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Aktienrückkauf versus Dividende: Verschiedenartige Ausschüttungen

Aktiengesellschaften, die hohe Gewinne erwirtschaften und dadurch über viel Liquidität verfügen, können ihr Eigenkapital stärken, Kredite zurückzahlen oder Gewinne an ihre Aktionäre ausschütten.

Oft geschieht das über eine jährliche Dividende.

Was Dividende und Aktienrückkauf sind

Die Dividende ist Teil des Gewinns und wird an jeden Aktionär entsprechend dessen jeweiligem Anteil ausgezahlt.

Deren Höhe wird dabei vom Vorstand vorgeschlagen und durch die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen.

Neben dieser Art der Gewinnausschüttung ist in den vergangenen Jahren der Aktienrückkauf durch Aktiengesellschaften als Gewinnausschüttung immer beliebter geworden.

Dabei kaufen die Unternehmen ihre eigenen Aktien vom Markt auf. Konkret geschieht das über die Börse, bei der das Unternehmen seinen Aktionären anbietet, seine Aktien zu einem aktuellen Kurs an diese wiederzuverkaufen.

Insgesamt darf die Aktiengesellschaft nach Einwilligung der Hauptversammlung bis zu 10 Prozent des Grundkapitals an eigenen Aktien erwerben.


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Doch was bezweckt das Unternehmen damit und was hat der Aktionär davon beziehungsweise ändert sich die Dividende?

Mehr zum Thema: Aktienrückkauf: Anleger können sich freuen

Nutzen des Aktienrückkaufs für die Aktiengesellschaft

Ein Grund, weshalb Unternehmen ihre Aktien zurückkaufen, ist, den Aktienkurs zu stabilisieren oder gar zu steigern.

Denn macht das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm publik, erhöht sich in der Regel die Nachfrage der Aktie und damit der Kurs.

Neben der Kurspflege können die neu erworbenen Aktien auch als Gehaltsoption eingesetzt werden, um so wichtige Mitarbeiter an die Gesellschaft zu binden.

Zusätzlich nutzt das Management die gekauften Aktien, um sie als Zahlungsmittel für spätere Akquisitionen einsetzen zu können.

Des Weiteren sind durch den Aktienrückkauf frei verfügbare Anteile wieder im Unternehmen, was einen feindlichen Übernahmeversuch erschwert.

Auswirkungen auf den Aktionär beziehungsweise auf die Dividende

Veräußern Aktionäre ihre Aktien über das Rückkaufprogramm, steigt in den meisten Fällen der Aktienkurs, wovon alle Aktionäre profitieren.

Altaktionäre, die noch vor 2009 Aktien des Unternehmens erworben haben, ziehen darüber hinaus einen steuerlichen Vorteil daraus.

Denn sie müssen auf die zusätzlichen Kursgewinne keine Steuern zahlen, wenn sie die Aktien verkaufen wollen.

Für die Altaktionäre gilt die sogenannte Spekulationsfrist von 1 Jahr. Das bedeutet: Es fallen mit einer Haltedauer von mehr als 1 Jahr keine Steuern an.

Wäre statt dem Aktienrückkauf hingegen eine Dividende – beispielsweise im Jahr 2011 – ausgezahlt worden, hätte diese mit 25 Prozent versteuert werden müssen.

Neben der möglichen Kurssteigerung durch das Aktienrückkaufprogramm verringert sich aber auch die Anzahl der Anteilseigner beziehungsweise der frei verfügbaren Anteilsscheine am Unternehmen.

Das heißt, dass der erwirtschaftete Gewinn im kommenden Geschäftsjahr durch weniger Anteile geteilt werden muss.

So erhält jeder verbliebene Aktionär anteilig mehr Dividende pro Aktie als im vorausgegangenen Geschäftsjahr.

13. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.