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Aktiensplit: Nachteile sind nicht auszuschließen

Aktiensplits wird nachgesagt, dass sie wenige direkte Vorteile und kaum Nachteile bergen.

Ein Aktiensplit bringt sowohl für den Aktionär als auch für das Unternehmen tatsächlich keine unmittelbaren Vergünstigungen oder Verschlechterungen.

Auswirkungen auf den Kapitalbestand hat ein Split ebenfalls nicht. Jedoch verursacht er auch Kosten, die abgedeckt werden wollen.

Aktiensplit – Nachteile können nicht ausgeschlossen werden

Grundsätzlich entsteht für Aktionäre auf finanzieller Ebene durch einen Aktiensplit kein  Nachteil und auch kein Vorteil.

Unternehmen nutzen einen solchen lediglich, um ihre Aktien mit hohem Kurswert aufzuteilen.

Diese kosmetische Kurskorrektur soll der besseren Handelbarkeit teurer Aktien dienen sowie deren Liquidität erhöhen.

Mehr zum Thema: Aktiensplit – der unerklärliche Kurssturz?

Dabei ändert sich jedoch nichts am Beteiligungsverhältnis, also dem Wert der Aktie. Auch das Grundkapital des Unternehmens bleibt bei dieser Maßnahme unangetastet.


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Jedoch sollten die Kosten eines Aktiensplits im Auge behalten werden. Offiziell werden zwar keine Abgaben fällig, jedoch ist die Durchführung eines Aktiensplits durchaus mit Kosten verbunden.

Diese werden am Ende meist doch auf indirektem Wege vom Aktionär mitgetragen.

Die Kosten des Aktiensplittings

Hierbei kann zwischen einmaligen Umstellungs- und periodisch wiederkehrenden Kosten unterschieden werden.

Unter einmaligen Kosten versteht man dabei zum Beispiel die Kosten der Satzungsänderung, welche im Fall eines Aktiensplits vorgenommen werden muss.

Auch die Gebühren der Banken bei der Umbuchung der Aktien gehören zu den einmaligen Umstellungskosten.

Die periodisch wiederkehrenden Kosten entstehen hingegen durch eine eventuelle Erhöhung der Aktionärszahl.

Geschäftsberichte in erhöhter Auflage und die Planung und Durchführung der Hauptversammlung sind mögliche – wenn auch geringe – Kostenfaktoren.

Auflösung der elitären Clubs

Der Trend geht zum Aktiensplitting. Der legendäre Investor Warren Buffett teilte die Anteilscheine seiner Holding Berkshire Hathaway schon im Jahr 2010.

Buffett sprach sich eigentlich von jeher gegen eine Teilung der Aktien aus. Er wollte Spekulationen vorbeugen und seine langfristige Anlagestrategie bestärken.

Mehr zum Thema: Aktiensplit – reine Kurskosmetik oder bringt sie etwas?

Während vor einigen Jahren noch die Überzeugung herrschte, dass die Aktie eines profitablen Unternehmens auch einen hohen Preis haben sollte, ändert sich die Stimmung zusehends.

Auch Google zog 2012 nach und vollzog einen Aktiensplit.

Dies gilt natürlich nicht für alle erfolgreichen Unternehmen. Ein Beispiel hierfür ist etwa der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli. Die Schweizer leisten sich auch weiterhin eine teure Aktie, die nur von wenigen Anlegern gekauft werden kann.

Diese Exklusivität schützt auch vor Spekulationen und lässt die Unternehmensführung unangetastet.

Auswirkungen von Aktiensplits eher gering

Aktiensplits sollen das Interesse von Kleinanlegern an den vergünstigten Aktien verstärken. Neue Zielgruppen können so erschlossen, Spekulanten aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Der positive Kurseffekt fällt allenfalls gering aus und auch eine Erhöhung der Liquidität der Aktien nach einem Aktiensplit konnte noch nicht nachgewiesen werden.

Obwohl Aktiensplits den Unternehmen also keine erheblichen finanziellen Vorteile bringen, werden Kosten der Abwicklung und Kommunikation in Kauf genommen.

21. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.