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Apple-as-a-Service: die Lösung aller Zukunftssorgen für Apple?

Es ist kein Geheimnis, Apple hat Probleme im Hardware-Geschäft. Im jüngsten Quartal musste der Mac-Hersteller erstmals seit der Markteinführung im Jahr 2007 einen Rückgang bei den iPhone-Verkaufszahlen melden.

Konnte Apple im Vorjahr noch 61,2 Mio. iPhones verkaufen, brachen im zweiten Fiskalquartal 2016 die iPhone-Absatzzahlen auf 51,2 Mio. Einheiten ein. Auch das übrige Hardware-Geschäft rund um den iPad-Tablet und Macintosh-Rechner entwickelte sich rückläufig. Dies traf zuletzt auch die Anleger, denn der Apple-Aktienkurs kam in letzten 12 Monaten unter die Räder.

Apple hält an seiner Premium-Strategie fest

Als ursächlich für die schrumpfenden Absatzzahlen sehen viele Marktbeobachter neben dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld (schwacher PC-Markt, Sättigungstendenzen im Smartphone-Markt) auch die Preispolitik von Apple als mitverantwortlich.

Der Grund: Der iPhone-Erfinder hält an seiner Premium-Strategie fest und verkauft seine Hardware-Produkte weiter zu Premium-Preisen. Dies war in der Vergangenheit kein großes Problem, hatten Apple-Produkte stets einen gewissen Innovationsvorsprung gegenüber konkurrierenden Produkten vorzuweisen.


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Apple tut sich in Schwellenländern mit seiner Strategie schwer

Dieser Innovationsvorsprung ist in den letzten Jahren geschrumpft. Vor allem chinesische Hersteller aus dem Android-Lager (Huawei, Xiaomi, vivo, OPPO) warten mit technisch ausgereiften und vor allem kostengünstigeren Smartphones auf, die immer mehr Abnehmer finden.

So überrascht es wenig, dass Apple in Schwellenländern wie in China und Indien einen sehr schweren Stand hat. In China brachen die Umsätze zuletzt kräftig ein, im indischen Smartphone-Markt kommt Apple über einen Marktanteil von 2% derzeit nicht hinaus.

Daran dürfte sich kurzfristig auch wenig ändern. Die Marktforscher aus dem Hause International Data Corp (IDC) rechnen damit, dass Apple in 2016 mit 227 Mio. iPhones deutlich weniger Telefone verkaufen wird als im Vorjahr (232 Mio. verkaufte iPhones) – trotz Einführung eines neuen iPhones im Herbst.

Apple-as-a-Service als Ausweg aus der Krise?

Als Ausweg aus der Krise sehen viele Analysten das wachsende Servicegeschäft von Apple. Dazu zählen Produkte rund den Online-Speicherdienst iCloud, dem App-Marktplatz iTunes, dem Musik-Dienst Apple Music oder dem mobilen Zahlungsservice Apple Pay – Apple als Serviceangebot, wenn man so will.

Inzwischen ist das Servicegeschäft 6,1 Mrd. US-$ schwer und trägt damit 8% zum Apple-Umsatz bei. Bei der Credit Suisse schätzt man, dass sich der Anteil des Servicegeschäfts am Umsatz deutlich erhöhen wird. Schon im Jahr 2020 könnte die Servicesparte knapp ein Drittel der Gewinne von Apple beisteuern, glauben die Credit Suisse Analysten.

Fazit: Apple-as-a-Service ist die Zukunft

Durch Apple-as-a-Service würde der iPhone-Erfinder sein Geschäftsmodell auf eine neue Basis stellen, könnte so von wiederkehrenden Umsätzen stärker profitieren und wäre damit weniger abhängig vom reinen Hardware-Geschäft.

Dies wäre wichtig für Apple, denn das Hardware-Geschäft hat einen großen Nachteil: Werden technische Produkte bedingt durch die technische Inflation immer billiger, leiden die Gewinnmargen der Hersteller.

Zuletzt erzielte Apple noch 66% seines Umsatzes mit dem iPhone. Einen Flop bei der Vorstellung der neuen iPhone-Generation kann sich Apple nicht leisten, würde ein solcher Misserfolg das gesamte Geschäftsmodell ins Wanken bringen.

Daher sehen Analysten aus dem Hause Bernstein Apple-as-a-Service als wichtiges Zukunftsmodell und ein Rezept dafür, dass Apple eines Tages wirklich als erstes Unternehmen die magische Marke von 1 Bio. US-$ beim Börsenwert erreicht.

17. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands