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Altersarmut: Wie sie entsteht und wie Sie vorbeugen können

Eigentlich ist das Thema Altersarmut nichts, worüber sich Berufstätige in jungen Jahren schon Gedanken machen wollen. Jedoch ist es unerlässlich schon früh über die Altersvorsorge nachzudenken, da das Thema Altersarmut mehr und mehr zum sozialen Problem der Zukunft wird. Auch in den Medien und in Verbänden wird Altersarmut immer mehr thematisiert, wodurch ein Druck auf die Politik entsteht, die aber wenig unternimmt. Altersarmut immer mehr thematisiert.

Altersarmut gilt als ein soziales Problem der Zukunft

Experten gehen davon aus, dass sich schon im Jahr 2024 die Quote der Altersarmut in Deutschland vervierfacht haben wird. Dabei ist aber nicht die absolute Zahl das Erschreckende, sondern der konstante Zuwachs. Zum Ende des Jahres 2012 konnten in Deutschland 465.000 Menschen nicht von ihrer Rente leben und mussten zusätzlich Leistungen aus der Grundsicherung in Anspruch nehmen. Rechnet man die dauerhaft Erwerbsunfähigen noch hinzu, von denen ebenfalls viele auf Zuschüsse aus der Grundsicherung angewiesen sind, dann waren es 2012 sogar 900.000 Menschen, denen ihre Rente nicht reichte. So viele wie nie zuvor.

Im Jahr 2011 lag die Anzahl der Personen, die von Altersarmut betroffen sind noch 6,6 % darunter, im Vergleich zu 2005 betrug der Anstieg sogar 35,6 %. Die Rentenpolitik begünstigt die Entstehung von Altersarmut noch: Im Jahr 2013 lag der durchschnittliche Zahlbetrag von Altersrenten in den alten Bundesländern bei gerade einmal 714 €. Das ist weniger als die Grundsicherung, die im Alter vorgesehen ist.

Warum Niedriglöhne die Entstehung von Altersarmut begünstigen

Einer der Gründe für die leeren Rentenkassen ist der wachsende Niedriglohnsektor in Deutschland. Einen Niedriglohn zu erhalten bedeutet, eine gesetzlich zulässige Bezahlung unterhalb des durchschnittlichen Lohnniveaus oder unterhalb von Tariflöhnen zu bekommen. Deutschland ist das Land mit dem zweitgrößten Niedriglohnsektor in Europa, nur in Litauen erhalten mehr Menschen einen Niedriglohn. Dieser Umstand trägt dazu bei, dass das Thema Altersarmut immer mehr zum Problem wird, da die Rentenkassen nicht genug gefüllt werden.

Das Wachstum des Niedriglohnsektors befeuert die Entstehung einer Ungleichheit in Deutschland, wodurch die Schere zwischen Arm und Reich wächst. In Deutschland zahlt nicht jeder für seine eigene Rente ein, sondern für die Generation, die gerade in Pension ist. Deshalb ist es ein großes Problem, wenn in der Zukunft nicht mehr genügend Beiträge eingezahlt werden. Die Renten werden wahrscheinlich nicht mehr ausreichen und Berufstätige, die in 20, 30 Jahren in Pension gehen, müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

In Anbetracht der Entwicklung ist davon auszugehen, dass dieser Betrag in Zukunft auch noch weiter ansteigen wird. Zuletzt, im Januar 2016, wurden die Beiträge für die Grundsicherung von 399 auf 404 Euro pro Monat erhöht.

So bekämpfen Sie Altersarmut bevor sie entsteht

Um der Armut im Alter vorzubeugen, gibt es eigentlich nur ein Mittel: Private Vorsorge. Berufstätige sollten schon früh über den Abschluss von privaten Renten- oder Lebensversicherungen nachdenken und ihr Geld in Anleihen oder Sparkonten investieren. Allerdings bieten Sparkonten aufgrund von Inflation und niedrigen Zinsen kaum Möglichkeiten, Geld sinnvoll zu vermehren.

Jeder muss für sich die beste Möglichkeit finden, Geld zu sparen. So ist der Handel mit Aktien oder Wertpapieren nicht für jedermann geeignet, da auch immer ein gewisses Risiko damit verbunden ist. Ansparpläne, Fonds und besondere, gut ausgewählte Aktien sind aber für jeden ein guter Weg, selbst schon früh für das Alter vorzusorgen.

26. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.