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Altersarmut: Mit diesen Auswirkungen müssen Sie rechnen

Altersarmut gibt es bereits heute und sie wird in den nächsten Jahren massiv ansteigen. Davon werden zum Beispiel auch die heute 30- bis 50-jährigen betroffen sein. Ursachen sind das zukünftig sinkende Rentenniveau, brüchiger gewordene Erwerbsbiografien und die Zunahme von Billigjobs.

Dabei bringt Altersarmut Auswirkungen mit sich, wie eine eingeschränkte Lebensqualität, reduzierte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, gesundheitliche Probleme und eine niedrigere Lebenserwartung. Um diese Auswirkungen zu vermeiden, ist private Altersvorsorge heute wichtiger denn je.

Das Problem der Altersarmut

Der demografische Wandel bewirkt, dass immer weniger Erwerbstätige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, gleichzeitig aber die Anzahl der Rentner zunimmt.

In der Folge sinkt das Rentenniveau, die Altersgrenze für Rentner steigt und immer mehr Rentner müssen auf die Grundsicherung zugreifen, weil ihre gesetzliche Rente nicht zum Leben reicht. Durch diese Entwicklungen steigt insgesamt die Altersarmut und diese hat Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen.

Auswirkungen der Altersarmut auf die Lebensqualität

Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, kann sich keinen hohen Lebensstandard leisten. Ein Großteil der Ausgaben fällt für Fixkosten wie Miete, Nebenkosten und Krankenversicherung an und für Konsumzwecke steht dann nur wenig Geld zur Verfügung.

Zum Teil fehlt bereits das Geld für gesunde Lebensmittel und für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Deshalb leben arme Menschen oft einsam und zurückgezogen. Das schränkt insgesamt die Lebensqualität enorm ein.

Auswirkungen auf Gesundheit und Lebenserwartung

Untersuchungen zeigen, dass die Anzahl chronischer Erkrankungen sowie von psychischen Störungen, wie zum Beispiel Depressionen, bei armen Menschen deutlich größer ist als in anderen Bevölkerungsschichten.

Hinzu kommt, dass von Armut Betroffene Angebote der medizinischen Versorgung und gesundheitsfördernde Angebote weniger nutzen als andere. Ein Grund hierfür sind die oft erforderlichen Zuzahlungen für Medikamente und Hilfsmittel.

So kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung 2012 zu dem Ergebnis, dass Personen aus wohlhabenden Haushalten in Deutschland im Alter von 65 Jahren eine höhere Lebenserwartung haben als Personen mit niedrigem Einkommen. Die Differenz beträgt bei Männern immerhin 5 Jahre und bei Frauen 3,5 Jahre.

Wie Sie sich vor Altersarmut schützen können

Da die gesetzliche Rente in Zukunft immer weniger ausreichen wird, um seinen Lebensbedarf im Alter finanzieren zu können, ist private Altersvorsorge während der Berufstätigkeit heute wichtiger denn je.

Dafür in Frage kommende Vorsorgeprodukte gibt es viele, zum Teil sogar mit staatlicher Förderung. Aber egal, ob Sie sich für einen Banksparplan, eine private Rentenversicherung oder ein Investment in Aktien entscheiden: Hauptsache, Sie tun etwas für Ihre private Altersvorsorge. So sorgt man dafür, dass man im Alter nicht in Armut leben muss und von den Auswirkungen der Altersarmut betroffen sein wird.

26. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.