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Alles Wissenswerte über Optionen – Teil II

Die Investition in Optionen kann sich für viele Anleger lohnen, doch davor sollten Sie sich gut über dieses Finanzprodukt informieren und sich einige wichtige Fragen stellen:

Können Optionskurse manipuliert werden? Worum handelt es sich bei Optionsscheinen? Und welche Faktoren müssen Sie bei der Preisberechnung beachten? GeVestor informiert Sie.

Optionen können im Kurs nicht manipuliert werden

Optionen werden von einer Terminbörse (in Deutschland die Eurex) definiert (nicht von dieser emittiert). Bei einer neuen Option werden der Basiswert, der Basispreis und die Laufzeit sowie Call oder Put festgelegt. Diese Optionen werden in Kontrakten zusammengefasst. Für einen solchen Kontrakt wird noch festgelegt, wie viele Optionen er umfasst (typischerweise 100).

Außerdem werden Marketmaker bestimmt, die für faire An- und Verkaufskurse und ausreichendes Volumensorgen (müssen), damit die Optionen jederzeit gehandelt werden können. Danach kann dieser Kontrakt an der Börse (Eurex) gehandelt werden.


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Stellen Sie sich diese Option zu diesem Zeitpunkt wie einen Vertragsvordruck vor, der noch nicht unterschrieben ist. Wenn sich dann 2 Marktteilnehmer finden (einer kann ein Marketmaker sein, muss es aber nicht), die diese Option kaufen bzw. verkaufen, wird dieser Vertrag mit Leben gefüllt und es gibt erste Umsätze.

Optionen vs. Optionsscheine

Angebot und Nachfrage entscheiden also über den Handel und den Preis, zu dem Kauf und Verkauf von Optionen durchgeführt werden. Im Unterschied dazu werden Optionsscheine von Banken und Wertpapierhäusern emittiert. Beim Handel mit Optionsscheinen handeln Sie im wahrsten Sinne des Wortes gegen die emittierende Bank. Diese Bank kann die Kurse von Optionsscheinen in ihrem eigenen Sinne beeinflussen.

Und im Kleingedruckten ihrer Verkaufsprospekte geben die Banken das sogar zu. Diese Kursmanipulation zu Lasten des Investors ist bei Optionen nicht möglich, da es keine Emittenten gibt.

Optionen haben kein Insolvenzrisiko eines Emittenten

Ein Optionsschein ist eine Inhaberschuldverschreibung. Sie leihen dem Emittenten also Geld, dafür gibt der Emittent Ihnen ein Versprechen (Inhalt des Optionsscheins). Wird der Emittent insolvent, ist das ihm geliehene Geld weg.

Kurz: Ihre in Optionsscheine investierten Gelder sind verloren. Dieses Insolvenzrisiko tragen Sie bei jedem Optionsschein, Zertifikat, CFD oder vergleichbaren Produkt der Emittenten. Optionen werden nicht emittiert. Ein Insolvenzrisiko durch Emittenten gibt es bei Optionen daher nicht!

Darauf müssen Sie bei der Berechnung von Preisen beachten

In diese Berechnungsversuche fließen folgende Faktoren ein: Kurs des Basiswertes, Volatilität, zukünftig erwartete Volatilität, Ausübungspreis, Laufzeit, Dividendenzahlungen bei Aktienoptionen und Zinsniveau. Eine Errechnung zukünftiger Optionspreise ist mit Hilfe von Optionsrechnern möglich. In diesen werden die entsprechenden oben genannten Parameter geschätzt und damit ein theoretischer Kurs hochgerechnet für die Zukunft. In der Praxis entscheiden aber immer Angebot und Nachfrage über den Preis.

Die „weichen Faktoren“ Marktstimmung, Nachrichten und Gerüchte beeinflussen An- und Verkaufspreise von Optionen. Diese „weichen Faktoren“ lassen sich nicht errechnen. Sie fließen in die implizite Volatilität (für die Zukunft erwartete Schwankungsbreite der Kurse) ein.

Wichtigster Einflussfaktor bleibt dabei natürlich der Kursverlauf des zu Grunde liegenden Basiswertes. Alle anderen Faktoren spielen eher eine Nebenrolle, die allerdings nicht unterschätzt werden darf.

Kennen Sie sich gut mit Optionen aus? Dann testen Sie jetzt Ihr Wissen!

23. Juli 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.