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Aktionäre kassieren ab – Rekorddividenden lassen Anleihen alt aussehen

Ein Blick auf die Dividendenentwicklung 2015 lohnt sich. Die Ausschüttungen legen nämlich auf breiter Front zu. Damit setzt sich die Tendenz der Vorjahre fort. Dividendenaktien solider Unternehmen bringen regelmäßige Zusatzerträge.

Dividendenentwicklung 2015 auf Rekordkurs

Dieses Jahr steigen die Dividenden allein im Dax bei 20 von 30 Konzernen. Bezogen auf die 110 Unternehmen im HDax, also Dax, MDax und Tec Dax zusammengefasst, werden insgesamt 37,1 Mrd. € erwartet. 2014 waren es noch 33,4 Mrd. Nimmt man die Dividendenentwicklung 2015 als Basis fürs nächste Jahr, so erwarten Analysten einen weiteren Anstieg auf die Rekordsumme von 40,7 Mrd. €.

Doch auch international ist die Dividendenentwicklung 2015 ein Renner. Alle Unternehmen an den Börsen weltweit beglücken ihre Aktionäre mit insgesamt ca. 1.200 Mrd. US-$. Noch vor 15 Jahren war es grob die Hälfte. Auch der größte Börsenriese Apple legt dieses Jahr um 11% auf 2,08 US-$ pro Aktie zu.

Spitzenreiter im Dax

Hierzulande gibt es für Daimler-Aktionäre 20 Cent mehr. Sie wurden am Gewinnanstieg von 30% mit einer Dividende von 2,45 € pro Aktie beteiligt. Mit einem bescheideneren Gewinnzuwachs von 3% legt aber auch die Allianz kräftig zu und hebt die Dividende von 5,30 € auf 6,85 € pro Aktie an. Das sind 30 % mehr und macht eine Ausschüttungssumme von 3,1 Mrd, €. Damit ist der Versicherer die neue Nummer eins im Dax.


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Siemens liegt auf Platz drei, gefolgt von Daimler, BASF und VW. Und um die Reigen der Spitzenwerte abzurunden: Mit 260 % mehr Dividende schafft K+S den größten Zuwachs. Allerdings könnte es für das Kali-Unternehmen wegen der geplanten Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash das letzte Mal gewesen sein.

Anleger sollten aber auch den MDax mit seinen aufstrebenden Mid Cap-Unternehmen im Auge behalten. Hier legten die Dividenden mit 33% am stärksten zu. In aller Regel sind gerade die großen Konzerne traditionell zuverlässige Dividendenzahler. Bei der Lufthansa und Commerzbank jedoch gehen die Anteilseigner dieses Jahr leer aus. Lufthansa leidet unter Streiks, die Commerzbank erholt sich noch und kündigt Ausschüttungen wieder für 2016 an.

Dividendenanleger schneiden besser ab

Und woher kommt der Dividendenzuwachs? Zum großen Teil liegt es an allgemeinen Niedrigstzinsen. Bevor Unternehmen ihre Geldreserven am Ende noch zu Minuszinsen anlegen, beglücken lieber ihre Aktionäre.

Wobei ein Teil der Gelder von Anlegern kommt, die Anleihen vorziehen und in entsprechende Unternehmenstitel investieren, wo die Kupons etwas höher sind als bei Staatsanleihen. Den Unterschied zeigt die Rendite: Unternehmensanleihen rentieren im Dax knapp unter 1%, die Dividendenrendite liegt bei 2,5%.

Aktienanleger haben die Nase vorn. Hinzu kommen noch Kursgewinne. Gerade die großen Dividendenzahler schneiden gut ab, was sich am Dividenden-Dax ablesen lässt. Der enthält die 15 Dax-Unternehmen mit den höchsten Dividenden im Abgleich zum Aktienkurs. Der Index legte seit 15 Jahren um 150% zu, der Dax nur halb so viel.

Hinweis: Nicht zu knapp zusteigen

So erfreulich die Dividendenentwicklung 2015 auch ist, mit der bisherigen Börsen-Rally wurden Aktien teurer. Wer jetzt zusteigt, erhält trotz höherer Dividenden prozentual weniger. Dennoch lohnen sich Dividendenaktien – erst recht mit Blick auf niedrige Anleihezinsen. Allerdings sind Aktien naturgemäß schwankungsanfälliger. Etwas mehr Risiko ist eben dabei.

Die Frage, wann eine Aktie gekauft werden muss, um schnell noch Ausschüttungen mitnehmen zu können ist einfach beantwortet: In der Regel reicht es, wenn das Papier einen Tag vor der Hauptversammlung eingebucht wird.

Doch das hat seinen Preis: Am nächsten Tag wird die Aktie „ex Dividende“ gehandelt, die gezahlte Ausschüttung wird vom Kurs abgezogen. Also lieber nicht zu knapp kaufen. Bestimmte Stichtage, die es bei ausländischen Firmen gibt, finden sich auf deren Internetseiten.

23. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.