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Arbeitnehmersparzulage: Fristen von 2 auf 4 Jahre verlängert

Bislang hatten Berufstätige immer zwei Jahre lang Zeit, um sich die Arbeitnehmersparzulage zu sichern. Die Arbeitnehmersparzuzlage Fristen wurden jetzt auf vier Jahre verdoppelt.

Die Fristverlängerung greift jedoch nur bei Bausparverträgen, die ab 2007 abgeschlossen wurden. Die Arbeitnehmersparzulage gilt für vermögenswirksame Leistungen.

Bei Bausparverträgen werden bis zu 9 Prozent der Sparsumme gezahlt, wobei die Obergrenze bei 42,30 Euro jährlich liegt. Bei Sparplänen, die auf Fonds oder Aktien basieren, werden bis zu 80 Euro bzw. 20 Prozent pro Jahr als vermögenswirksame Leistungen gewährt.

Einkommensgrenzen beachten

Die Arbeitnehmersparzulage gilt für beide Anlageformen, sodass pro Jahr maximal 122,30 Euro drin sind. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass das zu versteuernde Einkommen nicht die Grenze von 20.000 Euro überschreitet. Die Bauspar-Grenze liegt hingegen bei 17.900 Euro und verdoppelt sich bei Ehepaaren entsprechend.

Beantragt wird die Arbeitnehmersparzulage in „Anlage VL“ (VL steht für vermögenswirksame Leistungen), die in der Einkommenssteuererklärung enthalten ist. Auf diese Fristverlängerung hat der Bund der Steuerzahler aufmerksam gemacht. Bei Verträgen, die vor 2006 abgeschlossen wurden, ist die Frist jedoch bereits abgelaufen, sofern sie nicht beispielsweise durch einen Widerspruch verlängert wurde.

Sparer können die Arbeitnehmerzulage also ab sofort auch noch mit deutlicher Verspätung rückwirkend beantragen. Falls Sie also theoretisch Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hätten, sollten Sie sie beantragen und von der Fristverlängerung profitieren.

Überhaupt gilt: Nutzen Sie die staatliche Förderung

Nehmen Sie grundsätzlich mit, was der Staat noch bietet. Immer schärfer wird die künftige Finanzkrise werden. Staaten haben in den kommenden Jahren immer weniger Geld, alle Studien belegen dies. Zudem steigt die Vorsorgeproblematik – und damit der Verteilungswettkampf.

Damit aber steigt für Sie die Anforderung, sich selbst um die noch verbleibenden Chancen zu kümmern. Wir helfen Ihnen mit einem Hinweis zur Arbeitnehmersparzulage. Diese ist Vielen noch unbekannt.

Vermögensbildung auch bei  „Einkommensschwachen“

Grundlage der Zulage vom Staat ist eine Förderung nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz. Es ist nicht so kompliziert, wie der Name vermuten lässt. Voraussetzung dafür, dass Sie gefördert werden können, ist ein Anrecht auf „Vermögenswirksame Leistungen“.

Erhalten Sie diese,, kann es sein, dass Sie zusätzlich die Sparzulage – auf Eigeninitiative – bekommen können. Es geht dabei um eine Rendite, die Ihre Altersvorsorge jeweils um einige %-Punkte verbessern kann – je nach aktueller Ausstattung der Förderung.

Eine der Voraussetzungen:

  • Sie sind Arbeitnehmer und
  • also nicht Student,
  • nicht Selbstständig oder
  • nicht Rentner.

Zuständig für Sie ist das örtliche Finanzamt. Grundlage der Berechnung ist dabei die Steuererklärung. Hieraus entnimmt der Fiskus die Einkommensdaten und prüft, ob Sie die Grenzen überschreiten oder anspruchberechtigt sind.

Stichwort Vermögenswirksame Leistungen

Anspruchberechtigt sind Sie vor allem dann, wenn Sie auch vermögenswirksame Leistungen erhalten oder erhalten können. Die Wirklichkeit beim Bezug dieser Leistungen zählt nicht. Ob ein Arbeitgeber die Höchstgrenzen für die Leistungen zu Ihren Gunsten nutzt oder nicht ist etwa belanglos.

Zu den Einkommensgrenzen: Sofern Sie Single sind, darf das Einkommen nicht zu hoch sein. Es richtet sich an unteren Durchschnittseinkommen aller Arbeitnehmer aus. Bei Verheirateten gilt jeweils der doppelte Betrag.

Bei der Berechnung geht es um das zu versteuernde Einkommen. Lassen Sie sich nicht von einem höheren Bruttoeinkommen abschrecken – dieses wird reduziert um Freibeträge, die Sie zusammen mit Ihrer Steuererklärung nutzen.

Sparform bei der Auswahl immer wichtig

Gefördert wird bei positivem Bescheid das Sparen in

  • Aktienfonds oder
  • beim Bau/Erwerb einer Immobilie.
  • Besonders lukrativ ist aus unserer Sicht aktuell der Einstieg in Investmentfonds.

Diese sind bereits bei kleineren Summen geeignet, tatsächlich Vermögen zu bilden. Sie können beispielsweise auch Sparpläne abschließen und mit der Arbeitnehmerzulage stützen.

Die Ideal-Langfrist-Anlage

Sparpläne auf ETF börsengehandelte Fonds können Sie sinnvollerweise ab kleineren Beträgen immer über eine Direktanlagebank abschließen. Die Kosten dafür liegen bei den Banken bei ungefähr 3% der gesamten Summe, mit der Sie ansparen.

Unser Hinweis, mit ETF börsengehandelten Fonds Vermögen zu bilden, gilt unabhängig von der Arbeitnehmersparzulage. Der Dax hat langfristig bei einem regelmäßigen Sparplan ab 1989 ungefähr 7,9% Rendite gebracht.

Das wird sich auch künftig fortsetzen, so lässt sich den Zahlen entnehmen. Nutzen Sie aber Ihr gutes Recht, mit dem Staat zu sparen. Die Voraussetzungen sind nach Anrechnung der steuerlichen Einkommenskürzungen für Viele gegeben.

9. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.