von Janne Joerg Kipp

Allzeithoch bei Dax Werten: Potenzial bei Aktien nach Kursverlust sehr

Dax 30% unter Allzeithoch.

Das Allzeithoch bei Dax Werten ist teilweise über 90% entfernt. Diese Verlierer-Aktien sind auf absehbare Zeit chancenlos. Es gibt auch Gewinner - unsere Analyse.

Rekorde über Rekorde - aktuell bei Verlusten im Dax und bei GeVestor Index Werten.

In dieser Woche ist trotz zwischenzeitlicher Erholung der Verlust bei einzelnen Titeln besonders hoch. ThyssenKrupp, RWE und Commerzbank verloren besonders viel - um di e30% seit dem 1. August. 

Vom Allzeithoch sind einige Dax Werte besonders weit entfernt. Commerzbank, Infineon und Deutsche Telekom liegen mehr als 90% unter diesen Marken. Diese Aktien werden das Allzeithoch in absehbarer Zeit nicht mehr sehen. Andere haben mehr Potenzial.

Allzeithoch: ein Potenzialmaßstab

Das Allzeithoch zeigt immerhin an, wie hoch die Börse die Gewinne eines Unternehmens bereits bewertet hat. Demnach müsste ein Unternehmen bei ähnlichen Aussichten wieder in diese Zone(n) kommen können. Infineon und Deutsche Telekom allerdings waren vor 10 Jahren hoffnungslos überbewertet. 

Andere Aktien jedoch sind nach den jüngsten Kursverlusten ebenfalls weit vom Rekord entfernt, haben aber viel Potenzial nach oben. Wir vergleichen die aktuellen Werte und den Abstand zum Rekordhoch für Sie.

Zum ersten Vergleich: der Dax steht etwa 30% unter seinem Allzeithoch. Dessen Potenzial ist bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 9 tatsächlich so hoch wie der Abstand zum Allzeithoch: zumindest 30%.

Auffallend gut: Henkel

Bei der Analyse zu den Zahlen stoßen wir sofort auf Henkel. Die Düsseldorfer sind derzeit gut aus der Krise gekommen und haben zudem seit dem 1. August so wenig verloren wie keine andere Aktie aus dem Dax: weniger als 10% auf das Allzeithoch von knapp 49,00 Euro.

Noch einmal zum Vergleich: ThyssenKrupp, Commerzbank sowie RWE verloren bis dato um die 30%.

Besonders gut ist die Aktie auch bei den Bilanzdaten, die Sie auf die üblichen Henkel-Daten beziehungsweise  die Branche beziehen können. Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) 2012 wird 11,5 betragen, die Dividendenrendite ungefähr 2,5%. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) liegt bei 2,3. 

Ebenfalls günstig ist die Aktie von BMW. Der Autobauer liegt um 25% unter dem Allzeithoch und hat ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7,4. Das KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) beträgt etwa 1,4. Die Dividendenrendite wird 4,5% ausmachen. Ebenso günstig ist Volkswagen mit knapp 28% unter dem Allzeithoch.

Verlierer werden es nicht mehr schaffen

Die Top-3-Verlierer gegenüber dem Allzeithoch werden es jedoch nicht mehr schaffen, dieses in absehbarer Zeit zu erreichen. Für Sie die "Flop-5", da die Nummer vier und die Nummer fünf deutlich besser sind.

  • Commerzbank: - 93,73% - nicht kaufen
  • Infineon: - 92,76% - nicht kaufen
  • Deutsche Telekom: -90,32% - nicht kaufen
  • Allianz: -82,31% - kaufen
  • Münchener Rück: -75,91% - kaufen

GeVestor meint: Die Aktien von Allianz und Münchener Rück sind zwar ebenfalls weit von ihrem Allzeithoch entfernt. Nach den jüngsten Kursverlusten aber sind die Titel weit unter ihrem Potenzial. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) signalisieren klare Einstiegskurse. Das Allzeithoch der Aktien spielt hier keine Rolle.

 
 
Bildquelle: Gina Sanders - Fotolia

Autor:

Janne Joerg Kipp

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage. Aktuelle Hinweise und Empfehlungen zur Vorsorgeoptimierung erhalten Unternehmer und Entscheider im kostenlosen Newsletter Wirtschaft Vertraulich.