kann die Hauptversammlung einem Unternehmen gestatten, einen solchen Rückkauf durchzuführen. Viele Unternehmen holen sich bei den Hauptversammlungen praktisch vorsorglich die Genehmigung dazu, ohne dass es dadurch zwingend wirklich zu einem Rückkauf kommen muss.


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Wird ein solcher jedoch tatsächlich durchgeführt, geschieht dies in vielen Fällen an der Börse. Das Unternehmen beauftragt dann ein Kreditinstitut mit dieser Maßnahme. Nun können bis zu 10% der eigenen Anteile zurückgekauft werden – und zwar innerhalb einer Frist von 18 Monaten nach der Zustimmung der Hauptversammlung.

Aktienrückkäufe – Auswirkungen auf Unternehmensfinanzen und Aktie

Für das jeweilige Unternehmen haben Aktienrückkäufe Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzen. Überschüssige Barmittel werden investiert. Grundsätzlich steht dies im Widerspruch zur eigentlichen Funktion der Aktie. Sie soll ja schließlich das Unternehmen mit Kapital versorgen, um beispielsweise Spielraum für Investitionen zu haben.

Es kann jedoch durchaus sinnvoll für ein Unternehmen sein, einen solchen Rückkauf zu tätigen. Gibt es aktuell keine attraktive Investitionsmöglichkeit für das Kapital, ist der Rückkauf eine interessante Option. In vielen Fällen werden die zurückgekauften Aktien eingezogen und vernichtet. Es sinkt somit die Anzahl der sich in Umlauf befindlichen Aktien.

Dadurch offenbart sich ein weiterer Aspekt beim Aktienrückkauf, nämlich die Auswirkungen auf den Gewinn pro Aktie. Attraktivere Kennzahlen können durchaus einen positiven Einfluss auf die Kursentwicklung haben.

Aktienrückkauf – Auswirkungen nicht immer absehbar

Häufig wird ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von den Anlegern als positives Signal gewertet. Auf den ersten Blick ist das auch nicht weiter verwunderlich. Immerhin setzt ein Rückkauf ausreichende liquide Mittel voraus, die das jeweilige Unternehmen zu diesem Zwecke einsetzen kann.

Dies entspricht auch den Ergebnissen diverser Studien, die zu diesem Thema durchgeführt wurden. So berichtete „Focus Money online“, dass in einer Untersuchung ein Kursplus von durchschnittlich 6,2% in den ersten 2 Tagen nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs festgestellt wurde.

Neben einer maximalen Rendite von 41,83% am Ankündigungstag wurde demnach jedoch auch ein maximales Minus von 16,47% ermittelt. Dies zeigt, dass ein Kursgewinn nicht garantiert werden kann. Anleger reagieren also nicht immer positiv, wenn ein Unternehmen einen Aktienrückkauf beschließt. Die Auswirkungen können auch negativ sein.

18. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.