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Alternde Bevölkerung: Das müssen Sie als Immobilieninvestor beachten

Die deutsche Bevölkerung altert zusehends.

Das liegt zum einen an der niedrigen Geburtenrate, die inzwischen im Durchschnitt auch von der Zahl der Zuwanderer nicht ausgeglichen werden kann.

Zum anderen erreichen die Menschen in unserem Land dank hohen Lebensstandards und einer guten medizinischen Versorgung ein immer höheres Lebensalter.

Das statistische Bundesamt hat in einer Pressekonferenz Mitte November 2009 über seine Erhebungen zur Bevölkerungsstatistik folgende Zahlen bekannt gegeben:

Aktuell besteht die Bevölkerung in Deutschland

  • zu 19% aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren,
  • zu 61% aus 20- bis unter 65-Jährigen und
  • zu 20% aus 65-Jährigen und Älteren.

Diese Zusammensetzung, so lautet die Prognose des Statistischen Bundesamts, wird sich aber bereits in den kommenden 2 Jahrzehnten deutlich zugunsten der älteren Menschen verschieben:

Schon im Jahr 2030 werden die 65-Jährigen und Älteren rund 29% der Bevölkerung ausmachen.

Im Jahr 2060 wird jeder Dritte (34%) ein Alter von 65 oder mehr Jahren haben.

Rund 14% Hochbetagte im Jahr 2050

Im Übrigen wird der Anteil der Hochbetagten (80 Jahre oder älter) an der Bevölkerung besonders stark steigen:

Im Jahr 2008 waren es etwa 5% der Bevölkerung (rund 4 Millionen).

Im Jahr 2050 werden es rund 14% (mehr als 10 Millionen) sein.

Das bedeutet: Jeder 7. wird ab dem Jahr 2050 80 Jahre und älter sein.

Damit wird es ab diesem Zeitpunkt in etwa so viele Hochbetagte wie Unter-20-Jährige geben. Eine Entwicklung, die sich auf vielfältige Weise auf dem Immobilienmarkt niederschlagen kann.

Was das für Sie als Immobilieneigentümer bedeutet

Anders als auf die Veränderung der reinen Populationszahl können Sie als Vermieter auf die veränderte Zusammensetzung der Bevölkerung sehr viel besser reagieren. Sie können beispielsweise Ihr Angebot speziell auf die Wohnbedürfnisse älterer Menschen ausrichten.


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Als Vermieter sollten Sie konsequent die immer größer werdende Nische des barrierefreien Wohnens besetzen und ausbauen.

Zudem zeigen Studien: Ältere Menschen bevorzugen kleinere Wohnungen – zum einen aus Kostengründen, zum anderen aber auch wegen des geringeren Aufwands beim Putzen und Aufräumen der Wohnung.

Barrierefreies Wohnen ist ein Zukunftstrend für Vermieter

Unser Tipp: Sehen Sie sich die Immobilien in Ihrem Bestand an. Welche eignen sich besonders für ältere Menschen? Das sind etwa Wohnungen, die ebenerdig liegen oder die bequem mit einem Lift zu erreichen sind.

Auch Bungalows sind für ältere Menschen gut geeignet. Achten Sie allerdings ebenfalls darauf, diese senioren- und behindertengerecht auszustatten.

Fachleute sprechen hier von „barrierefreiem“ Wohnen, also einem Wohnen ohne Hindernisse.

Bei ohnehin anstehenden Renovierungsarbeiten und Umbauten sollten Sie Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigen. So haben sich bereits jetzt viele Handwerker auf barrierefreies Wohnen spezialisiert.

Bäder werden beispielsweise so ausgestattet, dass sie ohne Weiteres auch mit dem Rollstuhl befahrbar sind. Es gibt spezielle unterfahrbare Waschbecken, die für diesen Zweck geeignet sind, ebenso Einstiegshilfen für Badewannen.

Oft werden Toiletten und sanitäre Einrichtungen mit zusätzlichen Haltegriffen versehen. Einzelne Treppenstufen innerhalb einer Wohnung können Sie durch Rampen ersetzen.

Fördermittel für barrierefreien Umbau

Die für barrierefreies Wohnen erforderlichen Umbaumaßnahmen sind zwar nicht ganz billig; aber es gibt dafür staatliche Hilfen in Form von Zuschüssen und zinsgünstigen Förderkrediten.

Die einzelnen Fördermaßnahmen von Bund, Ländern und bestimmten Kommunen finden Sie im Internet unter der Adresse: www.foerderdatenbank.de.

Dort erfahren Sie,

  • welche Maßnahmen es gibt,
  • wer zum Kreis der Förderberechtigten gehört,
  • wo und wie Sie die benötigten Mittel beantragen und
  • was Sie sonst noch beachten müssen, um in den Genuss der Förderung zu kommen.

foerderdatenbank.de findet geeignete Fördermaßnahmen

Wenn Sie die Adresse www.foerderdatenbank.de in Ihren Internet-Browser eingeben, stoßen Sie zunächst auf eine Eingabemaske.

Um diejenigen Förderprogramme zu finden, die speziell für Ihre Bauvorhaben geeignet sind, grenzen Sie die Suche am besten folgendermaßen ein:

Unter der Rubrik „Fördergebiet“ geben Sie zweckmäßigerweise Ihr Bundesland ein.

Unter „Förderberechtigte“ klicken Sie auf „Privatpersonen“. Wenn Sie gewerblich vermieten, kann Sie auch ein Klick auf „Unternehmen“ zu den entsprechenden Fördermaßnahmen führen.

Wählen Sie unter „Förderbereich“ dann den Menüpunkt „Wohnungsbau & -modernisierung“.

Die „Förderart“ sollten Sie dagegen nicht weiter eingrenzen. Es sei denn, Sie wollen sich nur Förderdarlehen oder nur Zuschüsse anzeigen lassen.

Es empfiehlt sich zusätzlich die Eingabe des Begriffs „barrierefrei“ oder „behindertengerecht“ in das unten stehende Suchfeld. Schon liefert Ihnen die Datenbank einen umfassenden Überblick über vorhandene Förderprogramme.

Achten Sie als Immobilieninvestor auf seniorengerechte Infrastruktur

Wenn Sie eine Mietimmobilie kaufen möchten, achten Sie darauf, dass die gesamte Infrastruktur und Umgebung älteren Bewohnern gerecht wird. Beantworten Sie vor einem Kauf beispielsweise folgende Fragen:

  • Sind Ärzte und Apotheken in der Nähe?
  • Ist das nächste Krankenhaus gut erreichbar?
  • Gibt es notfalls „Essen auf Rädern“?
  • Sind nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten vorhanden?
  • Ist das Objekt gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen?
  • Ist das Haus oder die Wohnung ohne steile Außentreppen bequem zugänglich?

Besser kurze, flache Außentreppen

Zum letzten Punkt: Beachten Sie, dass nur kurze, flache Außentreppen problemlos mit rollstuhlgerechten Rampen überbrückt werden können.

Lange, steile Außentreppen sind dagegen nicht nur für Rollstuhlfahrer ein Hindernis, sondern für alle Bewohner mit Gehbehinderung. Sie können draußen – anders als bei Innentreppen – nicht einfach einen Treppenlift einbauen.

Wenn Sie bei Ihren Immobilieninvestments auf solche Details achten, sind Sie für die Zukunft besser gerüstet.

3. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.