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Anlage AV bei privater Altersvorsorge beachten

Der Aufbau einer freiwilligen privaten Altersversorgung oder betrieblichen Altersversorgung wird vom Staat mit verschiedenen Maßnahmen und Zulagen gefördert. Als Beispiel ist die sogenannte Riester-Rente zu nennen.

Diese steuerliche Förderung kann jedoch nur in Anspruch genommen werden, sofern auch eine Beantragung erfolgt. Wer von dem staatlichen Förderprogramm also profitieren möchte, sollte in jedem Fall den Zulagenantrag und die Anlage AV in der Steuererklärung ausfüllen.

Anlage AV: Vorteil nicht verschenken

Für die Inanspruchnahme der staatlichen Förderung zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge reicht es aus, wenn im Laufe des Veranlagungszeitraumes begünstigte Altersvorsorgebeiträge gezahlt wurden. Man ist mit dieser Maßnahme dann „unmittelbar begünstigt“, den Sonderausgabenabzug zu erhalten.

Das Finanzamt kann jedoch natürlich erst dann reagieren, wenn die staatliche Förderung auch beantragt wird. Um eine Auseinandersetzung mit der Anlage AV kommt also kein Antragsteller herum.

Anlage AV zur Steuererklärung

Die Anlage AV ist Teil der Steuererklärung. Sie dient der Erfassung der Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben nach § 10a EStG.

Steuerpflichtige können laut diesen Paragrafen Sonderausgaben in Höhe von bis zu 2.100 € steuerlich absetzen, sofern diese nicht zu den Werbungskosten oder Betriebsausgaben gezählt werden. So können auch Beiträge zur freiwilligen privaten Altersvorsorge im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerfrei gestellt werden.

Diese Steuerfreiheit greift hingegen nicht, wenn über den Zulagenanspruch bereits eine Förderung erhalten wurde, die vom Wert genauso hoch ausfällt wie der Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug der Anlage AV. Die Überprüfung des Anspruchs auf Steuerentlastung wird vom Finanzamt automatisch durchgeführt. Es entscheidet, welche Förderung für den Berechtigten günstiger ausfällt.

Einwilligung zur Datenübermittlung nicht vergessen

Eine wichtige Voraussetzung für die Berücksichtigung der Altersvorsorgebeiträge im Rahmen des zusätzlichen Sonderausgabenabzugs ist es, dass die Beiträge dem Finanzamt übermittelt werden dürfen.

Dem Anbieter des Altersvorsorgevertrages muss eine Einwilligung darüber vorliegen. Ansonsten kann die Finanzverwaltung das Recht auf den Sonderausgabenabzug nicht geltend machen.

Gesonderter Anspruch beider Ehepartner

Der Sonderausgabenabzug kann von beiden Ehepartnern (bei Zusammenveranlagung) beansprucht werden, sofern sie auch zu dem Kreis begünstigter Personen zählen. Falls der Höchstbetrag des Sonderausgabenabzugs von einem Partner nicht ausgeschöpft wird, besteht jedoch nicht die Möglichkeit, die Differenz auf den Ehepartner übertragen zu lassen.

Ist nur ein Ehepartner unmittelbar begünstigt, finden die übermittelten Altersvorsorgebeiträge des nur mittelbar begünstigten Partners Berücksichtigung. Und zwar insoweit, als das der Höchstbetrag der Sonderausgaben und die Zulagen des unmittelbar begünstigten Partners noch nicht ausgeschöpft wurden.

Zu beachten ist also vorrangig eines: Nutzen Sie die Möglichkeiten der Steuerersparnis beim Aufbau einer freiwilligen privaten Altersvorsorge durch die Anlage AV zur Steuererklärung.

8. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.