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Anlegerschutz in Deutschland: der doppelte Boden

Der Anlegerschutz in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert.

Ein umfassendes Schutzpaket soll Investoren hierbei vor Betrug und Übervorteilung schützen.

In Wahrheit drohen ihnen an den weltweiten Börsen jedoch weiterhin Milliardenverluste aufgrund von unseriösen Anbietern – und das alljährlich.

Davon sind all jene Personen betroffen, die ihr Geld – in welcher Form auch immer – an der Börse anlegen, sei es als Aktionär, Anleihegläubiger, Fondsinhaber oder ähnliches.

Diese Gefahren bestehen schon seit Beginn des Handels.

Anlegerschutz in Deutschland seit den 70ern

Der Begriff „Anlegerschutz“ wurde in Deutschland erstmals 1975 verwendet.

Ein Jahr später empfahl der Deutsche Juristentag die Einführung von gesetzlichen Regeln, um die Sicherheit an den Kapitalmärkten zu erhören.

Nachdem die Bundesregierung nicht reagierte, schritt der Bundesgerichtshof ein und schuf das Sonderrecht für Publikums(personen)gesellschaften mit weitreichenden rechtlichen Folgen.


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In den Folgejahren entwickelte sich aus vielen verschiedenen Einzelgesetzen ein Gesamtpaket, welches jedoch bei Weitem nicht den heutigen Umfang erreichte.

Erst die Sorge um Nachteile im internationalen Wettbewerb führten Mitte der 90er Jahre zum „Zweiten Finanzmarktförderungsgesetz“, welches unter anderem scharfe Verhaltensgrenzen für an der Börse notierte Unternehmen vorsah.

Diese werden heute von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz: BaFin, in Zusammenarbeit mit diversen Organen der Europäischen Union überwacht.

Damit befindet sich der Anlegerschutz in Deutschland heute auf Augenhöhe mit dem weiterer westlicher Finanzmächte wie Großbritannien oder den Vereinigten Staaten, wo der Kapitalanlegerschutz bereits in den 1930ern eingeführt wurde.

Anlegerschutz in Deutschland: Eigenverantwortung bleibt

Bei jeglicher Form des Schutzes ist jedoch zu beachten, dass es die Aufgabe eines jeden Marktteilnehmers ist, vor Abschluss eines Vertrags sowie im Vorfeld finanzieller Investitionen Informationen über den Vertragsgegenstand einzuholen.

Dies bezeichnet man als Eigenverantwortung des Anlegers.

Unternehmen können also vorrangig weiterhin in ihrem Interesse handeln und müssen beispielsweise nicht auf Gewinne verzichten, um den Ertrag des Aktionärs zu steigern.

5 Gruppen des Anlegerschutzes in Deutschland

Somit beschränken sich die Aufgaben des Anlegerschutzes in Deutschland auf 5 Unterpunkte:

Information, Substanzerhaltung, Verwaltung, Interessenvertretung und Liquidität.

Ein Anleger ist zunächst dem Risiko falscher Informationen ausgesetzt. Der Schutz soll daher dafür sorgen, dass der Käufer die gegenwärtige Lage sowie Zukunftsprognosen eines Unternehmens wahrheitsgemäß einsehen kann.

Nach der Investition will der Investor die bisherige Substanz natürlich erhalten. Daher muss der Anlegerschutz auch im Falle einer Unternehmensänderung, beispielsweise durch eine Fusion oder Umwandlung, die Interessen des Anlegers erhalten.

Als vorrangiges Ziel gilt jedoch natürlich nicht nur die Erhaltung bestehender Werte, sondern vor allem die Vermehrung der Gewinne. Unter den Anlegerschutz in Deutschland fällt somit auch die möglichst effiziente Verwaltung der Kapitalanlage.

Dazu gehören unter anderem auch Manipulationen, die beispielsweise den direkten Kursverlauf einer Aktie beeinflussen können.

Entscheidet sich der Anleger nun, sein Stimmrecht in einer Aktionärsversammlung nicht selbst wahrzunehmen, sondern sein Depotinstitut damit zu beauftragen, muss dieses im Interesse des Kunden handeln. Auch dies wird durch die BaFin überwacht.

Schlussendlich kümmert sich der Anlagenschutz auch darum, dass die Liquidität des Anlegers gewährleistet bleibt.

Im Klartext bedeutet dies, dass der Investor seine Anlagen jederzeit veräußern kann. Ist dies nicht möglich, wird deutsches Recht verletzt.

23. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.