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Anlage und Umlaufvermögen – das ist der Unterschied

Verschiedene Vermögensgegenstände werden unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Abkürzungen AV und UV ergeben sich jeweils daraus.

Was zählt als Anlagevermögen?

Zum Anlagevermögen zählen grundsätzlich alle Wertanlagen, die langfristig sind. Was also mehrere Jahre einem Unternehmen helfen soll, wird als Anlage deklariert. Laut §247 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) geht es bei dem Anlagevermögen um Gegenstände, die dafür bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Dabei unterteilt sich das Anlagevermögen in drei Bereiche: Finanzanlagen, Sachanlagen und immaterielle Vermögensstände. Im Prinzip geht es hierbei um alle Gebrauchsgüter, die man weiterhin verwenden kann.

Anlagevermögen: Beispiele

Jedes Unternehmen hat zahlreiche Position als Anlagen. Darunter fallen vor allem Maschinen oder Grundstücke, die der Konzern gekauft hat.

Gibt es ein Büro oder Geschäft, muss man dessen Ausstattung ebenfalls dazuzählen. Darüber hinaus werden auch noch Konzessionen, langfristige Geldanlagen sowie der Geschäftswert als Anlage gewertet.

Aus Anlagevermögen Anlageintensität berechnen

Hat man die einzelnen Werte für das Anlagevermögen aufgeschlüsselt, kann man die Anlageintensität berechnen. Diese ist letztlich der Anteil der Anlagen am Gesamtvermögen. Die Berechnung für die Anlageintensität sieht folgendermaßen aus:

Anlageintensität = Anlagevermögen / Gesamtvermögen

Somit lässt sich auf einen Blick erkennen, wie viel Kapital langfristig investiert und gebunden ist. Das wäre bei einer hohen Anlageintensität der Fall. Ist die Anlageintensität niedrig, dann ist das Unternehmen zu kurzfristigen Investitionen in der Lage und kann flexibler agieren.

Was zählt als Umlaufvermögen?

Das Umlaufvermögen ist – wie der Name schon erahnen lässt – immer in Bewegung. Gegenstände, die zum Umlaufvermögen zählen, sind meist nur kurze Zeit im Unternehmen. Danach werden sie entweder verkauft oder verbraucht bzw. verwertet. Im Gegensatz zum Anlagevermögen handelt es sich demnach beim Umlaufvermögen um Verbrauchsgüter.

Dazu zählen kurzfristige Geldanlagen sowie Vermögensgegenstände mit hoher Fluktuation. Eingeteilt wird das Umlaufvermögen in liquide Mittel, Forderungen, Vorräte, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände.

Umlaufvermögen: Beispiel

Produziert ein Unternehmen, so sind insbesondere die Rohstoffe und Betriebsstoffe zum Umlaufvermögen zu zählen. Dazu kommen fertiggestellte Produkte, Forderungen aus getätigten Verkäufen sowie Barbestände und Schecks. Besitzt die Firma Anteile an anderen Unternehmen, fließen diese auch in das Umlaufvermögen mit ein, genauso wie geleistete Anzahlungen.

Umlaufvermögensintenstität berechnen

Ähnlich wie die Anlageintensität berechnet man die Umlaufvermögensintensität:

Umlaufvermögensintenstität = Umlaufvermögen / Gesamtvermögen

Auch hier kann man anhand der Intensität schnell erkennen, wie groß der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen darstellt.

Anlage und Umlaufvermögen: Fazit

Anlage und Umlaufvermögen sind beides wichtige Bestandteile eines Unternehmens. Es gilt jedoch die Unterschiede genau zu kennen, damit die einzelnen Position korrekt aufgelistet sind.

Als Faustregel kann man sich merken: Umlaufvermögen ist in Bewegung, wird verkauft oder verbraucht. Anlagevermögen ist dagegen etwas Festes, in das man investiert hat, um es weiterhin zu nutzen. Der Schlüssel in der Unterscheidung liegt beim Verbrauch (Umlaufvermögen) bzw. Gebrauch (Anlagevermögen).

5. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.