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Aktienrückkauf wird immer beliebter

In Zeiten volatiler Aktienkurse und unsicherer Märkte gibt es für Unternehmen durchaus Instrumente, um den Aktienkurs zu unterstützen.

Eines der wichtigsten Instrumente sind Aktienrückkaufprogramme, die sich fast alle hiesigen Unternehmen auf den Hauptversammlungen von den Aktionären genehmigen lassen. Solche Programme, welche erst seit 1998 in Deutschland erlaubt sind, dürfen sich auf höchstens 10 % des Grundkapitals belaufen.

Auch wenn auf den ersten Blick die Funktion der Aktie, die ja das Unternehmen mit frischem Eigenkapital versorgen soll, damit in Frage gestellt ist, gibt es doch gute Gründe für solche Programme.


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Aktienrückkauf als Investitionsalternative

Zum einen gibt es Situationen, in denen der Cashbestand der Unternehmen hoch ist und keine attraktiven Investitionsmöglichkeiten in Sicht sind. Da das Interesse der Aktionäre bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft im Vordergrund steht, ist die Liquiditätsverwendung für ein Investment in das eigene Unternehmen durchaus sinnvoll. In diesem Fall werden eigene Aktien als Kapitalanlage verwendet.

Weiterhin stehen Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres vor der Frage der Gewinnverwendung. Der Aktienrückkauf soll dabei anstelle einer Dividendenzahlung erfolgen. Damit eröffnet sich dem Unternehmen die Möglichkeit, eigene Aktien an institutionelle Anleger weiterzugeben, um somit die Aktionärskreise zu erweitern.

Aktienrückkauf bietet Schutz gegen Übernahmen

Auch der Schutz gegen Übernahmen wird durch den Rückkauf eigener Aktien beabsichtigt. Der Schutz entsteht dabei durch eine Steigerung des Kurses, da hohe Transaktionsvolumina Auswirkungen auf den Kurs haben können.

Das ist ein wichtiger Grund für die derzeitige Situation in Deutschland, die die 10 größten Rückkäufer Europas stellt. Besonders gerne greifen die Unternehmen in einer schwachen Marktlage zu und stützen damit den Kurs. Normalerweise werden die eingezogenen Aktien nicht mehr gehandelt, sondern vernichtet. Dadurch steigt auch der Gewinn pro Aktie, was zusätzlich einen positiven Effekt auf den Kurs haben kann.

+13 % bessere Rendite nach Aktienrückkäufen

Wie dargestellt, haben Aktienrückkaufprogramme einen direkten Einfluss auf die Aktienkursentwicklung der Unternehmen und auf die entsprechenden Kennzahlen je Aktie.

In einer großen, allerdings schon länger zurückliegenden Auswertung wurden von einem US-Investmenthaus in etwa 6.000 Aktienrückkaufprogramme in Europa untersucht. Nach Ankündigung entwickelten sich die Aktien der entsprechenden Unternehmen in etwa 13 % besser als der Marktdurchschnitt.

Aktienrückkaufprogramme müssen sich jedoch für die Anleger nicht immer lohnen. Wenn Aktien für die Bedienung von Optionsprogrammen verwendet werden, so weisen diese in der Regel eine nur geringe Auswirkung auf.

Derzeit führen beispielsweise folgende Unternehmen Aktienrückkaufprogramme durch: Kabel Deutschland AG, Drillisch AG oder die Strabag SE.

15. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.