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Interview: Alternativer Markt für Start-up-Beteiligungen

Nicht alle Träume sind mit dem Neuen Markt geplatzt. Es gibt sie noch, die innovativen Gründer mit dem Mut, Wachstumsstories jenseits der traditionellen Wirtschaft zu erzählen.

Die Berliner Crowdinvesting-Firma Bergfürst hat eine Plattform geschaffen, diese mit – ebenso mutigen – Investoren zusammenzubringen. Das Versprechen: Jedes Investment hat einen Bezug zur Realwirtschaft.

Und: Die Plattform ist nicht der Neue Markt 2.0. Dafür spricht auch, dass Anleger seit neuestem über Bergfürst auch in Immobilien investieren können.

Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und ist somit selbst noch so etwas wie ein Start-up. Marcus Schult fragte Finanzchef Steffen Schmalz im Gevestor-Gespräch, was denn das Besondere an Bergfürst sei.

Klicken Sie auf den roten, runden “Play”-Button, um das Interview zu hören.

Das komplette Interview als Textversion

GeVestor: Was ist das Besondere an Bergfürst?

Steffen Schmalz: Das Besondere ist, dass wir die einzige Crowdfunding-Plattform in Deutschland sind, die Bafin-lizensiert ist, die auch einen Sekundärmarkt anbietet, wo man also die Aktien, die man bei uns kauft, oder auch später Genussscheine im Immobilienbereich, bei uns auf der Plattform auch wieder veräußern kann, sich somit auch von seinem Investment wieder trennen kann.


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Das ist das Besondere an unserer Plattform, und darüber hinaus, dass wir uns letztendlich auch an Gesellschaften wenden, die schon in der Wachstumsphase sind und nicht unbedingt in der Seed-Phase, und damit auch eine andere Risikoklasse darstellen.

GeVestor: Was heißt das für den Anleger? Welcher Anleger ist denn bei Ihnen richtig gut aufgehoben?

Schmalz: Bei uns ist eigentlich der Anleger gut aufgehoben, der risiko-affin ist, aber auch finanz-affin, der also interessiert ist in diesen Themen.

Wir möchten uns an Anleger wenden, die selbstbestimmt sind und sagen, sie gehen nicht nur zu ihrem Berater bei der Bank, der ihnen provisionsgetriebene Produkte anbieten möchte, sondern bei uns ist es so, dass sich der Anleger selbst die Informationen bei uns auf der Seite zieht.

Er kann sich vollumfänglich über das Unternehmen informieren, kann auch Fragen direkt an das Unternehmen stellen und somit selbstbestimmt anlegen.

GeVestor: Wenn man jetzt die Assets anschaut, wie würden Sie den Markt einschätzen? Ist da viel los? Gibt es da derzeit in Deutschland eine Art Entwicklungsphase? Kommen jetzt erste Gründer in diese Wachstumsphase, wo man sagt, da boomt es? Oder ist das doch eher ein stagnierender Markt?

Schmalz: Ich würde da nicht von einem stagnierenden Markt sprechen, sondern von einem wachsenden Markt, also nicht unbedingt boomend. Wir leiden in Deutschland noch ein bisschen unter den Nachwehen des Neuen Marktes.

Ich glaube, dass viele jetzt doch weiter denken und auch aus dem angelsächsichen Raum lernen, Chancen zu sehen, frühzeitig in solche Unternehmen, die doch gutes Wachstumspotenzial bieten, investieren zu können, auch in diesem frühen Stadium. Ich glaube, das wird immer positiver aufgenommen, und dass dieser Markt wachsen wird.

GeVestor: Das heißt, wer Geld verdienen will, muss natürlich die entsprechenden Projekte bei Ihnen finden. Wo finden Sie die Projekte?

Schmalz: Wir betreiben einen recht aufwendigen Research-Aufwand. Wir haben unseren Funnel, unseren Trichter, wo oben hunderte von Unternehmen reinkommen, die angeschaut und geprüft werden. Im nächsten Stadium werden Gespräche geführt und Unterlagen angeschaut.

Letztendlich wählen wir diejenigen aus, bei denen wir sehen, dass eine relativ große Chance besteht, dass das ein nachhaltiges Geschäftsmodell ist. Wir wollen nicht unbedingt den Neuen Markt nachspielen.

GeVestor: Wie machen Sie das dem Anleger transparent?

Schmalz: Wir machen es in dem Sinne transparent, dass es bei uns eine Wertpapier-Prospektpflicht gibt, also ein Bafin-geprüftes Prospekt, das bei uns veröffentlicht wird im Zuge der Emission. Es gibt eine Equity Story, in der noch mal zusammengefasst das Geschäftsmodell sowie der Business-Plan dargelegt werden und das Management vorgestellt wird.

Da kann sich der Anleger relativ kompakt über das Unternehmen informieren. Er kann Fragen direkt stellen über unsere Seite. Und es gibt einen Webcast, also ein Live-Interview, zum Beginn der Emission, wo auch noch einmal Fragen gestellt werden können und wo sich die Firma noch mal vorstellt.

9. Juli 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.