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Anlageberatung: Zu häufige Umschichtungen mindern den Gewinn

Direkt oder indirekt sind Anlageberater meistens daran interessiert, Ihr Depot möglichst häufig umzuschichten.
Die Umschlagshäufigkeit ist eine Art Maßzahl, die bei manchen Banken sehr genau im Auge behalten wird.

Denn mit jeder Transaktion sind für die Bank Gebühreneinnahmen verbunden.

Ein Anlageberater, der Ihr Anlagevolumen im Laufe eines Jahres nur 1-mal umschichtet, hat im Allgemeinen einen schweren Stand. Es gibt Berater, die dies ohne weiteres 3- bis 4-mal oder noch häufiger im Jahr bewerkstelligen ohne dass die Performance Ihres Depots dadurch besser aussieht.

Denn die anfallenden Gebühren nagen an Ihren Erträgen. Ihre Verluste sind in diesem Fall freilich die Gewinne der Bank und des Beraters, die an jeder Umschichtung verdient.

GeVestor-Tipp

Seien Sie immer besonders hellhörig, wenn Ihr Anlageberater Ihnen den Ausstieg aus einer Position vorschlägt, um sogleich neue Wertpapiere zu erwerben.

Erst wenn Ihnen wirklich einsichtig geworden ist, dass das neue Wertpapier ein sehr viel höheres Kurspotential aufweist als das alte, sollten Sie Ihre Zustimmung dazu geben.


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Zögern Sie in solchen Fällen auch nicht, sich eine zweite Meinung einzuholen oder sich im Internet über die Qualität der neuen Wertanlage zu erkundigen. Handeln Sie vor allem nicht vorschnell und lassen Sie sich nicht zu etwas drängen, was Sie später bereuten könnten.

Prüfen Sie Ihre Auszüge

Prüfen Sie einmal anhand Ihrer Auszüge, wie oft Ihr Depot in den letzten 12 Monaten umgeschlagen wurde. Dazu brauchen Sie nur die Umsätze, die im vergangenen Jahr durch Käufe und Verkäufe angefallen sind, durch die Höhe des durchschnittlichen Depotvermögens zu teilen.

Wenn Ihr Depotbestand beispielsweise bei 100.000 Euro liegt und die getätigten Umsätze bei 400.000 Euro, wurde Ihr Depot im Laufe des Jahres 4-mal umgeschlagen.

Wenn dies Zahl der Umschichtungen höher als 2 oder 3 ist, sollten Sie Ihren Anlageberater zur Rede stellen und in Zukunft für Abhilfe sorgen.

Möglichkeit zur Klage

Falls Sie klar nachweisen können, dass Ihr Depot nicht aus sachlichen Gründen, sondern mit Blick auf höhere Provisionseinnahmen des Beraters oder der Bank unverhältnismäßig häufig umgeschichtet worden ist, haben Sie sogar die Möglichkeit, ihn wegen eines solchen verbotenen „churnings“ zu verklagen.

Einer derartigen Strategie sind Sie vor allem durch Berater am Grauen Kapitalmarkt ausgesetzt, die Ihr Geld an der Terminbörse „verwalten“. Dabei wird es Ihnen allerdings nur sehr schwer gelingen, den Nachweis zu führen, dass diese oder jene Umschichtung unnötig gewesen ist.

Denn dann müssten Sie ja die gegebene Lage an den Börsen genau kennen und verfolgen können, was für Sie als Privatanleger in aller Regel nicht möglich sein wird.

15. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.