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Altersvermögensgesetz: Anbieterwechsel kann Kosten verursachen

Ein Blick auf die demographische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zeigt schon seit mehr als drei Jahrzehnten einen deutlichen Trend: Die deutsche Bevölkerung schrumpft ständig.

Berechnungen zufolge wird es im Jahr 2050 mehr als doppelt so viel alte wie junge Menschen geben. Diese ernüchternde Altersentwicklung bietet wohl jedem Bundesbürger Anlass zur Sorge, inwieweit sein Lebensabend tatsächlich finanziert wird.

Das Altersvermögensgesetz sorgt vor: Private Altersvorsorge als zweites Standbein

Seit dem 1. Januar 2002 unterstützt der Gesetzgeber Arbeitnehmer, die auch auf privatem Wege für ihre Rente vorsorgen. Das Altersvermögensgesetz (AVmG) bietet zwei unterschiedliche Wege zum eigenverantwortlichen Sparen: Die kapitalgedeckte Sparen und die betriebliche Altersvorsorge.

Bei der kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge kann mithilfe der Riester-Rente und die Rürup-Rente gespart werden. Die Entgeltumwandlung ermöglicht dem Arbeitnehmer Teile des Gehalts im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für die Rente anzulegen.

Zusätzlich lockt das Gesetz den Arbeitnehmer mit entsprechenden Steuervergünstigungen.

Das Altersvermögensgesetz: Anbieterwechsel leicht gemacht – die Riester-Rente

Bei der Riester-Rente ist ein Anbieterwechsel sehr einfach möglich. Die Kündigung eines bestehenden Riester-Vertrages ist jederzeit und ohne große Hürden möglich, wenn das angesparte Kapital in einen neuen Riester-Vertrag übertragen wird.

Bevor man sich jedoch entscheidet, ob man den Anbieter wechselt, sollte man den bestehenden Vertrag und das neue Angebot genau prüfen. Die einzigen Kosten, die bei einem Anbieterwechsel entstehen, sind die Wechselgebühren, die sich in einer Größenordnung von etwa 50 bis 150 € bewegen.

Das Altersvermögensgesetz: Anbieterwechsel bei der Rürup-Rente birgt Nachteile

Im direkten Vergleich mit der Riester-Rente sind Rürup-Sparer eindeutig im Nachteil. Zwar lassen die gesetzlichen Regelungen einen Anbieterwechsel zu, allerdings nur dann, wenn der Vertrag den Wechsel eindeutig vorsieht.

Ein weiterer Minuspunkt: Die Höhe etwaiger Gebühren für den Anbieterwechsel der Rürup-Rente muss der Versicherer nicht vor Vertragsschluss bekanntgeben.

Wer also wechseln will, auf den kann unter Umständen eine böse Überraschung zukommen. Zusätzlich warten auf den Altersvorsorgesparer weitere Kosten. Für den neuen Rürup-Vertrag werden in der Regel zusätzliche Kosten bei Vertragsabschluss fällig.

Die Entgeltumwandlung: Betriebsrente trotz Jobwechsel

Mit der Vorsorge über den Chef spart der Arbeitnehmer nicht nur Steuern, sondern auch Sozialabgaben. Per Entgeltumwandlung werden Teile des Gehalts in einen Vorsorgevertrag eingezahlt.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Frage nach der Mitnahme der Betriebsrente beim Jobwechsel. Dazu wird entweder der alte Vertrag unmittelbar vom neuen Arbeitgeber übernommen und weitergeführt, oder der bisher angesparte Vertragswert wird auf eine neue Police beim neuen Chef übertragen.

Private Altersvorsorge: Der Vergleich lohnt sich

Gerade heutzutage wird die private Altersvorsorge immer wichtiger, um im Alter finanziell nicht im Regen zu stehen. Manch einer hat sich vielleicht voreilig für eine Ansparform entschieden und hinterher über einen Anbieterwechsel oder gar eine Kündigung nachgedacht.

Es lohnt sich daher durchaus hin und wieder den eigenen Vertrag zur privaten Altersvorsorge zu prüfen und mit anderen Anbietern zu vergleichen.

10. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.