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Annuitätisch: Herkunft und Bedeutung des Begriffs

Der Begriff annuitätisch wird in der Politik im alten Rom, in den Geowissenschaften und auch in der aktuellen Finanzmathematik verwendet.

Woher der Begriff kommt

Der Wortstamm hat seine Herkunft im lateinischen Wort „annus“, welches „Jahr“ bedeutet.

In anderer Anwendung kennt wohl jeder dieses Wort, etwa an Kirchen oder anderen historischen Gebäuden. Hier findet sich oftmals die Inschrift „anno“ für „im Jahr“ (oder auch „AD“ für „anno domini“, also „im Jahre des Herrn“): So wurde das Erbauungsjahr für die Nachwelt festgehalten.


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Annuitätisch wurden auch viele Posten und Ämter im alten Rom vergeben. Durch diese auf Jahresfrist begrenzte Vergabe sollte ein Missbrauch der verliehenen Macht vermieden werden. Man spricht hier auch vom Annuitätsprinzip, welches teilweise auch heute in Deutschland, zum Beispiel beim Amt des Bundesratspräsidenten, Anwendung findet.

Auch in den Geowissenschaften werden Ereignisse als annuitätisch bezeichnet: Dort drückt der Begriff die hohe Wahrscheinlichkeit einer jährlichen Wiederkehr von Naturereignissen aus.

Annuitätisch rechnen im Finanzwesen

In der Finanzmathematik werden jährliche, in der Höhe gleichbleibende Zahlungen als Annuität bezeichnet. Diese hat eine Gesamtsumme, deren aktueller Barwert sich durch Abzinsung errechnen lässt. Abzinsungsfaktor berechnen: einfach erklärt und ausgeführt

Finanzierungen annuitätisch konstant oder variabel gestaltet

Bei Finanzierungen spricht man hier von einem Annuitätendarlehen. Die Zahlungen setzen sich aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil zusammen. In der Regel werden Annuitätendarlehen konstant gestaltet.

Eine konstante Annuität bedeutet, dass bei gleichbleibender Ratenhöhe anfänglich eine höhere Zinszahlung zu leisten ist. Da sich im Verlauf der Rückzahlung der zu tilgende Betrag verringert, verringern sich damit auch die zu leistenden Zinszahlungen. Es steigt also der Anteil an Tilgung, während der Anteil der Zinszahlung sinkt.

Der Begriff annutätisch wird allerdings dadurch verwässert, dass die Berechnungen (je nach Darlehensvereinbarung) nicht nur jährlich, sondern auch vierteljährlich oder monatlich gestaltet sein können. Variabel gestaltete Annuitätendarlehen werden auch als „unechte Annuität“ bezeichnet, da hier die Ratenhöhe nicht gleichbleibend ist.

Eine steigende variable Annuität liegt vor, wenn eine ständig ansteigende Ratenhöhe vereinbart wird, welche einen wesentlich schnelleren Anstieg des Tilgungsanteils zur Folge hat.

Eine sinkende variable Annuität  zeichnet sich durch eine konstante Tilgungshöhe aus. Durch diesen in der Höhe gleichbleibenden Betrag des Tilgungsanteils und die durch die Abzahlung sinkenden Zinslasten sinkt hier über die Laufzeit auch die Ratenhöhe. Diese Darlehensart wird auch als Tilgungsdarlehen bezeichnet.

18. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.