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Alles Wissenswerte über Optionen – Teil I

Optionen gehören für viele Anleger zum festen Bestandteil ihres Depots. Doch worum handelt es sich bei diesem Finanzprodukt überhaupt?

Lesen Sie hier alles, was Sie über Optionen wissen müssen: Vom begrenzten Risiko in Teil I bis zur Preisberechnung in Teil II.

Begrenztes Risiko durch begrenzten Einsatz

Anmerkung: Aktien sind nur einer unter vielen Basiswerten, die mit Optionen gehandelt werden können. Optionen gibt es auch auf Devisen, Zinsen, Indices, Rohstoffe, Anleihen und viele weitere Finanzinstrumente. Im weiteren Text sprechen wir stets „beispielhaft“ von Aktien.

Wenn Sie Optionen kaufen, können Sie von den Kursbewegungen einer Aktie mit erheblich weniger Kapitalaufwand profitieren, als wenn Sie direkt in Aktien investieren. Außerdem können Sie nie mehr verlieren als den Kaufpreis für die Optionen. Sie brauchen nie so viel Geld zu investieren wie beim Direktkauf von Aktien.

Folglich können Sie einen großen Teil Ihres Geldes zurückhalten. Dadurch haben Sie immer die Möglichkeit, neue Chancen zu nutzen. „Buy and hold“ hat sicher Berechtigung für langfristig orientierte Anleger.

Dabei geht es aber mehr um Kapitalerhalt für Krisenzeiten als um Gewinn-Erzielung. Denn ein Anteil an einem Unternehmen bleibt ein direktes Miteigentum am Unternehmen. Das ist unabhängig davon, ob wir eine Deflation, Inflation oder gar eine Währungsreform haben.


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Profitieren Sie von der Volatilität des Marktes

Einen Teil Ihres Depots können Sie in Optionen investieren, um von den Marktschwankungen zu profitieren. Wenn Sie glauben, eine Aktie bricht nach oben aus, kaufen Sie eine Call-Option. Die kostet Sie einen Bruchteil des Geldes, den Sie bei einem direkten Kauf der Aktie investieren müssten.

Sie kaufen einen Call, der Ihnen das Recht gibt, aber Sie nicht verpflichtet, den zugrunde liegenden Basiswert während oder am Ende der Laufzeit der Option zum vorbestimmten Preis zu erwerben (Option ausüben).

Wenn der Basiswert steigt, können Sie als Inhaber der Call-Option die Aktien zum Basispreis der Option, also unter dem aktuellen Marktpreis erwerben, wenn der Call „im Geld“ ist. (Ein Call ist „im Geld“, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Basispreis der Call-Option liegt.) Dadurch erzielen Sie Gewinne bei einer Aufwärtsbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes.

Da Sie weniger Geld investieren als beim Direktkauf von Aktien, haben Sie zusätzlich ein geringeres finanzielles Risiko. Typischerweise werden Optionen nicht ausgeübt, sondern Sie verkaufen diese während der Laufzeit und realisieren dadurch den Gewinn. Durch Kauf und Verkauf von Optionen an Stelle von Aktien haben Sie eine deutlich geringere Kapitalbindung.

Hebelwirkung maximiert Gewinne

Diesen Effekt nennt man Hebelwirkung, der wohl bekannteste und zugleich attraktivste Vorteil von Optionen. Anleger, die 10% oder 20% Gewinn mit einer Aktie erzielen konnten, hätten beim Kauf von Optionen auf diesen Wert schnell einen Gewinn von +50% oder + 100% erzielen können.

Gekaufte Optionen bieten eine erhebliche Hebelwirkung beim Gewinn und gleichzeitig ein begrenztes Risiko, wenn Sie mit Ihrer Markteinschätzung falsch lagen. Sobald Sie bei einer Aktie einen Trend erkannt haben, können Sie Optionen nutzen, um Gewinne zu maximieren.

Gewinne im Bullen- und im Bärenmarkt

Erfahrene Trader erzielen Gewinne im Bullen- und im Bärenmarkt (ein „Bulle“ erwartet steigende Kurse, ein „Bär“ erwartet fallende Kurse). Oben habe ich dargestellt, wie Sie bei steigenden Märkten Gewinne erzielen. Bei fallenden Märkten ist es absolut vergleichbar:

Wenn Sie glauben, der Kurs einer Aktie bricht nach unten aus, kaufen Sie eine Put-Option. Sie kaufen einen Put, der Ihnen das Recht gibt, aber Sie nicht verpflichtet, den zugrunde liegenden Basiswert (Aktie) während oder am Ende der Laufzeit der Option zum vorbestimmten Preis zu verkaufen (Option ausüben).

Wenn der Basiswert fällt, können Sie die Aktien an der Börse kaufen und als Inhaber der Put-Option zum Basispreis der Option, also über dem aktuellen Marktpreis verkaufen, wenn der Put „im Geld“ ist. (Ein Put ist „im Geld“, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Basispreis der Put-Option liegt.)

Dadurch erzielen Sie Gewinne bei einer Abwärtsbewegung des zugrunde liegenden Basiswertes. Auch hier üben Sie die Option normalerweise nicht aus, sondern Sie realisieren den Gewinn durch Verkauf der Put-Option.

Somit sehen Sie einen weiteren Vorteil von Optionen: Sie können auch bei fallenden Märkten Gewinne machen, beim direkten Kauf von Aktien ist das nicht möglich.

Bedenken Sie stets: der Hebeleffekt wirkt in beide Richtungen. Bei Fehlentscheidungen sind auch die Verluste „gehebelt“. Allerdings bleibt Ihr Kapitaleinsatz stets relativ gering im Vergleich zu einer Direktanlage.

23. Juli 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.