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Gewerbeordnung: Sachkunde bei Finanzanlagevermittlern nötig

Durch die Neueinführung des §34f in der Gewerbeordnung zum 1. Januar 2013 verschärft der Gesetzgeber die regulatorischen Anforderungen an deutsche Anlageberater und -vermittler.

Neben der bisher bereits geprüften persönlichen und wirtschaftlichen Zuverlässigkeit, werden nun daneben weitere Anforderungen gestellt.

Neue Erfordernisse für Anlageberater

Dabei müssen zukünftig die folgenden Nachweise erbracht werden:

  • persönliche Zuverlässigkeit
  • geordnete Verhältnisse
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Registereintrag
  • Kenntnisse und Fertigkeiten

Letztere können dabei wahlweise durch Berufspraxis oder durch eine Sachkundeprüfung nachgewiesen werden.


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Mehr unter: Anlageberater: Sachkunde erfordert Qualifizierung

Sachkundeprüfung oder Alte-Hasen-Regelung

An den Nachweis mittels Berufspraxis, man spricht hier auch von einer sogenannten „Alten-Hasen-Regelung“, sind allerdings enge Voraussetzungen geknüpft.

Um von der Sachkundeprüfung befreit zu werden, muss man bereits seit dem 1.1.2006 als selbstständiger Berater tätig gewesen sein.

Dies war durch eine Erlaubnis nach dem bisherigen §34c der Gewerbeordnung möglich.

Außerdem muss man für die vollständige Zeit lückenlose Prüfberichte vorweisen können, die nach §16 der Makler- und Bauträgerverordnung gefordert wurden.

Für seine Angestellten muss der Arbeitgeber bestätigen, dass der Arbeitnehmer seit dem Stichtag ununterbrochen als Finanzanlagenvermittler oder -berater tätig gewesen ist.

Mehr dazu: Anlageberatung: Zulassungspflicht wird eingeführt

Prüfberichte stellen Schwierigkeit dar

Gerade aber mit dem lückenlosen Nachweis der Prüfberichte haben viele Berufspraktiker ihre Schwierigkeiten, wurde dies doch von den zuständigen Stellen in der Vergangenheit bestenfalls stichpunktartig überprüft.

Daher kommt für viele doch nur die Ablegung der Sachkundeprüfung mit der damit in der Regel verbundenen theoretischen Vorbereitung durch einen Lehrgang in Frage.

Der neue §34f der Gewerbeordnung unterteilt die Finanzanlagevermittlung in drei Teilbereiche. Je nach dem, in welchem dieser Teilbereiche der Anlagevermittler tätig ist oder zukünftig tätig werden will, benötigt er hierfür einen auf das Fachgebiet bezogenen Sachkundenachweis.

Die Teilbereiche sind:

  • Investmentfonds
  • Anteile an geschlossenen Fonds in Form einer Kommanditgesellschaft
  • sonstige Vermögensanlagen im Sinne des §1 des Vermögensanlagengesetzes

Es kann damit für jeden einzelnen Teilbereich eine separate Erlaubnis oder eine Gesamterlaubnis für alle Teilbereiche beantragt werden. Dies gilt sowohl für selbstständige, wie auch für angestellte Finanzanlagevermittler.

Übergangsregelung

Bisherige Inhaber von 34c-Erlaubnissen können dabei eine Übergangsregelung in Anspruch nehmen.

Nach Inkrafttreten des neuen §34f haben sie sechs Monate Zeit, die neue Erlaubnis zu beantragen, danach erlischt ihre bisherige Erlaubnis als Finanzanlagevermittler automatisch.

Eine Ausnahme bietet bei dieser Übergangsregelung die Sachkunde. Diese muss gegenüber der zuständigen Behörde erst innerhalb von zwei Jahren erbracht werden.

Sie können weitere Informationen zu den neuen Regeln und den Möglichkeiten der Zertifizierung bei uns kostenlos anfordern.

Mehr zum Thema: 34f Gewerbeordnung: Zulassungspflicht bei Anlageberatung

14. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Knut Einfeldt
Von: Knut Einfeldt. Über den Autor

Knut Einfeldt ist geschäftsführender Gesellschafter der TUTOR-CONSULT GmbH, Neumünster. Die TUTOR-CONSULT befasst sich als Unternehmensberatung unter anderem seit über 10 Jahren mit dem Consulting und der Qualifizierung von Finanzdienstleistern.