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Altbauten: Nachrüstungsverpflichtungen gemäß EnEV

Durch die Novelle der EnEV, die EnEV 2009, stiegen die energetischen Anforderungen an Neubauten.

Daneben bestehen weiterhin verschiedene Nachrüstpflichten bei Bestandsgebäuden und zusätzlich bei baulichen Veränderungen.

Diese Nachrüstungsverpflichtungen haben Sie:

Austausch alter Heizkessel: keine Ausnahmen mehr

Bis spätestens zum 31.12.2006 mussten Heizkessel ausgetauscht werden, die vor dem 01.10.1978 installiert wurden. Wurde der Brenner der Anlage nach dem 01.11.1996 erneuert, konnte mit dem Austausch der Anlage bis Ende 2008 gewartet werden.

Durch die EnEV 2009 wurden alle bisher geltenden Ausnahmen von der Austauschverpflichtung für Heizkessel von vor 1978, die für die meisten selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhausbesitzer galten, aufgehoben.

In allen anderen Gebäuden mussten bereits bis zum 01.01.2009 alle Heizkessel ausgetauscht werden, die vor dem 01.01.1978 aufgestellt worden waren.

Leitungen in unbeheizten Räumen sind zu dämmen

Außerdem waren bis zum 31.12.2006 Wärme- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen in unbeheizten Räumen zu dämmen.

Auch hier sollen nun in allen Ein- und Zweifamilienhäusern bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen bis 01.01.2012 mit einem Mindestwärmeschutz versehen werden.

Mindestwärmeschutz für begehbare Geschossdecken

Nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken von beheizten Räumen sollten bis zum 31.12.2006 so gedämmt werden, dass der U- Wert 0,30 Watt nicht überschreitet.

Bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume sollen nun bis 01.01.2012 mit einem Mindestwärmeschutz versehen werden (U-Wert: 0,24).


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Alternativ kann stattdessen das darüberliegende Dach gedämmt werden. Ab 2012 müssen auch begehbare Geschossdecken gedämmt werden.

Frist für Nachtspeicherheizungen

Elektrische Speicherheizsysteme – sogenannte Nachtspeicherheizungen – müssen nun in Wohngebäuden ab 6 Wohneinheiten und normal beheizten Nichtwohngebäuden bis spätestens 31.12.2019 außer Betrieb genommen werden, sofern diese in Wohngebäuden das einzige Heizsystem darstellen bzw. in Nichtwohngebäuden mehr als 500 m Nutzfläche beheizen.

Ab 1990 aufgestellte oder eingebaute Geräte dürfen noch länger in Betrieb bleiben. Eine Ausnahme sieht die EnEV auch vor, wenn der Austausch unwirtschaftlich wäre oder das Gebäude mindestens den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung (WSVO) von 1995 entspricht.

Hierfür müssten der Bauantrag nach dem 01.01.1995 gestellt worden oder seitdem eine Sanierung erfolgt sein.

Hinweis: Bei diesen Vorgaben handelt es sich um unbedingte Nachrüstungsverpflichtungen, weshalb ein Mieter grundsätzlich mindern darf, wenn der Vermieter sie nicht ordnungsgemäß erfüllt.

Das sind Ihre Nachrüstungsverpflichtungen bei baulichen Veränderungen

Lassen Sie an einem bestehenden Gebäude wesentliche Änderungen vornehmen, müssen diese so ausgeführt werden, dass die in der EnEV vorgeschriebenen Energiewerte (Jahresprimärenergiebedarf) um nicht mehr als 40% überschritten werden.

Wesentliche Veränderungen sind hierbei Änderungen an:

  • Außenwänden,
  • Fenstern,
  • Außentüren,
  • Decken, Dächern und Dachschrägen,
  • Wänden und Decken, die an unbeheizte Räume oder an das Erdreich grenzen,
  • einer sogenannten Vorhangfassade, also einer am Gebäude angebrachten Konstruktion zum Schutz vor Witterungseinflüssen.

Ohne bauliche Veränderungen kein Minderungsrecht

Aus den bedingten Anforderungen der EnEV folgt für Sie als Vermieter nur dann eine Verpflichtung zu weiteren Maßnahmen, wenn Sie die genannten baulichen Veränderungen vornehmen.

Sind die energetischen Werte der Immobilie ungünstig, haben Ihre Mieter kein Recht zur Minderung, weil die energetische Eigenschaft der Immobilie derjenigen bei Beginn des Mietverhältnisses entspricht.

Die bedingte Nachrüstungsverpflichtung entfällt außerdem bei kleinen baulichen Veränderungen von weniger als 20% der betroffenen Bauteilflächen.

EnEV 2009 fordert noch sparsamere Gebäude

Fazit: Die EnEV 2009 sieht vor, dass Gebäude gegenüber der EnEV 2007 noch sparsamer im Energiebedarf sein müssen. Die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf von Neubauten wurde durchschnittlich um 30% gesenkt.

Für größere bauliche Änderungen an der Hülle von Bestandsgebäuden (z. B. Dach, Fassade, Fenster) wurden die Anforderungen an die verwendeten Bauteile erhöht.

Nach einer Sanierung müssen der Jahres-Primärenergiebedarf eines Gebäudes nun um 30% geringer und die Gebäudehülle um 15% besser gedämmt sein als bisher.

18. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.