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Aktiensplit: Grund für diese Maßnahme einfach erklärt

So mancher Anleger kennt diese Situation: Plötzlich hat sich der Kurs der Aktien halbiert.

Hektisch wird zum Telefonhörer gegriffen und der Anlageberater gefragt, was denn der Grund für den plötzlichen Kurseinbruch sei.

Mehr zum Thema: Aktiensplit – der unerklärliche Kurssturz?

Schnell stellt sich heraus: Die Aktien sind nicht wirklich im Kurs gefallen, sondern es gab lediglich einen Aktiensplit.

Grund genug für den Anleger, die Motivation für diese Maßnahme zu beleuchten.

Ein börsennotiertes Unternehmen hat die Möglichkeit, Aktien in verschiedenen Verhältnissen zu teilen – das Ergebnis ist ein Aktiensplit.

Ein Grund hierfür kann sein, dass der Kurs dadurch optisch billiger werden soll.

Aktiensplit: Grund ist oft ein starker Kursanstieg

Oft werden Anteile im Verhältnis von 1:2 oder 1:3 gesplittet, wodurch sich die Anzahl der ausstehenden Aktien erhöht.


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Der Unternehmens- bzw. Börsenwert bleibt dabei aber unverändert. Der Aktiensplit wird wie die Dividende von der Hauptversammlung beschlossen.

Aktiengesellschaften nehmen solche Aktiensplits häufig dann vor, wenn der Kurs der Aktie stark gestiegen ist. Durch den Split soll der Kurs optisch wieder billiger werden, die Attraktivität der Anteile soll für den Kleinanleger steigen.

Gleichzeitig soll durch den Aktiensplit auch die Liquidität erhöht werden, da die Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile steigt.

Aktiensplit – der Grund kann auch eine psychologische Maßnahme sein

Ein Aktiensplit ist aber nicht selten auch eine psychologische Maßnahme. Das Eigenkapital der Gesellschaft bleibt unverändert. Der Aktienkurs wird nur scheinbar billiger und soll so Anleger zum Investieren animieren.

Der Grund: Viele Kleinanleger investieren oft nur vierstellige oder niedrige fünfstellige Summen. Ist der Kurs im zweistelligen Bereich, erhält der Kleinanleger mehr Aktien für sein Geld.

Mehr zum Thema: Anleger kaufen lieber günstigere Aktien

Ein Beispiel: Der Aktienkurs der ABC AG ist auf 100 € gestiegen. Das Unternehmen beschließt einen Aktiensplit im Verhältnis von 1:2. Der Anleger erhält dann für eine Aktie, die sich im Depot befindet, einen weiteren Anteilsschein.

Gleichzeitig verbilligt sich das Papier der ABC AG auf 50 €. Die Anzahl der ausstehenden Anteile verdoppelt sich.

Hat der Anleger vor dem Split 100 Aktien gehalten, erscheinen nunmehr 200 Stück im Depot. Der Depotwert bleibt damit insgesamt unverändert.

Zudem führen Aktiensplits unter bestimmten Voraussetzungen zu Kostenersparnissen bei der Verwaltung.

Mehr zum Thema: Unternehmen nutzen Aktiensplits um Kosten zu sparen

Umgekehrter Aktiensplit (Reverse Split)

Umgekehrt können Aktiengesellschaften auch Aktien zusammenlegen lassen. Ein solcher umgekehrter Aktiensplit wird auch Reverse Split genannt.

Bei einem Reverse Split im Verhältnis von 2:1 wird aus 2 Aktien 1 Anteilsschein.

Der umgekehrte Aktiensplit ist auch eine Maßnahme, um den Aktienkurs optisch zu erhöhen. Der Börsenwert erhöht sich durch diese Maßnahme ebenfalls nicht.

Der Reverse Split wird insbesondere von Nasdaq-notierten Unternehmen gern ergriffen, wenn der Kurs unter die Marke von 1 US-$ sinkt.

Der Grund: Liegt der Kurs einer an der amerikanischen Hightech-Börse Nasdaq notierten Gesellschaft 30 Tage lang in Folge unter der Marke von 1 US-$, droht dem Unternehmen ein sogenanntes Delisting.

6. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands