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5 wichtige Punkte bei der Anleihenauswahl

Bei der Auswahl und Zusammenstellung der Anleihen, die Sie als Basisanlage verwenden wollen, kommt es vor allem auf die folgenden Punkte an:

Schuldnerqualität: Je höher, desto besser

Sie können selbst entscheiden, ob Sie lieber auf eine hohe Bonität des Schuldners und damit auf eine geringere Rendite, oder auf eine geringere Schuldnerbonität und damit auf eine höhere Rendite setzen wollen.

Es gilt dabei immer der Grundsatz: her höher die aktuelle Rendite, desto höher ist das Risiko, einen Verlust zu erleiden. Der Grund: der jeweilige Schuldner kann die versprochenen Zahlungen erst verspätet oder sogar gar nicht mehr leisten.

Tipp: Wenn es Ihnen als sicherheitsorientiertem Anleger auf den Erhalt Ihres Kapitalvermögens ankommt, sollten Sie Anleihen mit geringerer Bonitätsstufe unterhalb von BBB- beziehungsweise Baa3 Ihrem Anleihendepot nur mit einem Anteil von maximal 10% beimischen.

Achten Sie dabei auch Veränderungen der Bonitätseinstufungen, diese können sich während der Laufzeit der jeweiligen Anleihen jederzeit ändern.

Währung: Mit Euro-Anleihen schalten Sie zusätzliche Risiken aus

Selbst, wenn Sie Anleihen von Schuldnern guter Bonität erwerben, aber es sich dabei nicht um eine in Euro emittierte Anleihe handelt, gehen Sie damit ein hohes, häufig nur schwer kalkulierbares Risiko ein. Der jeweilige Wechselkurs kann sich dabei in beide Richtungen, also sowohl zu Ihrem Nachteil als auch zu Ihrem Vorteil entwickeln.


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Bedenken Sie, selbst innerhalb von nur wenigen Monaten sind 10 % und mehr Auf- oder Abwärtsbewegung zu beobachten. So verlor der EURO gegen der US Dollar in der Zeit von Ende Mai 2014 bis Ende September 2014 rund 10 % an Wert. In diesem Fall hätten Sie als Anleiheninvestor einen Zusatzgewinn erzielt.

Tipp: Halten Sie den Anteil an Fremdwährungsanleihen so gering wie möglich. Es sei denn, Sie wollen ganz bewusst ein weiteres Risiko (und damit auch eine weitere Gewinnchance) eingehen.

Wenn Sie auf höhere Renditen erpicht sind als man sie mit Euro-Anleihen erwirtschaften kann, dann „öffnen“ Sie mit dem Kauf von Fremdwährungsanleihen eine weitere Risikoklasse. Diese erfordert eine sehr genaue Beobachtung.

Sie können auch Ihren Euro-Anleihen einen breit streuenden internationalen Rentenfonds beimischen. Dies kann in Phasen einer Euroschwäche Sinn machen. Ist der Eurokurs aber dauerhaft stark, dann hilft Ihnen auch eine Streuung über Fonds nicht.

Schauen Sie sich auf jeden Fall die Kursverläufe der Vergangenheit der entsprechenden Währung an. So können Sie ein Gefühl dafür entwickeln, was in Zukunft ebenfalls an Kursbewegungen möglich sein könnte. Bedenken Sie: exakte Vorhersagen für künftige Kursentwicklungen sind niemals möglich.

Anleihen: Mit unterschiedlichen Laufzeiten Kursrisiken niedrig halten

Wenn Sie eine Anleihe mit einem Zinskupon von derzeit beispielsweise 5% und einer Restlaufzeit von 10 Jahren erwerben, garantiert Ihnen dieser Kupon diese Zinsen Jahr für Jahr bis zum Laufzeitende.

Falls die Zinsen kurz danach auf 4% fallen würden, wäre diese Anleihe für einen Anleger natürlich gegenüber den dann emittierten Anleihen sehr viel mehr wert, sodass ihr Kurs steigen würde. Umgekehrt würde der Kurs einer solchen Anleihe fallen, wenn die Zinsen bald darauf um 1 %-Punkt anziehen würden.

Tipp: Die Auswirkungen von Zinsveränderung auf den Kurs einer Anleihe sind umso größer, je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist. Nur wenn Sie ganz sicher von fallenden Zinsen ausgehen, sollten Sie den Schwerpunkt Ihrer Anleihen auf Restlaufzeiten von 10 Jahren und länger abdecken.

Bedenken Sie immer: je länger die Restlaufzeit einer Anleihe, desto stärker reagiert ihr Kurs auf Zinsveränderungen im Markt. Mischen Sie daher auch die Laufzeiten Ihrer Anleihen.

Höhe des Kupons: Mit Niedrigzinsanleihen mindern Sie Ihr Risiko

Früher waren Kursgewinne nach einer bestimmten Laufzeit steuerfrei. Das hat sich geändert. Durch die Abgeltungssteuer greift Ihnen der Staat bei allen Gewinnen aus Wertpapiergeschäften in die Tasche. Damit haben Sie kaum noch steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Allerdings mindern Sie bei Käufen zu Preisen von (deutlich) unter 100 % Risiko bei einer Pleite des Schuldners. Letztlich hängt die richtige Entscheidung von Ihrer persönlichen Situation ab.

Tipp: Falls es Ihnen nicht auf regelmäßige hohe Zinsauszahlungen ankommt, sollten Sie in allen Fällen Anleihen mit niedrigem Kupon und geringem Kurswert höher verzinslichen Anleihen vorziehen.

Höhe des Anleihenanteils bestimmt Sicherheit Ihres Vermögens

Zwar sollten Sie die Höhe des Anteils, den Sie auf Anleihen als sicheres und liquides Basisinvestment im Rahmen Ihres Vermögensaufbaus verwenden wollen, nicht an allzu starren Prozentzahlen festmachen. Dennoch ein letzter Tipp: Legen Sie in allen Lebensphasen wenigstens 1/3 Ihres Vermögens auf diese Weise fest.

11. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.