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Altersarmut: Anteil der Männer steigt rasant

Beim Thema Altersarmut standen für lange Zeit Frauen im Fokus von Medien und Politik, aber auch immer mehr Männer zählen zu den Betroffenen. Die von Dr. Norbert Blüm 1986 im Wahlkampf geäußerten Worte „Die Rente ist sicher“ gelten auch heute noch, müssen allerdings um zwei Worte ergänzt werden: „Die Rente ist sicher nicht genug“.

Wie sieht die Lage heute aus, was bringt die Zukunft und was kann „Mann“ tun um der Falle Altersmut zu entkommen?

Altersarmut die Sachlage für Männer und Frauen

Im Alter nicht genug Geld zum Leben zu haben ist eine schreckliche Vorstellung, die heute schon für viele Deutsche Realität ist. Eine Veröffentlichung des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik (PDF-Dokument) vom November 2013 zeigt die nackten Zahlen. So erhielten im Jahr 2011 436.00 Personen über 65 Jahren zusätzlich zur gesetzlichen Rente Grundsicherung vom Staat und befinden sich somit in Altersarmut. Das entspricht 2,9%. Weit mehr Menschen dieser Altersgruppe, rund  15,3%, sind armutsgefährdet.

Eine Untersuchung des Spiegel über den Zeitraum 2003 bis 2013 zeigt auf wie Männer mehr und mehr von Altersarmut betroffen sind. So stieg die Zahl der altersarmen Frauen um 61% an, bei den Männern hingegen sind es erschreckende 129%.

In Zukunft werden noch mehr Männer von Altersarmut betroffen sein

Mit dem Gesetz zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung, kurz dem RV-Nachhaltigkeitsgesetz (PDF),  vom 21. Juli 2004 wurde beschlossen das Rentenniveau bis 2030 auf 43% abzusenken. Dies wird dazu beitragen, dass auch immer mehr Männer mit dem Beginn ihrer Rente unter die Armutsgrenzen sinken.

Auch sind die Zeiten vorbei in denen „Mann“  45 Jahre als Vollbeschäftigter in die Rentenkasse eingezahlt hat sind für viele vorbei. Teilzeitarbeit und Phasen der Erwerbslosigkeit mindern den Rentenanspruch.

Risiko der Altersarmut für Selbstständige

Künftig werden vermehrt Freiberufler und selbstständige Kleinunternehmer dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt sein. Viele klassische Handwerksbetriebe finden keinen Nachfolger und so bleibt der erhoffte Erlös aus dem Verkauf des Unternehmens aus, mit dem der eigene Lebensstandard gesichert werden sollte.

Hinzu kommen die unzähligen Freiberufler und Selbstständigen, die sich als Einzelunternehmer mehr schlecht als recht durchs Leben schlagen. Während der „aktiven“ Zeit reicht das Einkommen für Miete, Essen und den ein oder anderen Urlaub, aber die private Altersvorsorge kommt oft zu kurz. Die Folge ist, dass mit dem Eintritt ins Rentenalter ein „Aufhören“ oftmals mit dem Abrutschen in die Armut verbunden ist.

Nur wer selber für seine „Rente“ sorgt ist sicher

Es ist Eigeninitiative gefragt um im Alter auf der sicheren Seite zu sein. Eine der Möglichkeiten ist es die staatlichen Förderungen im Rahmen der Riester-Rente in Anspruch zu nehmen. Doch hier  heißt es Vorsicht walten zu lassen, die Riester-Rente ist nicht für jeden geeignet. Hohe Gebühren führen bei einer frühzeitigen Vertragsauflösung oft zu Verlusten.

Eine einfache Möglichkeit für eine „Zusatzrente“ vorzusorgen bieten Zielsparpläne. Hierbei wird in aktiv gemanagte  Fonds investiert, welche eine ordentliche Rendite bei guter Risikoabsicherung bieten. Unnötige Kosten können durch Fondssparpläne ohne Ausgabeaufschlag vermieden werden.

Eine höhere Rendite lockt bei der direkten Anlage in Aktien, allerdings ist hier auch das Risiko höher und es erfordert etwas Wissen um die Märkte. Ob mit Hilfe von Sparplänen oder durch direktes Anlegen am Aktienmarkt, nur wer sich selber um seine finanzielle Zukunft kümmert wird das Rentnerdasein wirklich genießen können.

1. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.