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Aktienrückkauf: Kursentwicklung nicht langfristig absehbar

Schon viele Unternehmen haben Aktienrückkaufprogramme durchgeführt. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine Genehmigung durch die Hauptversammlung, welche sich einige Betriebe rein vorsorglich einholen. Kündigt ein solcher dann tatschlich einen Rückkauf an, sind Anleger oft verunsichert und wissen diesen Schritt nicht richtig einzuordnen.

Klar ist: In den meisten Fällen beeinflusst ein Aktienrückkauf die Kursentwicklung. Dabei handelt es sich vielfach um kurz- bis mittelfristige Veränderungen. Eine Garantie dafür, dass der Aktienkurs steigt, gibt es nicht. Die Anleger können somit auch skeptisch auf eine entsprechende Ankündigung reagieren.

Viele Untersuchungen haben sich mit dem Aktienrückkauf und der Kursentwicklung der betreffenden Aktie beschäftigt. Die Ergebnisse sind zwar sehr unterschiedlich, es lassen sich jedoch Tendenzen feststellen.

Aktienrückkauf: Kursentwicklung überwiegend positiv

Diese Studien beschränken sich zumeist auf einzelne Länder und stets auf begrenzte Zeiträume. Zusammenfassend lässt sich aber feststellen, dass bei einem Aktienrückkauf die kurzfristige Kursentwicklung beim Großteil der Fälle positiv ist.


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Um wie viele Prozentpunkte eine Aktie durchschnittlich zulegt, variiert je nach Studie sehr stark und hängt zudem davon ab, ob der Kurs kurz- oder mittelfristig betrachtet wird.

Die größten Zuwächse werden an den ersten 2 Handelstagen nach der Ankündigung verzeichnet. Verschiedene Untersuchungen gelangen hier zu einem durchschnittlichen Plus von 4-13%. Interessant ist an dieser Stelle, dass auch die geplante Verwendung der zurückgekauften Aktien und die Begründung für den Aktienrückkauf die Kursentwicklung beeinflussen.

Bei genauerer Betrachtung ist das nachvollziehbar: Sollen die Aktien nach dem Rückkauf vernichtet werden, erhöht sich automatisch der Gewinn pro verbleibender Aktie. Bei der Begründung für einen Rückkauf wird seitens des Unternehmens häufig eine Unterbewertung der Aktie am Markt genannt.

In dieser Situation neigen Anleger vielfach dazu, dem Management einen gewissen Informationsvorsprung zu unterstellen. Dieses sollte die Situation des Unternehmens schließlich naturgemäß am besten einschätzen können.

So folgen Anleger gern der Argumentation des Unternehmens und der Aktienkurs steigt durch die Ankündigung des Rückkaufs vielfach an.

Aktienrückkauf: langfristige Kurssteigerung nicht garantiert

Wenngleich häufig eine kurz- bis mittelfristige Kurssteigerung zu verzeichnen ist, so verpufft dieser Effekt oft auch relativ schnell.

Dies ist ebenfalls ein Grund, weshalb Anlegerschützer diese Praxis nicht immer gutheißen. Zwar wird der mögliche positive Effekt durchaus anerkannt, doch gibt es auch Kritikpunkte. So wird den Unternehmen zum Beispiel vorgeworfen, auf diese Weise Geld zu verschwenden, welches besser als Sonderausschüttung hätte verteilt werden können.

Als alternativer Verwendungszweck für das Geld wird oft auch eine umsatz- und gewinnsteigernde Investition vorgeschlagen. Dies erscheint durchaus sinnvoll, da so eventuell sogar nachhaltig steigende Kurse generiert werden könnten.

Fazit

Es gibt durchaus verschiedene Meinungen zum Aktienrückkauf. Die Kursentwicklung ist zunächst zwar häufig positiv, doch ein langfristiger Kursanstieg ist alles andere als sichergestellt.

28. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.