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Anlegertypen: Die Übersicht zweier gern unterschlagener Typen

Wer Erfolg an der Börse möchte, muss sich selbst kennen.

Nur wer dies tut, kann sich selbst als Faktor des Erfolges einplanen und entsprechende Wege gehen.

Anlegertypen sollen genau dies leisten: Klassen von Anlegern beschreiben und praktikabel machen.

Der bekannteste Typ ist dabei wohl der Zocker. Doch es gibt noch weitere Typen.

Der Trader: ein engagierter Jongleur

Als Trader sind Sie das Lieblingskind jedes Bankers, denn Sie bescheren den Banken durch das häufige Hin- und Herschieben von Positionen hohe Provisionseinnahmen.

Außerdem sind sie gut informiert über ausgesuchte Chancen an der Börse und beflügeln jede Anlageberatungsabteilung durch Ihre Sachkenntnis rund ums Geld.

Da der typische Trader systematisch arbeitet, verwendet er einen großen Teil seiner Zeit auf die Verwaltung und Kontrolle seines Depots, auf das gezielte Studium von Kennzahlen und Analysen und probiert ständig neue, kreative Anlagestrategien aus.

Erfolg hat der Trader auf die Dauer nur, wenn er sich ein Konzept zurechtgelegt hat, nach dem er agiert, und dieses auch immer wieder auf Fehler hin abklopft. Zwar wird er kurzfristig beträchtliche Gewinne erzielen.

Dies kann ihm aber nur mit sehr großem Arbeitsaufwand gelingen.


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Das Depot eines erfolgreichen Traders ist klar strukturiert: nach Risikoklassen, Wertpapierarten, Laufzeiten, Währungen und nach anderen für eine schnelle Entscheidung wichtigen Kennzahlen (KGV, Cash-flow, relative Stärke).

Wie der Zocker, so läuft auch der Trader Gefahr, sich von seiner Ungeduld zu vorschnellen Entscheidungen verleiten zu lassen.

In unübersichtlichen oder krisenhaften Situationen an den Börsen ist der Trader eher zum schnellen Ausstieg geneigt als zum Abwarten.

Er fackelt nicht lange, wenn es darum geht, unkalkulierbare Risiken wieder kalkulierbar zu machen.

In Börsenphasen mit schnell wechselnder Tendenz wird er daher häufig auf dem falschen Fuß erwischt.

Da schließlich der Gebührenanteil auch beim Trader, der im Laufe eines Jahres sein Depot mehrfach umschichtet, beträchtliche Summen verschlingt, gelingt es ihm schwer, langfristig eine gut kalkulierbare Performance zu halten.

Mit mehr Geduld und Gelassenheit in der Sache, weniger tagesaktueller Kontrolle und mehr Zutrauen in die mittel- bis langfristigen Trends an der Börse würde er besser abschneiden.

Der „alte Hase“: ein Gewinner mit langfristigem Anlagehorizont

Er ist der einzige unter den hier beschriebenen Anlegertypen, dem das Warten selbst über Jahre hinweg kein Kopfzerbrechen bereitet.

Denn sein Engagement an der Börse ist keine Sache, die sein Leben bestimmt.

Er versteht es als Möglichkeit, frei verfügbares Kapital unter vergleichsweise geringem Arbeitseinsatz mit guten Aussichten auf langfristig beste Renditen für sich arbeiten zu lassen.

Da er – wenn überhaupt – nur den geringsten Teil seines Engagements kreditfinanziert hat, kann er sich eine solche Gelassenheit auch leisten.

Was er in einer turbulenten Situation an der Börse verliert, verliert er nach seinem Verständnis zunächst einmal nur auf dem Papier.

Da er nie voll investiert ist, nutzt er solche Situationen im Gegenteil dazu aus, gegen den Trend zu Tiefstpreisen ihm weiterhin aussichtsreich erscheinende Papiere nachzukaufen und deren Bestand zu verbilligen.

Ein solcher Anleger ist zwar gut informiert, aber auch nicht überinformiert, denn er will sich nicht ständig mit Börsendingen befassen und hat vielfältige andere Lebensinteressen.

Er verlässt sich nicht auf kurzfristige Tendenzen, sondern setzt auf langfristige Trends. Überhaupt ist er ein langfristig denkender Anleger, der neue Märkte bereits im Visier hat, bevor andere sie überhaupt wahrnehmen.

Bei Aktien steht für ihn der Kauf solcher Papiere im Vordergrund, die er entweder für stark unterbewertet hält oder deren Erträge im langjährigen Schnitt stetig wachsen.

Daher ist bei allgemein nachgebenden Kursen die Gefahr eines massiven Rückschlags für ihn weniger groß.

Ein „alter Hase“ ist zwar geneigt, einmal getroffene Entscheidungen zu revidieren, wenn unerwartete Entwicklungen eintreten. Von allzu häufigen Umschichtungen in seinem Depot hält er aber nichts.

Deshalb geht er einem allzu engen Kontakt mit den provisionshungrigen Anlageberatern seiner Bank auch gern aus dem Weg. „Kaufen und möglichst lange halten!“ lautet seine Devise.

Ein solcher Anleger hat zwangsläufig Erfolg an der Börse.

10. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.