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Aktuelle Zahlen und Gedanken zum Wohnungsneubau

Warum wird in Deutschland so wenig gebaut? Die Zinsen sind doch so niedrig seit 2008. Darum geht es im heutigen Artikel.

Zahl der Baugenehmigungen auf hohem Niveau – und dennoch zu wenig

Seit Anfang der Neunziger Jahre hat es keinen so deutlichen Anstieg der Neubaugenehmigungen mehr gegeben, wie 2010 und 2011.

Vor allem in 2011 gab es eine deutliche Zunahme im Geschosswohnungsbau. Laut dem statistischen Bundesamt in Wiesbaden waren es mit ca. 228.000 Neubauten gut 22,8 Prozent mehr, als noch in 2010 mit immerhin 5,5 Prozent Steigerung, dabei entfielen etwa 85.000 Genehmigungen auf den Bau von Wohnungen.

Auf der einen Seite ist das positiv und doch wird beklagt, dass gerade für breite und niedrige Einkommen nicht genügend Wohnraum zur Verfügung steht. Wenn dabei bereits von hohen Mieten bei einem Betrag von acht Euro je Quadratmeter gesprochen wird zeichnet sich ab, wohin es mit der Wirtschaftlichkeit für Bauträger geht. Das untere Preissegment liegt bei durchschnittlichen 5,74 Euro je Quadratmeter.


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Da liegt es für jeden Kaufmann auf der Hand, seine Bautätigkeit ins höhere Preissegment zu verlegen, weil  er dort noch halbwegs vernünftige Renditen erzielen kann. Die Steigerungsquote im Neubau von Eigentumswohnungen lag deshalb bei respektablen 42,4 Prozent wogegen der Bau von Mietwohnungen lediglich 10,2 Prozent Steigerung zu verzeichnen hatte.

Reformen der Rahmenbedingungen im Wohnungsbau dringend erforderlich

Würde der Staat seine Aufgabe ernst nehmen, so könnte er auf eine Vielzahl bewährter Instrumente zurück greifen. Die Wiedereinführung der Gemeinnützigkeit wäre ein erster Schritt, gefolgt von einem erweiterten Kreditprogramm zu niedrigen Zinsen.

Eine Entschlackung der Verwaltung und beschleunigte Genehmigungsverfahren könnten ebenso dazu beitragen, wie eine erweiterte Flächennutzung durch Aufstockung in den innerstädtischen Quartieren der Metropolregionen.

Auf Seiten der Verbraucher sollte ebenfalls ein Umdenken statt finden: Sie als Verbraucher haben aktuell praktisch keine Möglichkeiten, die Aufwendungen für Ihr selbstgenutztes Eigentum steuerlich geltend zu machen. Dadurch zahlen Sie selbst etwa das zweieinhalb bis dreifache des Kaufpreises, bis der Kredit getilgt ist und das aus Ihrem Netto-Einkommen.

Würden Sie stattdessen eine Eigentumswohnung erworben haben und diese vermieten könnten Sie die Darlehenszinsen ebenso geltend machen, wie Aufwendungen für Reparaturen und Modernisierungen. Das alles zahlen Sie bei Eigennutzung aus Ihrer Tasche.

Natürlich könnte der Gesetzgeber auch einfach den Steuerabzug für Eigennutzer einführen. Das würde dann auch der EU-Richtlinie zum Grundsatz der allgemeinen Gleichstellung entsprechen.

Es ist klar, dass auch dieses Geld irgendwo herkommen muss.

Nur finden sich in Deutschland eine Vielzahl von Faktoren, die im Vergleich zu anderen Ländern übergewichtet werden, das Geld zum Fenster heraus geworfen wird oder infrastrukturell ungleichmäßig verteilt wird.

21. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.