MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Anleihenkauf vor und nach der Emissionsphase

Privatanleger müssen bei der Zeichnung einer Anleihe oftmals schnell reagieren. Dies gilt zumindest für den Fall, dass eine Zeichnung zu Kursen von 100 Prozent während der Emissionsphase beabsichtigt ist.

Die meisten Anleihen können auch nach Ablauf der Emissionsphase über den so genannten Sekundärmarkt, als über die Börse, gehandelt und damit erworben werden.

Anleihekäufe über die Börsen finden jedoch meist zu anderen Kursniveaus statt, was einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Effektivzinsen hat.

Steht der Kurs beispielsweise „über pari“ (also über den in der Emissionsphase vom Unternehmen angebotenen 100 Prozent), dann liegt der Effektivzins unterhalb des Kupons.

Andersherum kann der Effektivzins bei Kursniveaus „unter pari“ auch deutlich höher ausfallen als der Kupon.

Die meisten Emissionen von mittelständischen Anleihen wurden beispielsweise im Jahre 2011 in der Regel in einem Zeitraum von zwei Wochen abgewickelt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Wann dieser Zeitraum, der auch als Emissionszeitraum bezeichnet wird, stattfindet und wie lange dieser dauert, muss im jeweiligen Wertpapierprospekt festgehalten sein.

Mehr dazu: Was sind Emissionen?

Emissionsphase: Bekanntheit hilft bei Anleihenplatzierung

Besonders diejenigen Unternehmen, die einen scheinbar sehr bekannten Namen vorweisen können, müssen den Emissionszeitraum nicht einmal komplett ausreizen.

So wurden einige Mittelstandsanleihen nach nur wenigen Stunden voll platziert und damit die Bücher geschlossen.

Bekannte Beispiele dafür sind die Valensina-Anleihe, Underberg-Aleihe oder die Anleihe von Bastei Lübbe – also alles Unternehmen, die jedem Privatinvestor auf Anhieb bekannt sind.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine Reihe von mittelständischen Unternehmen, die zwar in ihren Bereichen zu den Marktführern zählen, aber trotzdem der breiten Masse nicht bekannt sind.

Hier muss noch einiges an Aufbauarbeit geleistet werden. Dementsprechend wird die Kommunikation, insbesondere vor der Emission einer Anleihe, auf die Steigerung der Bekanntheit gelegt.

Gleichzeitig bieten einige Unternehmen auch die Möglichkeit, nach der Schließung der Emissionsphase die Anleihen weiter zu zeichnen.

Mehr dazu: Anleihen gehören in jedes Depot

Anleihenkauf: Zeichnung auch nach der Emissionsphase möglich

Diese Nachplatzierungsphasen sind in der Regel ebenfalls in den Wertpapierprospekten festgehalten. Normalerweise dauern diese Phasen etwa 6 Monate, sie können sich allerdings auch auf bis zu 12 Monaten erstrecken.

Damit wird den Privatinvestoren die Gelegenheit gegeben, auch nach der Emissionsphase die Anleihen zu erwerben.

Zum Teil werden die Anleihen erst nach Abschluss dieser Phase notiert, so dass hier eine Zeichnung zum ursprünglichen Kurs von 100 Prozent stattfinden kann.

Gleichzeitig können sich die Investoren in diesem Zeitraum ein umfassendes Bild über das Investment machen.

Im Normalfall wird dann die Zeichnung direkt beim Unternehmen eingereicht (in Form einer Onlinezeichnung über die Unternehmenshomepage).

7. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.