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Arbeitslosigkeit als Minusfaktor für die Rente 2016

Dass sich Arbeitslosigkeit auf die Rente 2016 ausschlägt, dürfte jedem klar sein. Doch wie können die Konsequenzen reduziert werden?

Zunächst einmal: Es gibt keine gültige Formel, um wie viel die Rente bei Arbeitslosigkeit gekürzt wird. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Länge der Arbeitslosigkeit und der Zeitpunkt im Leben, in dem sie geschieht.

Rente 2016: Kurzzeitarbeitslosigkeit ohne Folgen

Ist man nur kurz arbeitslos, hat dies so gut wie keine Auswirkungen auf die Rente. Das Arbeitsamt zahlt parallel zum Arbeitslosengeld weiter Rentenbeträge an die Versicherung, die sich meist auf 80% des früheren Bruttogehaltes beziehen.

Arbeitnehmer, die zwischen 1992 und 1997 arbeitslos waren, können sich diese Zeiten auch nachträglich als beitragsgeminderte Zeiten anrechnen lassen. Dies kann jedoch erst beim Ausfüllen eines Rentenantrages geschehen.

Sie sollten sich also auf jeden Fall darum kümmern. Genauso sollten sie sicherstellen, dass sie bei Berufsverlust sofort als arbeitslos gemeldet sind.

Auch hier bekommen Sie Boni durch Ihre Versicherung. Diese Meldung hat drei Monate vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses zu geschehen. Ist dieser Zeitraum zu kurzfristig, muss die Meldung spätestens drei Tage erfolgen, nachdem man die Kündigung erfahren hat.

Arbeitslose mit ALG-II sind unversichert

Erwerbslose, die Arbeitslosengeld II empfangen, bekommen dagegen keine Vergünstigungen mehr. Diese Zeit wird für die Rente nicht mehr angerechnet.

Besitzt der Partner ein zu hohes Einkommen und fällt das ALG-II daher weg, ist der Arbeitslose ebenfalls nicht mehr rentenversichert.

Aber auch hier gibt es eine Möglichkeit, um den Schaden klein zu halten. Dies geschieht durch die Zahlung von Mindestbeiträgen, die momentan 85,05 € im Monat betragen. Diese zählen in vielen Fällen zu einer Wartezeit hinzu.

Deutlich einfacher wäre es natürlich, kurzfristige Jobs anzunehmen, um weiterhin Anspruch auf das Arbeitslosengeld zu behalten und somit weiter versichert zu bleiben. Sperrzeiten bei einer eigenen Kündigung werden hingegen nicht angerechnet.

Rente 2016: Frührente durch Arbeitslosigkeit

Bei dauerhafter Arbeitslosigkeit kann ein Erwerbsloser eine vorgezogene Rente ab dem 60. Geburtstag beantragen. Voraussetzung ist, dass der Versicherte nach der Vollendung von 58 Jahren und 6 Monaten insgesamt ein Jahr arbeitslos gewesen sein muss.

Außerdem werden 15 Jahre Wartezeit vorausgesetzt. Eine weitere Bedingung ist, dass zwischen dem Alter 50 und 60 mindestens acht Jahre lang Pflichtbeiträge eingezahlt worden sind.

Achtung: Ab dem Jahrgang 1946 wird das Mindestalter hierfür auf 63 Jahre angehoben.

Arbeitslose, die vor 1952 geboren wurden und zum Stichtag 1.1.2004 als arbeitslos gemeldet waren, sind von dieser Regelung jedoch nicht betroffen. Auch bei dieser Frührente gilt jedoch der normale Abschlag von 0,3% pro Monat, den der Versicherte vor der offiziellen Altersgrenze in den Ruhestand geht.

Die Zwangsverrentnung durch die Agentur

Übrigens kann die Rente wegen Arbeitslosigkeit auch keine eigene Entscheidung sein, sondern der Staat die Entscheidung treffen.

So hat die Arbeitsagentur seit kurzem die  Möglichkeit, Langzeitarbeitslose direkt in Rente zu schicken, auch gegen deren Willen. Dies betrifft jedoch nur Personen, die das 63. Lebensjahr bereits überschritten haben.

12. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.