MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Altersarmut: Frauen tragen das höchste Risiko

Die Altersarmut in Deutschland nimmt immer weiter zu. Das ist eine Tatsache, die fast täglich in der Zeitung zu lesen ist. Besonders viele Frauen sind von dem sprunghaften Anstieg betroffen. Die Fakten zeigen: „Frau“ muss handeln um der Armutsfalle im Alter zu entkommen.

Altersarmut bei Frauen: Die Fakten heute

Ende 2012 haben rund 465.000 Rentner die sogenannte Grundsicherung im Alter in Anspruch genommen. Das sind zusammen mit der Rente ca. 700,00 € im Monat und weit mehr als die Hälfte der Bezieher sind Frauen.

Noch erschreckender sind die Zahlen, die im Rahmen einer Bundestagsdebatte im Dezember 2012 veröffentlicht wurden.  Demnach betrug die Durchschnittsrente für Frauen im Jahr 2011 541,00 €. Rund 3,36 Millionen Frauen erhielten in 2011 nur eine Rente von 250,00€ oder weniger, weitere 1,85 Millionen Frauen hatten nur eine Rente zwischen 250,00 € und 450,00 € zur Verfügung.

Altersarmut bei Frauen im Osten (noch) nicht so hoch

Frauen, die in der ehemaligen DDR aufwuchsen, sind nicht ganz so häufig von Altersarmut betroffen wie Frauen, die in Westdeutschland geboren wurden. Bedingt durch die „Vollbeschäftigung“ in der DDR haben viele Frauen aus Ostdeutschland einen vollen Rentenanspruch. Allerdings ist dieser meist auch nur knapp über der Armutsgrenze. In kommenden Generationen wird sich dieser Effekt durch die höheren Arbeitslosenquoten im Osten der Republik umkehren

Minijobs helfen nicht gegen die Altersarmut

Viele Frauen, die in ihrem Leben einen Teilzeitarbeitsplatz oder einen Minijob hatten, überschätzen oft den damit erwirtschafteten Rentenanspruch. Eine Berechnung der IG-Metall hat ergeben, dass durch einen Minijob nur ein Rentenanspruch von 3,11 € pro Beitragsjahr erzielt wird. Selbst nach 45 Beitragsjahre würde so nur eine Rente von 140,00€ im Monat zur Verfügung stehen. Zudem sind Teilzeitbeschäftigte und Minijobber oftmals von Programmen zur betrieblichen Altersvorsorge ausgeschlossen.

Nur Eigeninitiative kann vor Altersarmut schützen

Die gesetzliche Rente alleine reicht nicht aus, um einen angemessenen Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können.  Gerade Frauen, bei denen oftmals Erziehungszeiten und ein geringeres Lohnniveau für eine schlechtere Ausgangslage als bei Männern sorgen, müssen sich selber um den rechtzeitigen Vermögensaufbau kümmern. Die staatlichen Förderungen durch die Riester-Rente  bringen nicht für jeden einen Vorteil, daher ist hier eine individuelle Überprüfung notwendig.

Fondssparpläne lassen sich schon mit Kleinbeträgen ab 25,00 € pro Monat ansparen. Durch die Auswahl eines Fondssparplans ohne Ausgabeaufschlag werden die Kosten gedrückt und die Rendite erhöht. Über einen längeren Zeitraum und mit Hilfe des Cost-Average-Effekts kann so ein ordentliches Vermögen für den Ruhestand geschaffen werden.

Eine höhere Rendite ist mit dem Investment direkt in Aktien zu erzielen. Schon mit einigen Grundlagen für das Risikomanagement lässt sich die Verlustgefahr begrenzen.  Bei den Zinsen die auf ein normales Sparkonto gezahlt werden, kann nur der Wechsel vom Sparer zum Anleger zu einem gesicherten Ruhestand führen.

1. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.