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Altersarmut – ein Problem in ganz Europa

Eine Vielzahl junger Menschen schiebt die Altersvorsorge auf die lange Bank. Aktuelle Zahlen belegen jedoch, wie wichtig eine finanzielle Vorsorge ist.

Laut Statistischem Bundesamt erhielten am Ende des Jahres 2013 rund 500.000 Menschen ab 65 – etwa 3 % aller deutschen Rentner Rentner – die so genannte Grundsicherung. Die OECD hat mit Daten aus 2010 erhoben, dass hierzulande bei den Über-65-Jährigen die Gefährdungsquote für Altersarmut bei 10,5 Prozent liegt.

Dabei ist Deutschland in dieser Statistik noch nicht einmal europäischer Spitzenreiter. In Griechenland oder Spanien sind diese Zahlen noch dramatischer. In Frankreich (5,4 %) sind alte Menschen laut OECD vergleichsweise wenig von Altersarmut bedroht.

LandAnteil
Griechenland15.8%
Spanien12.5%
Österreich11.3%
Italien11.0%
Deutschland10.5%
Vereinigtes Königreich8.6%
Frankreich5.4%

Altersarmut im europäischen Vergleich – Beurteilung der Daten

Die veröffentlichten Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Sie richten sich nach dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen des jeweiligen Landes. Manche Experten gehen darüber hinaus – beispielsweise für Großbritannien – davon aus, dass die Situation noch problematischer ist.


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Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung sind die staatlichen Rentenleistungen in Großbritannien nur relativ niedrig, so dass der Schwerpunkt in erster Linie auf Zusatzleistungen liegt. Gegenüber Krisen an den Kapitalmärkten und Fehlentscheidungen von Fondsmanagern sind diese jedoch extrem anfällig. Da dies in allen Mitgliedsstaaten der EU unterschiedlich ist, ist jede einzelne Situation pauschal schwer zu beurteilen.

Was aber in allen europäischen Staaten gleich ist: Am schwierigsten ist die Situation bezüglich Altersarmut für Frauen. Trotz aller Gleichstellungsbemühungen klafft die Lohnschere zwischen Frauen und Männern noch immer weit auseinander. Durchschnittlich erhalten Frauen in der EU 17 % weniger Lohn und damit später auch deutlich weniger Rente.

Gründe für Altersarmut in Europa

Die europäischen Sozialsysteme stehen unter immer größerem Druck. Schuld daran ist vor allem die demografische Entwicklung in den Mitgliedsstaaten – immer weniger Beschäftigte zahlen in die Sozialkassen ein.

Daneben verschärfen Wirtschafts- und Finanzkrisen das Problem, da sie die Zahl der Arbeitslosen in die Höhe schießen lassen. Inzwischen droht vielen Menschen in Europa nach der Beendigung des Arbeitslebens nicht nur der soziale Abstieg, sondern auch die wirtschaftliche Gefährdung ihrer Existenz.

Auswege aus der drohenden Altersarmut

Wie viele Politiker in Europa immer wieder betonen, verschärfen wirtschaftlichen Krisen in der Gemeinschaft die Lage der von Armut bedrohten Menschen.

Junge Menschen können der Abwärtsspirale nur entgehen, wenn sie zusätzlich zu der gesetzlichen Rentenversicherung auch privat für das Alter vorsorgen. Dies kann zum Beispiel in Form von langfristigen Aktien-Investments geschehen. Auch staatlich geförderte Produkte wie die Riester-Rente können je nach individueller Situation interessant sein.

Darüber hinaus sind aber auch die Regierungen in der Pflicht. Neben Zusatzleistungen zur gesetzlichen Rente müssen in ganz Europa Maßnahmen ergriffen werden, die Beschäftigung von älteren Menschen zu fördern.

1. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.