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Aktiensplit: Folgen und Nutzen für Anleger

Besonders in den USA wird diese Maßnahme gerne durchgeführt: der Aktiensplit.

Was das aber genau bringt und worin die Folgen für Sie als Anleger bestehen, erklären wir Ihnen hier.

Kapitalmaßnahme Aktiensplit

Beim Aktiensplit handelt es sich um eine Kapitalmaßnahme, bei der die Aktien eines Unternehmens durch eine bestimmte vorher festgelegte Quote geteilt werden.

Gleichzeitig findet eine Kursanpassung durch den Markt statt; bei einer Erhöhung des Aktienvolumens natürlich nach unten.

Teilt ein Unternehmen beispielsweise den Nennwert seiner Anteile durch 2, ist die Verdopplung der Aktienzahl bei einer gleichzeitigen Halbierung des Kurses die Folge.

Den Kurs einer börsennotierten Aktie auf diese Weise zu reduzieren, soll das Papier leichter handelbar machen, wenn die bisherigen Preise potentiellen Investoren zu hoch erschienen.

Die Durchführung eines Aktiensplits muss in der Hauptversammlung beschlossen werden. Weiterhin ist diese Maßnahme eigentlich rein psychologischer Natur.

Denn durch den Aktiensplit ändern sich weder die Beteilungsverhältnisse, noch der Börsenwert des Unternehmens.

Die Aktie verbilligt sich also im Börsenpreis, ohne dass sich das Eigenkapital der Gesellschaft oder der Wert des Aktienbestandes eines einzelnen Aktionärs ändert.


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In der praktischen Durchführung werden die bisherigen Aktien eingezogen und durch Aktien mit einem niedrigeren Nennwert, aber gleicher Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. International Securities Identificiation Number (ISIN) ersetzt.

Wie bereits angeklungen, sind Aktiensplits gerade in den USA sehr häufig.

Ein Paradebeispiel ist McDonald’s. Die Fastfood-Kette hat seit 1966 insgesamt 12 Aktiensplits (Stand: März 2012) durchgeführt.

Durch die vielen Splits wurden aus einer Aktie bis dato 729 Anteilscheine.

Ohne diese regelmäßigen Anpassungen würde eine McDonald’s-Aktie heute über 62.000 Dollar kosten und wäre für Kleinanleger einfach unbezahlbar.

Aktiensplit-Folgen

Wie es mit den Aktiensplit-Folgen und dem Nutzen für bereits vorhandene oder potentielle Anleger aussieht:

Aktiensplits haben definitiv Einfluss auf die Kursentwicklung eines Wertpapiers – zumindest kurzfristig.
Oftmals löst bereits die Ankündigung eines Splits einen spontanen Kursanstieg aus. Die Analysten nennen dies den sogenannten „Ankündigungseffekt“.

Statistischen Untersuchungen zufolge beläuft sich dieser Effekt auf bis zu 3% am Tag der Nachricht und dem darauffolgenden Handelstag.

Am eigentlichen Tag des Aktiensplits sind die Kurseffekte dagegen geringer.

Immerhin haben Statistiker eine Überrendite von bis zu 1% gegenüber dem Gesamtmarkt festgestellt.

Die kurzfristigen Auswirkungen eines Splits auf den Aktienkurs sind also durchaus positiv, allerdings fallen sie eher bescheiden aus.

Mehr dazu: Aktiensplits – für Anleger eine interessante Kapitalmaßnahme

Allein die Ankündigung eines Aktiensplits ist daher noch kein Kaufargument. Viel wichtiger sind letztlich die Perspektiven des Unternehmens an sich.

Schauen Sie sich ein Unternehmen aber ruhig dann genauer an, wenn es einen Aktiensplit folgen lassen möchte.

Denn wenn ein Unternehmen langfristig Umsatz und Gewinn steigert, steigt in der Regel auch der Aktienkurs.

Nur dann ist es überhaupt notwendig, den Aktienkurs wieder optisch günstiger zu machen.

Auf diese Weise ist ein Aktiensplit zumindest ein wertvolles Indiz dafür, dass es bei einem Unternehmen immerhin stabil läuft und sich der Aktienkurs nach oben bewegen könnte.

27. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.