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Aktienrückkauf und Kapitalmarkt

Aktienrückkäufe sind mittlerweile ein beliebtes Instrument der Kurspflege größerer Unternehmen.

Die darauf Auswirkungen am Kapitalmarkt hängen von den Zielen der Maßnahme ab und sollten von Anlegern grundsätzlich hinterfragt werden.

Aktienrückkauf am Kapitalmarkt: Durchführung

Seit 1998 ist es in Deutschland per Gesetz erlaubt, Aktienrückkauf-Programme durchzuführen.

Dabei erwirbt ein Unternehmen eigene Wertpapiere, die es ursprünglich herausgegeben hatte, selbst zurück.

In § 71 des Aktiengesetzes ist festgeschrieben, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang ein Konzern seine Aktien vom Kapitalmarkt zurückkaufen kann.

Damit gehört der Aktienrückkauf zur Gruppe der sogenannten Kapitalmaßnahmen.

Das sind wirtschaftsstrategische Prozesse, die direkten Einfluss auf die spezielle Kapitalisierung eines Unternehmens und damit auch auf seine Bewertung auf dem Kapitalmarkt haben.

Wenn ein Konzern im großen Stil eigene Aktien aufkauft und diese aus dem Verkehr zieht, reduziert sich die Gesamtanzahl der Anteilsscheine.


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Nun muss die Dividende auf weniger Wertpapiere verteilt werden, und auch bestimmte Kennzahlen, wie zum Beispiel der Gewinn pro Aktie, verändern sich.

Grundsätzlich zählt ein Aktienrückkauf am Kapitalmarkt also als Kapitalherabsetzung. Das Gegenteil ist eine Kapitalerhöhung.

Mehr zum Thema: Kapitalerhöhung und Aktiensplit

Diese kann unter anderem dadurch erreicht werden, dass mehr Aktien zum Verkauf angeboten werden; etwa bei einem Aktiensplit.

Aktienrückkauf und Kapitalmarkt-Entwicklungen

Die Auswirkungen auf die Kapitalmarkt-Bewertung des Unternehmens sind verschieden. Zum einen kann ein Aktienrückkauf als wirksamer Schutz gegen eine feindliche Übernahme dienen.

Denn durch die verringerte Liquidität erscheint der Konzern weniger attraktiv.

Außerdem kann ein Aktienrückkauf-Programm den Kurs des Papiers steigen lassen.

Da sich wichtige Kennzahlen der Unternehmensbewertung stets auf die Anzahl der herausgegebenen Aktien beziehen, werden diese lohnender, je weniger es davon auf dem Kapitalmarkt gibt.

Ein Unternehmen, das große Mengen der eigenen Aktien erwirbt, sendet außerdem das Signal, dass es überschüssige liquide Mittel besitzt, die momentan nicht zur Umsetzung anderer Maßnahmen benötigt werden.

Aktienrückkauf: Beispiele Siemens und Intel

Ein gutes Beispiel für den Effekt eines Aktienrückkaufs am Kapitalmarkt ereignete sich 2012:

Der große Technologiekonzern Siemens entschloss sich dazu, für insgesamt rund 3 Milliarden € eigene Aktien zurückzukaufen.

Daraufhin stieg der Kurs des Wertpapieres spontan um beinahe 6 Prozentpunkte an.

Auch wenn diese starke Steigerung nur von kurzer Dauer war, hat sich der Kurs danach – auch längerfristig betrachtet – im Gegensatz zur Situation vor dem Aktienrückkauf verbessert.

Mehr zum Thema: Aktienrückkauf macht Kurssteigerungen möglich

Auch der Hardwarehersteller Intel beschaffte sich 2012 6 Milliarden $ am Kapitalmarkt und kündigte damit ein umfangreiches Aktienrückkauf-Programm an.

In diesem Fall wurde also zuerst eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Hälfte des beschafften Geldes entstand dabei durch die Emission von Anleihen mit 5-jähriger Laufzeit.

Im 2. Schritt gab Intel große Teile des frisch erworbenen Investitionsvermögens wieder aus, um somit eine Neubewertung seines Wertpapieres am Kapitalmarkt zu forcieren.

13. März 2013

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Lisa Louis
Von: Lisa Louis. Über den Autor

Lisa Louis ist freie Journalistin in Paris. Sie hat internationale Volkswirtschaftslehre in Deutschland und Frankreich studiert. Mit ihrem Wissen hilft Sie Lesern bei grundsätzlichen Fragen der Geldanlage und der Privaten Vorsorge.