MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Anleihen: Das unbekannte Rendite-Geheimnis

Anleihen sind immer sicher! Dieser weit verbreitete Irrtum hat vielen Investoren an den Finanzmärkten bereits sicher geglaubte Zinsen und Rückzahlungen gekostet.Denn Anleihen gibt es in verschiedenen Formen, mit hohen oder niedrigen Zinsen, teils ohne Zinsen – und mit den unterschiedlichsten Risiken, die vor Ankauf der Anleihe unbedingt abgewägt werden sollten.

Anleihen = verbriefte Forderungen

Rein formal sind Anleihen in der Definition einfach verbriefte Forderungen. Als Gläubiger haben Sie einen schriftlichen Anspruch gegen einen Schuldner, der Ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt unter definierten Bedingungen einen bestimmten Betrag zurückzahlen muss.

Weit verbreitet ist der Irrtum, die Anleihen müssten an Börsen handelbar sein. Oder Anleihen gäbe es nur bei Banken. Faktisch ist schon die schriftliche Bestätigung eines Nachbarn, der Ihnen Geld schuldet, eine Anleihe. In der Praxis der Geldanlage jedoch sind andere Anleihen für Sie wichtig.

Börsennotierte und dort handelbare Anleihen werden auch „Bonds“ oder „Renten“ genannt.

Klassisch sind Staatsanleihen wie zum Beispiel Bundesanleihen oder allgemeiner Staatsanleihen. . Dabei leiht sich ein Land einfach nur Geld und „bestätigt“ dies in Form einer Position oder Gutschrift auf Ihrem Depot-Konto. Zins und Zahlungshöhen wie -termine sind in der Regel fix.

Auch Unternehmen emittieren Anleihen. Bei diesen Unternehmensanleihen, ist Ihre Sicherheit als Gläubiger häufig geringer als bei Staatsanleihen. Staaten können Geld oft selbst „produzieren“ und über Steuern die Einnahmen bestimmen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Bei Unternehmen hingegen werden im Konkursfall nur einen Teil der Schuld begleichen. Wichtig bei dieser Art von Bonds ist der Unterschied zwischen börsenhandelbaren Anleihen und nicht-handelbaren Anleihen.

Es gibt Unternehmensanleihen, die Sie nicht über die Börse handeln können. Das heißt: Sie müssen bis zum Ende der Laufzeit, dem Zahlungszeitpunkt, auf Ihr Geld warten und hoffen, dass alles gut geht. Zudem haben Sie keine unabhänige regulierende (Börsenaufsicht).

Das Risiko solcher Anleihen ist stets deutlich höher als bei börsennotierten Werten. Es ist hier immer höchste Vorsicht geboten.

Rendite: Kompliziertere Anleihen bleiben unklar

Bei Standardanleihen ist es noch recht einfach für Sie, alle Daten herauszufinden. So können Sie beispielsweise über die Anleihebörse „bondX“ in Stuttgart herausfinden, ob eine Anleihe an der Börse handelbar ist oder nicht.

Es gibt allerdings kompliziertere Anleihen. So haben „Null-Kupon-Anleihen“ (englisch oft „Zero-Bonds“) überhaupt kein Zinsversprechen („Kupon“). Ihr Gewinn ergibt sich aus einem Einstiegskurs, der weit unter dem Rückzahlungskurs liegt. Der Unterschied – verteilt auf die Investitionsjahre – ist Ihre Verzinsung.

Wandelanleihen lassen Ihnen am Ende der Laufzeit die Wahl zwischen der Geld-Rückzahlung oder dem Wandel der Schuld in Aktien, die Sie beziehen können. Optionsanleihen berechtigen Sie zusätzlich Optionsscheine zu beziehen. Besonders kompliziert aber sind Zertifikate – auch dies sind Anleihen.

Wie auch immer die sich nennen, „Discount-Zertifikate“, „Bonus-Zertifikate“ oder „Turbo-Zertifikate“, stets finden Sie gemeinsame Merkmale: Sie leihen dem Emittenten Geld („kaufen“ das Zertifikat) und erhalten zum Laufzeitende einen bestimmten Betrag zurück. Wie der sich errechnet, ergibt sich aus den komplizierten Zertifikat-Bedingungen.

Fazit:

Sie können nur die Renditen von Standartanleihen miteinander vergleichen. Alle vom Standart abweichenden oben genannten Ausstattungsmerkmale führen weiteren unberechenbaren Einflussfaktoren auf die mögliche Rendite einer Anleihe. Oft kann man eine herkömmliche Rendite gar nicht mehr berechnen.

Anleihen: Unsere Sicherheitscheckliste

  • Verleihen Sie Ihr Geld nur an Schuldner, denen Sie vertrauen. Im Zweifel also noch nicht einmal an Staaten.
  • Erwerben Sie Anleihen, die Sie an den Börsen handeln können. So erhalten Sie sich die nötige Flexibilität.
  • Kaufen Sie keine Zertifikate, deren Bedingungen Sie nicht verstehen. Zertifikate sind Sonderanleihen, bei denen die Rückzahlungshöhe von bestimmten Ereignissen abhängt.
  • Achten Sie auf die Laufzeit. Je länger eine Anleihe noch bis zur Endfälligkeit läuft, desto höher sollten die Zinsen sein. Denn: Sie verzichten auf Ihr Geld.
  • Wenn möglich, verwenden Sie auch die Einstufungen der Rating-Agenturen. Diese zeigen an, wie auszahlungsfähig „Ihr“ Schuldner noch ist. Achten Sie darauf, dass sich auch Ratingeinstufungen ändern können.

21. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.