Schockstarre an den Anleihemärkten. In diesen Tagen steigen die Zinsen stark an – in Form von Renditen, weil die Kurse von Anleihen stark sinken.
Die EZB sieht sich verpflichtet und greift erneut in den Markt ein. Die Zentralbank kauft Anleihen aus Italien und Spanien.
Vorerst nur, weil die Renditen auf 6,26% für Italien angestiegen sind, „rasant“, wie inzwischen auch „Bild“ vermeldet. Nur: dies ist nicht der Anfang, sondern Teil eines viel weitergehenden Prozesses.
Uns liegen Zahlen vor, die Sie eindrücklich warnen werden, an die Wirksamkeit der Anleihe-Käufe in der Eurozone zu glauben. „Securites Markets Programme“ (SMP) heißen die nächsten Minenfelder, die in der Eurozone wirken.
Halten Sie sich fest – beziehungsweise organisieren Sie Ihren Schutz und sehen Sie dann sehr genau an, was mit Ihrem Geld geschieht.
Europa kauft Schrott
Auf den Punkt gebracht kauft die Europäische Zentralbank (EZB) schlicht Schrott ein. Das „SMP“, von dem wir sprachen, ist ein Ankaufprogramm für die Anleihen aus den so genannten „PIIGS“-Staaten, also Portugal, Italien, Irland, Griechenland oder Spanien. Die Anleihen sind in der Bilanz der EZB, die uns allen gehört, eine „Aktiv“-Position.
Aktiv bedeutet: dies ist Vermögen. Vermögen allerdings, von dem wir behaupten, dass es lange nicht soviel wert wie ausgewiesen ist.
Alleine in der vergangenen Woche kamen noch einmal 4 Milliarden Euro „Vermögen“ hinzu. Der Berg ist jetzt bereits 173,5 Milliarden Euro hoch. Einmal kurz umgerechnet: Bei gut 320 Millionen Einwohner beträgt dieses „Vermögen“ (das nur auf Pump entstanden ist und damit eine Anleihe auf die Zukunft darstellt) alleine schon 500 Euro pro Eurozonen-Einwohnern.
Diesen Betrag haben Sie quasi direkt ab Mai 2010 – unwissentlich – verliehen. Ihr Haushalt, sofern er durchschnittlich groß ist, hat gar das 2,3fache verlieren, also 1.150 Euro.
Rasanter Anstieg
Nicht nur diese Summe ist wahlweise beeindruckend oder bedrückend, sondern vor allem die Dynamik der vollständig neuartigen Verschuldung. In den vergangenen etwa 11 Wochen stieg die Schuldenlast alleine um gut 100 Milliarden Euro. Insgesamt verfügt die EZB über „Vermögen“ in Höhe von 2,313 Billionen Euro in der Bilanz. Dies sind mal eben fast viermal soviel wie 1998, kurz vor Startschuß des Euro.
Echtes eigenes Kapital und Rücklagen besitzt die EZB kaum. Dies sind etwa 81 Milliarden Euro. Das bedeutet:
- Das Vermögen der Europäischen Zentralbank (EZB) besteht aus vielen Wertpapieren, deren Wert kein Markt je zahlen wird.
- Die EZB ist nach kaufmännischen Kriterien nahezu bankrott, wenn diese Blase in der Bilanz bewertet wird.
- Will die EZB weitere Anleihen kaufen, muss sie demnach immer neues Geld drucken und kann kaum auf Eigenbestände zurückgreifen. Mit anderen Worten: die Geldmenge wird steigen.
GeVestor meint: ein eindeutiges Signal Richtung Inflationierung. Wir rechnen damit, dass die Geldmenge und somit die Inflation stärker steigen wird als bislang an den Preismärkten sichtbar.
Falls Sie sich unserer Strategie angeschlossen haben, kaufen Sie Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Edelmetalle.
Auch die gelbe Ersatzwährung wird weiter zulegen. Am besten sind Investitionen in physisches Gold, gerade angesichts des neuen Anleihe-Schocks durch die EZB und deren Italien- sowie Spanien-Politik.



