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Einkommensteuer-Vorauszahlung: Daten, Grenzen, Freibeträge

Für eine Einkommensteuer-Vorauszahlung muss man zuerst einmal Einkommensteuer als Gewerbetreibender gezahlt haben. Erst danach kann das Finanzamt eine Einkommensteuer-Vorauszahlung anfordern. Diese basiert dann natürlich auf den Steuern, die man als Unternehmer zu zahlen hatte.

Die Steuerbehörde geht somit bei ihrer Kalkulation zunächst davon aus, dass das nächste Geschäftsjahr des Betriebs genauso verläuft wie das Jahr zuvor. Aus diesem Grund wird die gesamte gezahlte Einkommensteuer als Vorauszahlung über das Jahr verteilt gefordert. Der Betrag wird durch 4 geteilt und das Ergebnis jeweils am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember eingefordert oder abgebucht.

Einkommensteuer: Sonderausgaben

Als Unternehmer hat man selbstverständlich einige Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken. Viele verschiedene Ausgaben, die man über das Jahr verteilt ansammelt, kann man letztlich auch absetzen. Darunter fallen beispielsweise Unterhaltszahlungen, Kirchensteuer und Spenden.

Des Weiteren kann man auch Kosten geltend machen für Steuerberater, Ausbildung, Kinderbetreuung und außergewöhnliche Belastungen.

Einkommensteuer-Vorauszahlung senken

Sobald abzusehen ist, dass ein Folgejahr weniger erfolgreich sein wird als das Vorjahr, kann man dies dem Finanzamt mitteilen. Das ist insbesondere für Unternehmer wichtig, die deutliche Schwankungen bei ihren Einnahmen und entsprechend bei ihrem Gewinn haben.

So könnten diese sonst in Schwierigkeiten geraten, wenn sie ein schwaches Jahr nach einem erfolgreichen haben. Damit deren Existenz aber nicht gefährdet wird, kann man die Einkommensteuer-Vorauszahlung senken lassen.

Alles, was man dazu machen muss, ist, einen Brief an das Finanzamt zu schicken. Allerdings müssen auch Beweise geliefert werden, warum man plötzlich weniger zu versteuerndes Einkommen hat. Was bei diesem Fall häufig vorkommt, sind Unterhaltszahlungen.

Informiert man die Steuerbehörde, dass man nach einer Scheidung diese Kosten hat, sinkt die Einkommensteuer-Vorauszahlung. Andere Gründe mögen schwerer zu beweisen sein, werden aber auch akzeptiert.

Einkommensteuer-Vorauszahlung

Es gibt eine Grenze, unter der man keine Einkommensteuer-Vorauszahlung machen muss. Sollten die Beträge unter 100 € pro Quartal oder 400 € pro Jahr liegen, muss man nichts zahlen. Dann wird die Steuer letztlich mit der normalen Steuererklärung abgerechnet, ohne dass man zuvor etwas überweisen muss.

So begründet übrigens auch das Finanzamt die Einkommensteuer-Vorauszahlung: Der Steuerzahler soll dadurch nicht übermäßig im Nachhinein belastet werden. Also sorgt man schon im Vorfeld dafür, dass man nicht in Schieflage gerät.

Alternativ könnte man selbst das Geld verwalten und verzinsen lassen, aber diese Möglichkeit besteht hierzulande nicht. In der Schweiz bekommt man zum Beispiel als Ausgleich Zinsen gezahlt auf die zuvor entrichtete Einkommensteuer-Vorauszahlung.

16. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.