MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Alles Wichtige zum neuen Elterngeld

Ihr Kind wird nach dem 01. Juli 2015 geboren? Dann können Sie von dem neuen Elterngeld Plus profitieren. Die Elternzeit kann nun wesentlich variabler gestaltet werden,  ohne dass es zu finanziellen Nachteilen kommt.

Elterngeld Plus ist die Weiterentwicklung von dem bisherigen Elterngeld (Basiselterngeld). Die zahlreichen Veränderungen betreffen die Elternzeit, die gemeinsame Kinderbetreuung und die Förderung der Teilzeittätigkeit. Welche Möglichkeiten ergeben sich hieraus für Eltern, und was müssen sie beachten?

Laufzeit der Elternzeit bei Elterngeld Plus

Beim Elterngeld Plus hat sich die Dauer der Elternzeit gravierend verändert. Waren beim bisherigen Elterngeld nur 12 Monate möglich, so kann die Elternzeit jetzt bis zu 24 Monate betragen. Die Elternzeit verdoppelt sich für jeden Monat, in dem neben der Betreuung eine Teilzeittätigkeit ausgeübt wird.

Ein Beispiel: Für die ersten 6 Monate wählt Frau Klein eine Elternzeit nach dem bisherigen Elterngeld (Basiselterngeld). Danach möchte sie in Teilzeit arbeiten. Die restliche Elternzeit von 6 Monaten wird dann verdoppelt auf 12 Monate. Insgesamt beträgt die Elternzeit 18 Monate (6 + 12 Monate).

So funktioniert der neue Partnerschaftsbonus

Neu bei Elterngeld Plus 2015 ist der Partnerschaftsbonus. Wenn beide Eltern für mindestens 4 Monate die Betreuung gemeinsam übernehmen, verlängert sich die Elternlaufzeit um 4 Monate auf 28 Monate.  Bisher betrug der Partnerschaftsbonus 2 Monate.

Während dieser 4 Monate müssen beide Eltern zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten.  Den Zeitpunkt der gemeinsamen Betreuung können sie selbst festlegen. Alleinerziehende Personen können diesen Bonus ebenfalls erhalten.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Elternzeit Plus nach der dreijährigen Elternzeit

Eltern können die Elternzeit auch in der Zeit vom 3. bis 8. Lebensjahr nehmen. Bei Elterngeld Plus kann diese maximal in 3 Blöcke aufgeteilt werden. Hierbei ist die Zustimmung des Arbeitgebers nicht erforderlich, die Elternzeit muss allerdings 13 Wochen vorher angekündigt werden.

Elterngeld bei Elterngeld Plus

Das Elterngeld beträgt in der Regel 65 bis 67 % vom durchschnittlichen Nettolohn der letzten 12 Monate. Die Obergrenze ist 1.800 €, die Untergrenze 300 €. Entscheiden sich die Eltern für Elterngeld Plus halbiert sich das errechnete Elterngeld. Die Untergrenze beträgt dann 150 €, die Obergrenze 900 €. Die Gesamtsumme des Elterngeldes ist gleich geblieben.

Ein Beispiel: Frau Klein hat ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 2.500 €. Das Elterngeld von 65 % des Nettoeinkommens beträgt  1.625 €. Nach 6 Monaten  nimmt sie eine Teilzeittätigkeit auf, das Elterngeld halbiert sich dann auf 812,50 €. Das Elterngeld für die ersten 6 Monate beträgt jeweils 1.625 €, für die restlichen 12 Monate (6 Monate x 2) beträgt es 812,50 €.

Förderung der Teilzeittätigkeit

Beim Elterngeld Plus können die Eltern ab 2015 in Teilzeit arbeiten.  Das Einkommen aus dieser Teilzeitarbeit verringert das Elterngeld nicht. Die Teilzeittätigkeit darf dabei maximal 30 Stunden pro Woche betragen.

Beispiele 1: Hermine Müller möchte für die ersten 5 Monate Basiselterngeld in Anspruch nehmen, ab dem 6. Monat entscheidet sie sich für Elterngeld Plus. Ihr durchschnittliche Nettolohn beträgt 2.000 €, das Einkommen aus der Teilzeittätigkeit beträgt 800 €.

Das Basiselterngeld beträgt 1.300 € (65 % von 2000 €), beim Elterngeld halbiert es sich auf 650 €. Das Einkommen aus der Teilzeittätigkeit hat keine Auswirkung auf das Elterngeld. Die Elternzeit läuft insgesamt 19 Monate (5 Monate Basiselternzeit + Verdoppelung der restlichen 7 Monate).Frau Müller erhält für die ersten 5 Monate jeweils 1.300 €, für die restlichen 14 Monate jeweils 650 €.

Beispiel 2: Die Eheleute Gerd und Anke Groß entscheiden sich beide für Elterngeld Plus. Anke Groß entscheidet sich für 4 Monate Basiselterngeld, danach gilt Elterngeld Plus. Gerd Groß nimmt während der ersten 4 Monate ebenfalls das Basiselterngeld in Anspruch, für weiter 4 Monate will er Elterngeld Plus beziehen.

Beide betreuen während dieser Zeit das Kind gemeinsam und arbeiten in Teilzeit jeweils 27 Stunden pro Woche. Danach beendet er die Elternzeit. Die durchschnittlichen Nettoeinkommen betragen bei ihm 4.000 €, bei ihr 1.000 €.

Die Elternzeit von Anke Groß dauert insgesamt 24 Monate (4 Monate Basiselterngeld + 16 Monate nach Elterngeld Plus  + 4 Partnerschaftsbonus). Ihr Basiselterngeld beträgt für 4 Monate jeweils 650 €, danach halbiert sich das Elterngeld nach Elterngeld Plus auf jeweils 325 €.

Die Elternzeit von Gerd Groß dauert insgesamt 8 Monate. Das monatliche Basiselterngeld beträgt für 4 Monate jeweils 1.800 € (Höchstbetrag), für die restlichen 4 Monate halbiert es auf 900 €.

Elterngeld Plus: Vorteil Eltern, Nachteil Arbeitgeber?

Der zentrale Punkt bei Elterngeld Plus ab 2015 ist die Förderung von Teilzeittätigkeit während der Elternzeit. Zahlreiche Veränderungen schaffen hierfür die Voraussetzungen. Eltern können nun in Teilzeit arbeiten, ohne dass das Elterngeld sich reduziert. Junge Familien können ihre individuellen Elternzeitmodelle jetzt deutlich besser realisieren.

Elterngeld Plus wird seitens der Arbeitgeber kritisch gesehen. Arbeitgeber bemängeln, dass ihre Interessen kaum berücksichtigt werden. Es gibt auch Nachteile für Eltern: Anspruch auf Teilzeittätigkeit besteht nur, wenn der Betrieb mindestens 15 Mitarbeiten hat. Das neue Elterngeld gilt zudem nur für Kinder, die nach dem 01. Juli 2015 geboren werden.

7. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rudolf Schneider
Von: Rudolf Schneider. Über den Autor

Der gelernte Bankkaufmann beschäftigt sich seit über 30 Jahren eng mit dem Thema Banken, Börse und Finanzen und ist heute als Finanzberater tätig. Seine Leidenschaft gehört dem Thema Börse und dort speziell unterbewerteten Aktien.