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Amortisationsrechnung: Photovoltaik-Anlage – wann sie Gewinn abwirft

Die Amortisationsrechnung für eine Photovoltaik-Anlage ist aus mathematischer Sicht keine große Schwierigkeit. Denn sie folgt einem simplen Schema.

Zur Amortisation von Solarstromanlagen (finanziell und energetisch) gibt es zahlreiche Berechnungen, deren Ergebnisse aufgrund von Systemdaten, Einnahmen und Ausgaben weit auseinander liegen.

Amortisationsrechnung – mit Photovoltaik-Anlage Geld verdienen

Bei einer überschlägigen Wirtschaftlichkeitsrechnung für eine Photovoltaik-Anlage werden die Ausgaben und Einnahmen des ersten Betriebsjahres erfasst und über die Nutzungsdauer als gleichbleibend angenommen.

Um Aussagen über die zu erwartende Wirtschaftlichkeit einer geplanten Photovoltaik-Anlage treffen zu können, müssen einige Zahlen ermittelt werden.

Dazu gehören Einspeisungsertrag und die Ersparnis durch den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms. Die Ergebnisse sind abhängig von der Größe der Photovolataik-Anlage und vom individuellen Stromverbrauch.

Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik-Anlagen wird seit dem Jahr 2000 durch das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) geregelt.

Die Höhe der Einspeisevergütung ergibt sich zum einen aus der Anlagengröße und zum anderen aus dem Inbetriebnahme-Zeitpunkt. Der bei Inbetriebnahme vereinbarte Vergütungssatz bleibt für 20 Jahre unverändert und garantiert.

Für das Erreichen des Amortisationszeitpunkts einer Photovoltaik-Anlage spielt das Datum der Inbetriebnahme eine nicht unwesentliche Rolle.

Um die Amortisationszeit einer Photovoltaik-Anlage zu berechnen, kann man statische und dynamische Verfahren der Amortisationsrechnung anwenden.

Da die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert ist, kann eine über diesen Zeitraum geführte Amortisationsrechnung neben Aussagen zum Amortisationszeitpunkt außerdem Angaben zur Wirtschaftlichkeit machen.

Mehr zum Thema: Photovoltaik im Privathaushalt

Statische Verfahren als einfache Vergleichsverfahren

Statische Verfahren sind einfache pragmatische Vergleichsverfahren. Sie werden häufig angewendet, nicht selten für Werbungszwecke. Zeitliche Unterschiede beim Entstehen von Einnahmen und Ausgaben werden nicht berücksichtigt.

Meist wird nur ein verkürzter Betrachtungszeitraum gewählt. Außerdem wird vernachlässigt, dass ein Geldbetrag in der Zukunft mehr wert sein kann, wenn er ständig Zinseinnahmen erzeugt.

Bei langfristig angelegten Investitionen wie im Bereich Solarenergie kommt es häufig auf Zeiträume von 10 bis 20 Jahren an. Komplexe dynamische Verfahren tragen dem zeitlichen Verlauf der Investitionsvorgänge genauer Rechnung.

Übersteigen die Einnahmen erstmals die Investitions- und laufenden Betriebskosten, ist der Amortisationszeitpunkt erreicht. Ab diesem Zeitpunkt produziert die Anlage gewinnbringend Strom. Lediglich die laufenden Betriebskosten reduzieren Gewinne.

Mehr zum Thema: Produktion von Solarzellen und Solarmodulen

Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen – Amortisationszeitpunkt ermitteln

Eine Photovoltaik-Anlage verursacht Anschaffungskosten, einschließlich weiterer Nebenkosten von Montageleistungen bis zu Abnahmegebühren.

Zu den laufenden Betriebskosten werden unter anderem gerechnet: Photovoltaik-Versicherung, Wartung und Reparaturen und gegebenenfalls Zinszahlungen bei Kreditfinanzierung.

Die Einnahmen resultieren aus dem zu erwartenden Stromertrag und der Einspeisevergütung (garantiert für 20 Jahre ab Betriebsbeginn). Unter Umständen können weitere rückzahlungsfreie Subventionen durch Energieversorger und Staat die Einnahmeseite positiv beeinflussen.

Kann bei der Investition in eine Photovoltaik-Anlage auf einen Kredit verzichtet werden, beträgt die Amortisationszeit ungefähr 9 bis 11 Jahre. Durch eine Kreditaufnahme verschiebt sich der Zeitpunkt der Amortisation um bis zu 5 Jahre.

Einer Amortisationsrechnung der Photovoltaik-Anlage sollten die jeweils zutreffenden Vergütungsvarianten (Eigenverbrauch und Direktvermarktung eingeschlossen) zugrunde gelegt werden.

Steigt die Eigenverbrauchsquote, verringert sich die Amortisationszeit.

29. Mai 2013

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Thomas Detlef Bär
Von: Thomas Detlef Bär. Über den Autor

Thomas Detlef Bär ist diplomierter Ökonom. Seit einigen Jahren ist er als Autor rund um den Bereich Finanzen aktiv. Dabei hat er sich auf Ratgeber- und Wissensbeiträge spezialisiert. Lesern möchte er Fakten zur Vertiefung des eigenes Wissen vermitteln und gleichzeitig zu neuen Überlegungen anregen.