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Als Vermieter den Verbrauch für Heizkosten / Warmwasserkosten ermitteln

Der Verbrauch wird einmal im Jahr in der Wohnung der Mieter abgelesen. Als Vermieter haben Sie einen Anspruch auf Zutritt zu den Mieträumen, um die Erfassungsgeräte abzulesen bzw. durch den Mitarbeiter einer Wärmemessdienstfirma ablesen zu lassen.

Die Mieter können erwarten, so die Gerichte, dass der Ablesetermin ein bis zwei Wochen vorher angekündigt wird. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie als Vermieter selbst ablesen oder eine Wärmemessdienstfirma damit beauftragen.

Im Vermietungsalltag hat es sich bewährt, einen für alle Mieter sichtbaren Aushang im Eingangsbereich des Hauses anzubringen und zusätzlich Mitteilungskarten in sämtliche Briefkästen zu werfen.

Die Mieter sind zur Duldung der Ablesung verpflichtet.

Die dort geregelte Duldungspflicht des Mieters erstreckt sich über die Montage der Erfassungsgeräte hinaus auf alle im Zusammenhang damit stehenden Maßnahmen – von der ersten Besichtigung durch die beauftragten Handwerker über die Anbringung, die teilweise auch die Verlegung elektrischer Leitungen notwendig machen kann, bis hin zur jährlichen Ablesung einschließlich des Austausches und der Funktionskontrolle der Geräte.


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Wird ein Mieter beim Ablesetermin nicht angetroffen, muss ein zweiter Termin durchgeführt werden. Dass die Ermittlung des Verbrauchs nicht möglich ist, kann dem Mieter erst nach der zweiten erfolglosen Ankündigung als Verschulden angelastet werden. Reagiert er dann immer noch nicht, macht er sich schadenersatzpflichtig.

Achtung: Der Schaden umfasst nicht nur die Kosten einer weiteren Ablesung durch einen Mitarbeiter der Wärmemessdienstfirma.

Hinzu kommen auch etwaige Kürzungsbeträge, zu denen die übrigen Mieter berechtigt sind, wenn mangels Ablesung in einer Wohnung keine ordnungsgemäße Ablesung stattfinden kann und der Verbrauch deshalb geschätzt werden muss.

Über die Ablesung wird ein Protokoll gefertigt. Darin werden die abgelesenen Werte eingetragen. Die Richtigkeit bestätigen die Mieter mit ihrer Unterschrift. Ein Mieter, der das Ableseprotokoll unterzeichnet hat, kann später nicht mehr einwenden, dass die Werte nicht korrekt abgelesen sind.

Was Wärmemessdienstfirmen vom Vermieter erwarten

Damit die Wärmemessdienstfirma in Ihrem Auftrag die Heizkostenabrechnungen erstellen kann, ist sie naturgemäß auf Informationen angewiesen, die sie nur von Ihnen erhalten kann. Auch wenn jede Wärmemessdienstfirma ihre eigene Vorgehensweise entwickelt hat, so ist doch folgendes Prozedere allgemein üblich:

Gegen Ende des Abrechnungszeitraums erhalten Sie für Ihr(e) Mietobjekt(e) eine individuell ausgedruckte Mieterliste und Vordrucke für die Kostenaufstellung. In die Mieterliste tragen Sie die von den Mietern geleisteten Vorauszahlungen und die Daten eines etwaigen Mieterwechsels ein. In dem mitgelieferten Vordruck werden die Brennstoffmengen und -kosten sowie die Heiznebenkosten mit den jeweiligen Rechnungsdaten erfasst.

Die Wärmemessdienstfirma kann die Abrechnung erstellen, sobald ihr die von Ihnen vervollständigte Mieterliste nebst Kostenaufstellung und das Ableseprotokoll ihres Mitarbeiters vorliegen.

Sämtliche Daten werden dabei zunächst auf ihre Plausibilität geprüft. Weichen Werte vom allgemeinen Durchschnitt extrem ab oder werden andere Unplausibilitäten festgestellt, erhalten Sie als Vermieter darüber mit den Abrechnungsunterlagen eine detaillierte Mitteilung.

Sie erhalten je Wohnung beziehungsweise Laden/Büro eine Einzelabrechnung, die Sie vor der Weitergabe an Ihre Mieter überprüfen können.

Achtung: Zusätzlich erstellt die Wärmemessdienstfirma Ihnen noch eine Gesamtabrechnung mit der Auflistung der Kosten aller Mieter. Diese Abrechnung ist für Ihre Unterlagen bestimmt. Dadurch erhalten Sie einen guten Überblick über die Kostenentwicklung in Ihren Mietobjekten.

19. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.