MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aktiensparplan auf Pump: Das Spiel mit dem Feuer

Vor dem 1. Januar 2009 war die Welt noch in Ordnung.

Aktienliebhaber konnten ihre angesparten Beträge ohne Abschlag an das Finanzamt einkassieren.

Seit dem Inkrafttreten der Abgeltungssteuer ist dies nun nicht mehr möglich.

Seit Jahresbeginn 2009 werden regelmäßige Sparraten als Kauf „neuer“ Aktien eingestuft, so dass die Anteile der Abgeltungssteuer unterliegen.

So wird auf Dividenden und Kursgewinne die Abgeltungssteuer von 25 % erhoben.

Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 % und die Kirchensteuer, so dass die Gesamtbelastung unter Umständen auf 28,625 % steigen kann.

Oftmals wird von Beratern der Vorschlag gemacht, einen Kredit aufzunehmen und den Betrag steuerfrei in Aktien zu investieren, um die Abgeltungssteuer zu umgehen.

Auf den ersten Blick sieht das Modell vielversprechend aus.

Jedoch lauern im Verborgenen Gefahren, die den meisten Interessenten nicht bewusst sein dürften.

Abgeltungssteuer drückt die Rendite

Die Gewinne einer Aktienanlage bestehen nur selten zu 100 % aus Kursgewinnen, da in der Praxis die Erfolge meist eine Mischung aus Dividenden und Kursgewinnen sind.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Je höher die Erträge sind, desto stärker greift an dieser Stelle die Besteuerung.

So kann es passieren, dass eine ursprüngliche Rendite von 8 % mit dem Steuerabzug schnell einmal auf 6 % fällt.

Der Aktiensparplan auf Pump: Ein zweischneidiges Schwert

Eine interessante, aber gleichzeitig recht riskante Möglichkeit die Abgeltungssteuer zu umgehen, ist der Aktiensparplan auf Pump.

Die Idee ist recht simpel: Geliehenes Geld wird in Aktien angelegt, die eine höhere Rendite erwirtschaften sollen, als der Kredit kostet.

Als Sicherheit für den Kredit dient das Wertpapierdepot.

Mit dem Gewinn der verkauften Aktien kann der Kredit zurückgezahlt werden. Somit verbleibt dem Anleger ein höherer Gewinn, als wenn er nur eigenes Geld investiert hätte.

Diese Strategie geht aber nur auf, wenn die Aktienkurse wirklich steigen und ein Gewinn erwirtschaftet werden kann.

Ein Beispiel:

Über einen Zeitraum von 15 Jahren werden monatlich 500 € in Aktien angelegt.

Ausgehend von einem jährlichen Ertrag von 8 % wird der Anleger am Ende der Laufzeit über ein Guthaben von circa 169.000 € verfügen.

Der entscheidende Punkt ist nun die Abgeltungssteuer: Bei dem Sparplan zieht das Finanzamt ein Viertel des Gewinns ab.

So schrumpft das Vermögen um knapp 20.000 €, wodurch dem Sparer ein Restbetrag von 149.000 € bleiben.

Die Stecknadel im Heuhaufen: Die Suche nach dem richtigen Aktiensparplan

Das mit Abstand größte Problem des Aktiensparplanes auf Pump liegt in der Notwendigkeit reiner Kursgewinne.

Das Modell funktioniert nämlich nur dann, wenn die Erträge zu 100 % aus Kursgewinnen bestehen.

Laufende Dividenden unterliegen sofort der Abgeltungssteuer.

Die Höhe des Zinssatzes: Ab 6 % geht’s los

Ein weiteres Problem ist die Höhe des Kreditsatzes.

Wenn der Kredit mit Aktien besichert wird, muss sich der Anleger auf höhere Zinsen einstellen.

Zinssätze unter 6 % gibt es in der Regel nur dann, wenn der Kredit durch eine Immobilie abgesichert werden kann.

Der Aktiensparplan auf Pump: (K)Ein „Muss“!

Der kleine, aber feine Unterschied zwischen dem klassischen Sparplan und dem Kreditplan ist für jeden Anleger ausschlaggebend:

In dem einen Fall „darf“ der Investor sparen, in dem anderen „muss“ er.

Denn fällt der Wert seines Aktiendepots unter die Beleihungsgrenze, verlangt die Bank zusätzliche Sicherheiten oder die Rückzahlung des Kredits.

22. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.