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Altersgerechtes Wohnen – Ein Zukunftsmarkt

Dass Wohnraum knapp ist, wird angesichts der Flüchtlingskatastrophe in diesem Jahr immer deutlicher. Und doch fehlt es nicht nur an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Außerdem sollten Vermieter und Investoren im Hinterkopf behalten: Auch Senioren stellen ganz spezifische Anforderungen an ihre Wohnungen – und diese erfüllen bislang nur die wenigsten Immobilien.

So muss das Ergebnis einer Umfrage, die die TAG Immobilien AG in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt durchgeführt hat, auch niemanden verwundern: In Deutschland hapert es noch gewaltig an der Verfügbarkeit seniorengerechter Wohnangebote.

Mieter wünschen mehr Barrierefreiheit

Im Rahmen der Untersuchung waren 1.000 ältere Mieter befragt worden. Knapp die Hälfte (48 Prozent) meinte, die Eigentümer ihrer Mietwohnungen und Mietshäuser engagierten sich nicht genug in Sachen Barrierefreiheit. Ungefähr ebenso viele gaben an, dass ihnen Fahrstühle fehlten.


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Aber nicht nur die eingebaute Infrastruktur ist offenbar maßgeblich dafür, ob sich eine Wohnung für Senioren eignet oder nicht sondern auch kleine Maßnahmen.

So wünschen sich die Senioren in Mietwohnungen zum Beispiel auch mehr Engagement ihres Vermieters in Vereinen oder Organisationen zur Nachbarschaftshilfe, bei Telefonketten oder sonstigen Netzwerken. Ebenso gefragt sind Freizeitangebote und Hilfsleistungen beim Einkaufen.

Kernfrage: Werden entsprechende Angebote bezahlt?

Man kann selbst sehen: Die Wunschliste der Senioren ist lang, was die Verbesserung ihrer Wohnsituation in Mietwohnungen angeht. Eine wichtige Frage, die sich Vermieter, Verwalter oder Immobilien-Investoren jedoch stellen sollten, kann die Studie jedoch nicht beantworten: Können sich entsprechende Angebote auch finanziell lohnen?

Es wäre wohl zu kurz gegriffen, hier nur die Zahlungsbereitschaft der betroffenen älteren Mieter unter die Lupe zu nehmen. Denn man sollte stets bedenken: Wenn jemand wirklich etwa unter einer Gehbehinderung leidet und aus diesem Grund einen Treppenlift braucht, dann springt auch die Kranken- und Pflegekasse mit ihren Leistungen ein.

Insofern können Vermieter im Bedarfsfall durchaus überlegen, wie die Wohnungen für ältere Menschen barrierefrei gestalten können. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich das später einmal bezahlt macht.

Auch die Infrastruktur ist wichtig

Genauso wichtig erscheint es aber, eine Art ideelle Infrastruktur zu schaffen. Also die jeweiligen Objekte beispielsweise in ein Netzwerk von Wohlfahrtsverbänden oder Vereinen zu integrieren, die sich um Seniorenhilfe und Pflegeangebote kümmern.

Manchmal genügen auch kleinere bauliche Veränderungen wie Rollstuhlrampen, beidseitige Treppengeländer oder bodengleiche Duschwannen, um eine Wohnung für Senioren überhaupt attraktiv zu machen.

Wenn man solche Projekte in Angriff nehmen möchte, dann kann man sicher sein: Die Objekte sind für den steigenden Bedarf in der Zukunft bestens gerüstet! Und man bietet so etwas für einen Markt an, der künftig sogar noch wachsen wird: Der für barrierefreien Wohnraum, in dem sich Ältere wohl und sicher fühlen.

4. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.