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Anleihen: Richtig bewerten leicht gemacht

Anleihen gehören als Beimischung ins Depot – keine Frage. Doch wie bewerten Finanzprofis, Rating-Agenturen oder Anleger eigentlich Anleihen? Unser Anlagestrategien-Tipp: Der clevere Anleger beachtet alle Ausstattungsmerkmale.

Diese Ausstattungsmerkmale sollten Sie kennen

Zu den Ausstattungsmerkmalen von Anleihen gehören:

  • die Laufzeit (z. B. endfällig, kündbar)
  • die Verzinsung (fix, variabel, Nullkupons)
  • die Häufigkeit der Zinszahlungen (jährlich, halbjährlich, vierteljährlich)
  • der Emittent (Staatsanleihen, Corporate Bonds, Bankschuld-Verschreibungen)

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  • vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten des Schuldners (zu welchen Kursen)
  • das Emissionsvolumen
  • spezifische Merkmale (z. B. die Besicherung bei Pfandbriefen, Wandelpreis bei Wandelanleihen u. a.).

Die Bewertungsmethode

Anleihen sind in ihrer Grundform nichts anderes als eine Reihe von Zins- und Tilgungszahlungen über einen bestimmten Zeitraum. So wird zur Feststellung des Wertes der Anleihe einfach das Konzept des Gegenwartwertes – oder die Barwertmethode – verwendet.

Merke: Der Wert einer Anleihe ist der Barwert der Zins- und Tilgungszahlungen über die gesamte Laufzeit. Rechtliche Einschränkungen oder Komplikationen gibt es nicht. Sie haben die Wahl: Anleihen oder “Renten” verbriefen einfach nur das Recht darauf, eine ausgeliehene Geldsumme zurück zu bekommen.

Zinsen und Renditen

Am Markt gibt es Anleihen, die an der Börse handelbar sind oder Anleihen, die nicht am Markt gehandelt werden können. Der Grund dafür ist einfach: der jeweiliger Schuldner hat sich Kosten und Mühen gespart, eine Börsenzulassung durchzuführen. Damit gibt es für diese Papiere keine Kurse, und somit können Sie die aktuelle Rendite nicht „sehen“. Und noch wichtiger: es ist kein Verkauf vor Ende der Laufzeit am Markt möglich.

Die meisten Anleihen bieten feste oder variable Zinsen. Andere Anleihen haben überhaupt keine Zinsen, dafür aber einen niedrigen Kurs (sogenannte „Zero-Bonds). Steigen die Kurse dann im Zeitverlauf (weil die Papiere zum Laufzeitende zu 100 % zurückgezahlt werden), gewinnen Sie auf diese Weise.

Kurz: diese Welt ist “bunt” und letztlich unübersichtlich. Wichtig für Sie als Investor ist jedoch der Unterschied zwischen zwei Begriffen, die in Medien und Banken oft durcheinanderbringen: Zins und Rendite heißen die wunden Punkte.

Sie erhalten auf jede Anleihe einen Zins von 0% bis zu einer beliebigen Grenze. Es gibt auch keinen “Wucherzins” wie bei Krediten. Dieser regelmäßig fließende Zins jedoch ist nicht Ihr Gewinn. Der ergibt sich erst mit den Renditen. Hierfür teilen Sie den Zins/Ihren Einstiegskurs. Dann wissen Sie, wie sich Ihr Geld jährlich tatsächlich verzinst.

Anleihen richtig bewerten: Verzinsung, Zinskupon, Zahlungsströme

Berücksichtigen Sie bei dem Kauf von Anleihen folgendes: Sie kaufen mit der jeweiligen Anleihe einen ganz bestimmten Zahlungsstrom, der im Allgemeinen fest vorgegeben ist. Zinstermine, Höhe der Nominalzinsen, Rückzahlungstermin und –höhe stehen fest.

Zusammen mit Ihrem Kaufkurs ergibt sich die Rendite. Diese Rendite entspricht der sogenannten Effektivverzinsung, die Sie kennen, wenn Sie selber einen Kredit aufnehmen. Auf diese Kennzahl sollten Sie als Anleger achten, also auf die Verzinsung der Anleihe einschließlich der Kursgewinne bzw. -verluste der Anleihe.

1. August 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.